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schiedener Stoffe), nach früheren Angaben audi Quassiin, ein Steropten u. a. m. nachgewiesen worden. Aus diesemHolze hergestellte Becher, die mit Wasser gefüllt werden, sollen letzterem in kurzer Ze<t einen intensiv bitteren Ge=schmack verleihen. — Die kleine, 3 monotypische Gattungen umfassende Tribus der Soulameieae, sowie die nurdurch Kirkia acumindta Oliv, vertretene Tribus der Kirki eae liefern keine Nutzpflanzen. — Zu der Tribusder Irvingieae mit 5 bis 2 völlig verbundenen Fruchtblättern mit je 1 oberhalb der Mitte des Facheshängenden Samenanlage zählt die häufig durch grosse Höhe, lederartige, kahle, längliche, fiedernervige Laub,blätter und kleine, nach Maiglöckchen duftende Blüten kenntliche Gattung Irvxngia Hook, f., die teils imtropischen Afrika, teils in Malakka und Cochinchina lebt. Die Früchte aller Arten werden gegessen, ins.besondere die Samen, in deren Keimblättern — ebenso wie in den Laubblattstielen und in der Rinde — lysigene,Arabin enthaltende und von fettreichen Zellen umgebene Schleimbehälter vorkommen. Aus den Samen derin Cochinchina heimischen I. Oliv^ri Pierre wird die „Cay.Cay.Butter" bereitet, die in Malakka und in ihrerHeimat zur Bereitung von Kerzen dient. Von den gerösteten Samen von I. Gabondnsis (Aubry.Lecomte)Baill. stammt die Dika.Butter, die vortrefflich zur Herstellung von Seifen, Pomaden, Gold.Creme, Ceratan u. a.geeignet ist. Gemischt mit Zucker lassen sich die Samen auch zu einer wohlschmeckenden, billigen Schokoladeverarbeiten. Ferner wird aus den gerösteten Samen, die mit denen von Fegimaüra Africäna Pierreund Pentacl6thra macrophylla Benth. vermischt werden, das nahrhafte „Dika.Brot" hergestellt, das zu4 /« fette Körper, Glyzeride, 10 °/o albuminoside Stoffe, etwas Zucker und andere Stoffe enthält. Das harte Holzaller Arten ist schwer zu bearbeiten und dient vorzugsweise zu Pfählen. — Die Unterfamilie der Picramni-oideae enthält nur die Gattung Picrdmnia Sw. Bäume und Sträucher mit unpaarig gefiederten Laubblattern,2»häusigen, meist sehr kleinen, in Knäueln scheinbar ähren« oder traubenförmig stehenden Blüten und hängendenSamenanlagen. Die etwa 30 im tropischen Amerika von Florida, Westindien und Mexiko bis Paraguaywachsenden, einander ziemlich nahestehenden Arten zeichnen sich durch ihre sehr bittere Rinde aus, die z. B.gegen Ruhr Verwendung findet, wie z. B. die von P. pentändra Sw. stammende Hondurasrinde. Eineandere unbekannte Art liefert die als Radix Picrämnia bekannte, wahrscheinlich das Alkaloid Picramnin ent«haltende Droge. In den Laubblättern und im Holze tritt ein an der Luft sich schön violett verfärbender grünerFarbstoff auf.
CCCCXLIX. Ailänthus 1 ) Desf. Götterbaum.
Hohe, bisweilen stark duftende Bäume mit abwechselnden, unpaarig vielzählig ge=fiederten Laubblättern mit schief lanzettlichen, ganzrandigen oder buchtig gezähnten Blättchen.Blüten zu 2 bis 3 gebüschelt, in meist endständigen reichverzweigten Rispen, ziemlich klein,zwitterig und eingeschlechtig (Fig. 1717 b, c). Kelchblätter 5 bis 6, zur Hälfte oder darüberverwachsen, mit 3=eckigen oder halbeiförmigen Lappen. Kronblätter 5 bis 6, viel länger alsdie Kelchblätter, klappig. Diskus kurz, 10=lappig. Staubblätter in den männlichen Blüten 10,in den weiblichen und zwitterigen weniger oder ganz fehlend, ohne Ligularschuppen. Fruchtknotenin den männlichen Blüten verkümmert oder ganz fehlend, in den weiblichen und zwitterigen5 bis 6 (seltener weniger), mit je 1 hängenden, in der Mitte des Faches angeheftetenSamenanlage; Griffel frei und mit abstehenden oder zurückgebogenen Narben oder vereintund mit abstehenden Narben. Frucht frei, unten und oben in einen dünnen Flügel über»gehend, lineaMänglich, in der Mitte mit eiförmigem, querliegendem Fach und querliegendem,zusammengedrücktem, dünnschaligem Samen. Keimling mit kurzem Stämmchen und flachen,verkehrt=eiförmigen oder kreisförmigen Keimblättern.
Die Gattung umfasst etwa 7 Arten, die in Vorder« und Hinterindien und in Ostasien heimisch sind. Wiefossile Funde gezeigt haben — die Früchte sind sehr bezeichnend und leicht erkennbar — war das Verbreitungs«gebiet im Tertiär viel weiter und erstreckte sich von Nordchina über das Amurland oder Japan bis in daswestliche Nordamerika und auch im europäischen Mittelmeergebiet und in Mitteleuropa traten Arten derGattung auf. — Das weiche Holz der A. Malabärica DC. von Vorderindien und Ceylon wird besonderszu Tischlerarbeiten und Teekisten verwendet. Als Droge wird die Art bereits in der Mitte des 1. nach»christlichen Jahrhunderts in der vermutlich von Vincent stammenden Schrift Periplurs maris Erythraei, einergeographischen Reisebeschreibung, erwähnt. Die von Indien bis Queensland verbreitete A. excelsa Roxb.liefert ein tragantartiges Gummi. Die Rinden beider Bäume werden medizinisch verwandt, die der ersterenArt gegen Verdauungsschwächen, die der letzteren zur Bereitung reizender Salben. Sie sollen Quassiin und
') Der Baum heisst auf den Molukken Ailanto, d. h. Baum des Himmels, wegen seiner Höhe.