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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Zu den Simarübeae mit Ligularschuppen in der Blüte gehört die aus kleinen Bäumen bestehende GattungSamad^ra Gärtn., in der S. Indica Gaertn. einen giftigen, bei Kaltblütlern nervenlähmenden, dem Quassiinähnlichen Bitterstoff in der blassgelben Rinde und in den Samen enthält. Die Rinde wird an der Malabarküsteals Fiebermittel benutzt, das aus den Samen gewonnene Oel findet in Indien gegen Rheumatismus Verwendung.Auszüge aus dem Holz wirken tonisch. Die von Florida und Westindien bis zum mittleren Brasilien ver«breitete Gattung Simarüba Aubl. und die ihr nah verwandte, südamerikanische Gattung Simdba Aubl.sind medizinisch sehr wertvoll. Von S i m a r u b a a m d r a Aubl. (= S. officinalis DC. non Macf.) soll die offizineileCörtex Simarübae (Pharm. Helv.) stammen, dieneben fettem Oel, Harz, einem fluoreszierenden Stoffe undnichtbitteren Stoffen den kristallinischen, wirksamen Bitterstoff Css Hso O9, nach früheren Angaben auch Quassiinenthält und gegen Durchfall und Ruhr Verwendung findet Caspari hat festgestellt, dass z.T.. als CortexSimarübae die Rinden zweier Arten geführt werden und zwar neben der Orinokko« und Surinam»Rinde (vonS. amara) seit 1904 die Maracaibo«Rinde, die wahrscheinlich von einer Simaba«Art (S. suffruticösa Engl.?)stammt. Zu den nichtoffizinellen Rinden gehört diejenige von Simaruba officinalis Macf. (= S. medicindlisEngl., = S. amara Hayne, = S. glaüca DC., = Qudssia Simarübae Wright). Der Aufguss der Rinde undLaubblätter der brasilianischen S. v e r s i c o 1 o r St. Hilaire dient in Brasilien als Mittel gegen Schlangenbisse,Eingeweidewürmer und syphilitische Ausschläge, gepulvert auch als wirksames Vertilgungsmittel von Insekten.Von der Gattung Simaba mit 19 bäum« und strauchförmigen Arten werden in Brasilien die Rinden vonS. ferruginea St. Hilaire und S. salübris Engl, als Calungarinden gegen Fieber, Durchfall und als An»regungsmittel benutzt. Auf Reisen werden als Schlangengiftschutz die grossen Samen der bis 5 m hohenS. C 6 d r o n Planch. mitgeführt, deren gepulverte und in Branntwein aufgelöste Kotyledonen in die frischeBisswunde eingerieben werden. Der Aufguss der Pflanze hat sich auch als gutes Vertilgungsmittel von schäd«liehen Insekten in Herbarien bewährt. Qudssia 1 ) amara L., Brasilianischer Quassiabaum. MittelhoherBaum mit gefiederten Laubblättern, lanzettlichen, zugespitzten, dünnen, beiderseits grünen, ganzrandigen Fieder«blättchen und ziemlich grossen, roten, traubig oder rispig angeordneten, zwitterigen Blüten. Kelchblätter rundlichoder eiförmig, am Grunde vereint, dachig. Kronblätter 5, länglich, gross, aufrecht oder zusammen geneigt,oben gedreht. Staubblätter 10, am Grunde des Diskus eingefügt) Staubfäden schmal-linealisch, am Grundemit einer kurzen, verkehrt-eiförmigen, dichtwolligen Ligularschuppe. Fruchtblätter 5; Griffel von unten bisoben vereint; Narbe nur wenig breiter als der Griffel, schwach 5»lappig. Frucht mit 5 spreizenden, 1.sämigenTeilfrüchten. Die bis meterlangen, nicht über 10 (meist nur 2 bis 7) cm dideen, geraden oder krummenStammstücke kommen, meist noch mit der leicht ablösbaren Rinde bedeckt, zum grossen Teil über Surinamunter den Bezeichnungen Surinam-Quassienholz, Lignum Qudssiae Surinam6nse (Pharm. Germ., Austr.,Helv.), Fliegenholz (Fliegengift) oder Bitterholz in den Handel. Holz und Rinde der höheren Stammteile enthaltenden Bitterstoff Quassiin (nach neueren Untersuchungen ein Gemisch von 4 homologen Bitterstoffen) und Quassol, dasHolz ausserdem anscheinend ein Alkaloid. In der Rinde der Wurzeln und unteren Stammteile sind ferner Apfel»säure, ein ätherisches Oel, Gallussäure, Calciumtartrat, Chlorcalcium, Calciumsulfat und Calciumacetat (?) nach-gewiesen worden. Das ausserordentlich stark und bitter schmedeende Holz wird seit alten Zeiten von den Ein»geborenen Brasiliens als Magenmittel verwendet und kam etwa in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach Europa.Linnö hat sich in seiner Dissertation eingehend damit beschäftigt. Die Rinde wurde früher in England in der Bier«brauerei als Hopfenersatz verwendet. In der Medizin dient sie, wenn auch selten, als Gift gegen Spulwürmer, fernergegen Syphilis, früher auch als tonisches, magenanregendes und als Fiebermittel. Zur Tribus der Picräsmeae,deren Staubfäden am Grunde keine Schuppen besitzen, zählen u. a. die eingangs bereits erwähnten Gattungen Hol d«cantha, Brücea, Picrdsma 2 ), Picr^lla, PicroUmma und Ailanthus (pag. 80). Die 5 imtropischen Afrika und tropischen Australien einheimischen Bäume oder Sträucher der Gattung Bruceasind alle sehr bitter. Die Früchte und Rinde der B. antidysentirica Lam., eines kleinen Bäumchensmit dichter, rostroter Behaarung und zusammengezogenen, fast ährenförmigen Rispen, werden in Abes»sinien gegen Fieber und Durchfall verwendet. In Ostindien werden alle Teile der B. Sumatrdna Roxb.als magenstärkend geschätzt; auch kommen sie gegen Ruhr, Wechselfieber und Würmer zur Anwendung.Picrdsma (= Picraena) exci. 1 sa Planch., der )amaika»Quassiabaum, ein bis 20 m hoher, eschenartiger Baum mit4» bis 5»paarigen, starren, glänzenden Laubblättern, deren Fiederblättchen länglich und stumpf zugespitzt sind,und kleinen, gelblichgrünen, zu reichblütigen, trugdoldigen Rispen angeordneten Blüten, liefert in ihrem Holze dasoffizinelle, als bitteres Magenmittel verwandte Lignum Qudssiae Jamaic6nse (Pharm. Germ., Austr.), dashöher als die von Quassia amara stammende Droge bewertet wird. Es sind darin Picrasmin (ein Gemisch ver«

*) Der Name Quassia soll vom Eigennamen eines Negersklaven stammen, der als erster in denwestindischen Zuckerplantagen die heilsame Wirkung des Holzes gegen Fieber und Magenbeschwerden entdeckte,zwei Krankheiten, die in jenen Gebieten durch den Genuss von Zuckerabfallen häufig entstehen.

2 ) Im Jahre 1908 wurde von Hesse versuchsweise P. ailanthoides Planch. als Ziergewächs eingeführt.

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