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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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rauhe, höckerige oder mit kleinen, runden Knöllchen und rissigen Warzen bedeckte Oberfläche. Nach Andreae(Ueber abnorme Wurzelanschwellungen, 1894) entstehen diese Anschwellungen bei einem plötzlichen Wechselin den Ernährungsbedingungen, zufolge deren einerseits eine ungewöhnlich reiche Anlage von Nebenwurzeln,andererseits eine Hypertrophie in der primären Entwicklung der einzelnen isolierten Seitentriebe einsetzt.Durch Pilze wird die Entwicklung dieser Anschwellungen nicht verursacht. Die Ausschlagsfähigkeit der Wurzelnist, wie bereits erwähnt, ausserordentlich gross. Von Tr6cul werden sogar Adventivknospen an abge»schnittenen Wurzelstücken beschrieben. Einjährige Wurzelsprosse zeigen bisweilen die Eigentümlichkeit, schonim ersten Jahre zur Blüte zu gelangen (Baxter, Penzig). Auch Paedogenesis, d. h. Erreichung der Blüten»bildung in jugendlichem Alter, wurde mehrfach beobachtet. So berichtete z.B. A. Braun über eine 1. jährigeKeimpflanze das erste Laubblattpaar ist 3»teilig, deren Achse mit einer männlichen Gipfelblüte endigte;das erste Kelchblatt dieser Blüte war laubblattartig. Verbänderungen der Zweige und Stockausschläge sindhäufig; auch Längsverwachsungen von Zweigen wurdenbeobachtet. Die Fiederteilung der Laubblätter erfährtmancherlei Abweichungen. Bisweilen fehlt oder ver«kümmert das Endblättchen; mitunter sind die dem Grundegenäherten Fiederblättchen wieder gefiedert. Ailanthusglandulosa ähnelt in der Tracht der Rhus typhina, istaber höher als diese und durch die fast kahlen Laubblatt»stiele und Blütenstände leicht zu unterscheiden. Im frucht»tragenden Zustande sieht er auch einer Esche nicht un»ähnlich; doch sind seine Laubblätter spiralig gestellt.

Den Rutaceae und Simarubaceae steht die etwa

330 Arten zählende Familie der Burser&ceae sehr nahe;

von beiden unterscheidet sie sich aber insbesondere durch das

Vorkommen von schizolysigenen Harz« und Balsamgängen

in der Rinde. Es sind ausschliesslich tropische und sub»

tropische Holzgewächse (Bäume, Dornsträucher) mit ge=

wöhnlich unpaarig»gefiederten, zuweilen auch gedreiten oder

einfachen, wechselständigen Laubblättern; Nebenblätter sind

nur bei einigen Canarium»Arten vorhanden. Blüten meist

klein, 3» bis 5»gliederig, strahlig, zwitterig oder meist durch

Abort eingeschlechtig, oft mit einem Drüsendiskus, zu zu«

sammengesetzten Rispen vereinigt. Staubblätter doppelt

so viele als Kronblätter, obdiplostemon. Früchtblätter 5

bis 3, vereinigt, mit je 2 (selten nur 1) Samenanlagen.

Steinfrucht nicht aufspringend oder mit 5» bis 2»klappigemc .. . c , . , , i r . . . Fig. 1718. Ailanthus glandulosa Desf. Götterbaum,

Epikarp; einsamige Steinkerne entweder frei oder zu einem ul f belaubt mit FrUchte n. Phot. Frau Isabella Hegi-Naef,

2« bis 5«fächerigen Steine verwachsen. Von den 18 Gattungen Rilschlikon (Schweiz).

ist die Gattung Bursera mit 40 Arten ausschliesslich, die

Gattung Prötium (= Icica) mit 50 Arten hauptsächlich tropisch»amerikanisch; Commiphora mit 80 Arten undBoswöllia mit 12 Arten sind afrikanisch«arabisch, Santiria mit 45 Arten südasiatisch, Canärium mit 80 Artenbesonders südasiatisch, doch auch polynesisch und afrikanisch. Die übrigen Gattungen mit meist wenigerArten (Tetragdstris, Canari6llum, Pachylöbus, Trattinickia, Dacryödes, Ancoümea usw.) verteilen sich gleichfallsauf Amerika, Afrika, Südasien und Polynesien. Während der Grossteil der Arten dem tropischen Regenwaldangehört, sind andere echte Steppenpflanzen, so vor allem viele Boswellia« und Commiphora«Arten. Ver«schiedene Arten liefern essbare Samen bezw. Früchte, andere enthalten darin fettes Oel. In den Vorkriegs«jähren kamen die harten Steinkerne von Canärium edtile Engler und C. Luzönicum A. Gray alsPili»Nüsse" von den Philippinen über Nordamerika gelegentlich in den europäischen Handel. Eine ganze AnzahlArten liefern Bauholz; das Okumeholz der westafrikanischen Ancoümea Klaineäna Pierre wird neuerdingsnach Europa eingeführt. Der Hauptnutzen besteht jedoch in den Gummi»Balsamharzen, die seit uralten Zeiten(bereits im alten Aegypten) technisch und medizinisch Verwendung (gegen Katarrh, Ausschlag) finden, vorallem aber unter den Bezeichnungen Weihrauch, Myrrhe als Räucherwerk bei Gottesdiensten, zu Fackeln, zum Ein«balsamieren von Leichen, dann zu Wundsalben, Pflastern, Cremen, zu adstringierenden Zahn« und Mundwässern(Tinctüra Myrrhae) usw. Meistens werden die Balsamharze alsElemi" bezeichnet, doch auch als Kopal, Dammar,Taka«mahak, Colophon, Molmol usw. Offizinell ist (Pharm. Germ., Austr.,Helv.) das Myrrhenharz (Myrrha oder Gummi«rösina Myrrha), welches von mehreren afrikanischen Commiphora(«Balsamodendron)«Arten gewonnen wird, vorallem von Commiphora Abyssinica (Berg) Engler, einem dornigen Bäumchen in Südarabien (Qafal oder Chad«