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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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in einer starken Gruppe in einem natürlichen Walde, ferner bei Siegmundskron, in Haslach, im KriegsbahnhofBranzoll zusammen mit Paulownia tomentosa (Pfäff, 1923), bei Trient am Monte dei Fratri, bei Arco. Inder Schweiz bei Basel (Keimlinge und junge Pflanzen), in Zürich beim Belvoirpark auf Schutt (1914, Keim»pflanzen mit starker Behaarung), bei Buchs, im Tessin auf dem Maggia=Delta, am Osthang des Salvatore,zwischen Bissone und Maroggia, bei Chiasso, Novaggio, Agno, im Tal der Tresa (Junge Pflanzen an Grabenrändern,auf Mauern, zwischen Schienen und an anderen Stellen).

Als Abänderungen sind bekannt: f. erythrocärpa Rehd. (= A. rübra hört.) Früchte im Spät»sommer sich stark rötend (was vom Wetter abhängig zu sein scheint). f. pendulifölia Carr. ex Rehd.

Zweige üppig, hängend. f. tricolor Purpus. Laubblätterbeim Austreiben rosa», später weissgefleckt. Diese Form istnicht streng samenbeständig und entsteht hie und da in Saatbeeten.

Der Götterbaum ist trotz seines starken und unan»genehmen Duftes ein sehr beliebter Zierbaum für Parkanlagenund Alleen, da er eine prächtige, breitausladende, schatten«spendende Schirmkrone besitzt und auch auf schlechten, trockenen,steinigen Böden recht wohl zu gedeihen vermag. Allerdingserlangt er seine Formenschönheit nur auf tiefgründigen undlockeren Unterlagen. Seiner Raschwüchsigkeit wegen (die Triebeerreichen jährlich bis 3 m Länge) ist der Baum bei Neuanlagenvon Gärten sehr geeignet. Er erreicht jedoch meist nur einAlter von 40 bis 50 Jahren, verjüngt sich aber leicht durchWurzelbrut. In den wärmeren Gebieten Südtirols verwendetman die leichte Bewurzelungsfähigkeit und starke Bildung vonWurzelschossen forstlich ähnlich wie bei Robinia Pseudacacia zur Festigung unfruchtbarer, rutschender Hänge 5 im Sarcatalhat die Art bereits weite Flächen und gegen Buco di Vela denBoden mit einen dichten Gebüschmantel überzogen. Auch dieAufforstungen des Karstes (z. B. bei St. Peter), sowie solche in denSteppengebieten von Kleinasien sind z.T. mit Allan thus glandulosagemacht worden. In China lebt von den Laubblättern eine Seiden»raupe (Attacus Cynthia, Ailanthusspinner), die jährlich eine zwei»malige Ernte ermöglicht. Auch in Frankreich, Algerien undSüdtirolsind in dieser Richtung befriedigende Versuche unternommenworden. Der Spinner ist in Strassburg heimisch geworden und istseit 1906 auch in Köln keine Seltenheit mehr. Das ziemlichharte, schwer spaltbare, ziemlich biegsame Stammholz lässtsich schön glänzend polieren und wird in China als Werk» undBauholz verwendet. Auch zu Papier wird es verarbeitet.Rinde und Laubblätter dienen als Bandwurmmittel oder zurVerfälschung von Sennes» und Belladonnablättern. Das Laubenthält Quercitin und 11,9% Gerbstoff, der aus Ellagtanninund Gallotannin besteht. Der harzige Saft aus der Rinde wirdauch zur Bereitung von Firnis benutzt. Die stark duftendenZwitterblüten sind proterogyn und sondern am Diskus Honig ab. Als Besucher kommen kleine Fliegen und Käferin Betracht. Auch die Drüsen der jungen Laubblätter (extraflorale Nektarien im Sinne von Vjera Petaj)scheiden einen süssen Stoff aus; die Knospen enthalten Diastase. Die Flügel der Teilfrüchte, die nachDingler zu den Plattendrehfliegern gehören, sind etwas schraubig gedreht, so dass die fallenden Früchteziemlich lange ein Spiel des Windes sind. W.Schmidt (Die Verbreitung von Samen und Blütenstaub durchdie Luftbewegung. Oesterreichische Botanische Zeitschrift, 1918) berechnet die Sinkgeschwindigkeit auf 91 cm sek.und die daraus hervorgehende theoretische Verbreitungsgrenze auf 0,12 km. Er meint aber, dass im all«gemeinen die Wirkung des Windes gering sei und die tatsächliche Verwehung nur nach Metern anzunehmen

se f. D er Götterbaum wurde 1751 in London eingeführt. Man hielt ihn zuerst für einenRhus vernisant",

was ihm den Namen Vernis de Japon (= Japanlack) einbrachte, unter dem er in Frankreich verbreitet wurde.1875 pflanzte man ihn in Paris als Ersatz für Platanen (Correvon). Die Wurzeln schwellen bisweilentraubenförmig an. An kräftigen Nebenwurzeln von etwa 1 cm Durchmesser befinden sich dann zahlreiche,unregelmässige, knollige Auswüchse von 0,5 bis 4 cm Durchmesser, die z. T. dem Wurzelzylinder selbst aufsitzenund manchmal untereinander unregelmässig verwachsen sind. Die einzelnen Knollen haben eine unregelmässige,

Fig. 1717. Allan thus glandul os a Desf. a BlühendesZweigstück, b Männliche Blüte, c Zwitterblüte, d Früchte.

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