Ailanthussäure enthalten. Ausser der nachstehend behandelten A. glandulosa werden bisweilen angepflanztsA. Vilmoriniäna Dode (= A. glandulosa Desf. var. spinösa Boiss.). Zweige reich mit kleinen, gelbroten,behaarten, sehr ungleichen Stacheln besetzt. Laubblätter bis über 1 m lang; Blattspindel behaart; Fieder«blattdien 33 bis 35, mehr gerade und plötzlich zugespitzt, oberseits tiefgrün, i feindrüsig und auf den Nervenbehaart, unterseits graugrün, ± weich behaart. Frucht 4 bis 5 mm lang und 12 bis 13 mm breit. In derchinesischen Provinz Scetschuan heimisch. Kurz vor der Jahrhundertwende eingeführt. — A. Sutschue»n 6 n s i s Dode. Bis 20 m hoher Baum mit hellbraunem, jung lichtgrünem Stamm und dichter Verästelung.Laubblätter bis 1 m lang, 12- bis 15»paarig gefiedert; Fiederblattchen keilförmig, am Grunde seicht gelappt,nicht so übelduftend wie bei A. glandulosa, stark gerippt und genervt, leicht flaumhaarig; Blattstiele purpurrot.Flügel der Samen regelmässig flach-kahnförmig, etwas grösser als bei A. glandulosa. Heimat s China. Derprächtige Baum wächst z. B. auf einer Hochebene bei Siang.yang (Hou«peh) zusammen mit Aesculus, Quercus,Rhus, Pinus und Pterocarya und steigt bis 2000 m. In China bereitet man aus den Samen ein vorzüglichesBrenn« und Speiseöl (Vgl. Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, 1908). Die Art wurde1893 in Deutschland eingeführt und befindet sich z. B. in Weener (Ostfriesland) in Kultur. Sie zeichnet sichdurch grosse Raschwüchsigkeit aus und kann bereits 1 »jährig als Gartenschmuck oder als Topfpflanze Ver»Wendung finden. — A. Giräldii Dode. Baum mit aschgrauer Rinde und weitausgebreiteter Krone. Laub-blätter 1 bis 1,7 m lang, 15« bis 16«paarig gefiedert; Fiederblättchen breit lanzettlich, bis 24 cm breit (an jungenBäumen noch breiter), spitz, etwas sichelförmig, mit unterseits etwa 16 Nerven, kurz gestielt mit jederseitseinem Läppchen, dunkelgrün; Blattstiel braunrot. Weniger unangenehm als A. glandulosa riechend. Flügeletwas kleiner als bei A. grandis. Heimat: China. In den 90 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nachItalien eingeführt. Für Deutschland noch fraglich.
1810. Ailanthus glandulosa Desf. (= A. altissima [Miller] Siringle, = Toxicodendronaltissimum Miller, = Rhüs Cacodendron Ehrh., = Ailanthus Cacodendron Schinz et Thellung).
Chinesischer Götterbaum. Franz.: Vernis de Japon. Fig. 1717 und 1718.
Bis 27 m hoher Baum mit glatter, hell längsgestreifter Borke und anfangs sehr feinbehaarten, gelb» oder rotbraunen, nie bestachelten Zweigen. Laubblätter bis 100 cm lang,unpaarig gefiedert, mit meist 13 bis 20 (41) schiefen, lanzettlichen, meist ganzrandigen oderunregelmässig buchtig gezähnten, in der Nähe des Grundes auf der einen Seite mit 1 bis 3stumpflichen Drüsenzähnen versehenen, oberseits lebhaft grünen, unterseits hellgraugrünen,beiderseits i schwach drüsigen Fiederblättchen. Blüten in grossen, reich verzweigten, end=ständigen, kahlen Rispen, zu 2 oder 3 gebüschelt, zwitterig oder 1 »geschlechtig (Fig. 1717b, c).Kelchblätter 5, bis zur Mitte miteinander verbunden; Abschnitte 3=eckig. Kronblätter 5, viellänger als die Kelchblätter, gelblichweiss, Ränder der unteren *h einwärts gerollt, in der Knospen»läge klappig. Diskus 10=lappig. Staubblätter 10, in den Zwitterblüten oft nur 5, in denweiblichen Blüten fehlschlagend; Staubfäden pfriemlich. Fruchtblätter frei, oft nur durch dieGriffel verbunden, in den weiblichen und den Zwitterblüten meist 5 oder 6, in den männ=liehen Blüten zurückgebildet oder ganz fehlschlagend, mit je 1 hängenden Samenanlage; Griffelpfriemlich, frei oder verbunden. Teilfrüchte frei, beidseitig geflügelt (Fig. 1717 d), länglich»lanzettlich. Samen in der Mitte querliegend, rundlich, zusammengedrückt, dünnschalig, mitdünnem Nährgewebe. Keimblätter eiförmig, flach. Primärblätter gegenständig, 3»zählig. — VII.
In China heimisch, aber in den Subtropen und in den nördlichen gemässigten Gebieten vielfachangepflanzt, so z. B. in ganz Ostasien und in Europa; in Nordamerika in den Staaten Pennsylvanien, Columbien,Ohio, Potosi, Wisconsin und Nebrasca völlig eingebürgert. Bisweilen auch durch Versamung und namentlichdurch Wurzelausläufer verwildernd, so im Gebiete der mitteleuropäischen Flora in Deutschland bei Freiburg'• Br. auf Schutt und Kies des alten Güterbahnhofes und am Dreisamufer unterhalb der Stadt (1906, jungePflanzen), in den Anlagen und auf einem Lagerplatz bei Mannheim (1906), unweit Falkenberg bei Freienwalde.
In Oesterreich in Böhmen verschleppt in einem natürlichen Waldgebüsch am Fuss der Kalklehne beiWeltrus; in Mähren z. B. in Menge gepflanzt auf den unfruchtbaren Tertiär»Terrassen zwischen Tracht undPausram, verwildert um Znaim, Neustadtl usw., in Niederösterreich auf Sanddünen bei Oberweiden; in Nord»tirol bei Steinach (bei 1050 m noch gut gedeihend), in Trins bei 1200 m, aber nur in geschützten Lagen; in Süd»tirol um Meran mehrfach verwildert, ganz eingebürgert an den steinigen Lehnen beim Vahrnerbad bei Brixen,Um Bozen wie einheimisch und vielfach ein lästiges Unkraut darstellend, im Montigglerwald 1856 reichfruditend