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Blüten meist klein, unscheinbar, 3= bis 7=zählig, strahlig, zwitterig oder durch Verkümmerung ein«geschleditig, meist in adiselständigen, seltener endständigen Rispen. Kelchblätter frei oder ver»bunden. Kronblätter frei, meist dachig, seltener klappig, frei oder verbunden. Blüten 3achse zwischen den Staubblättern und den Fruchtblättern meist zu einem ring» oder becher»förmigen, gekerbten oder gezähnten Diskus erweitert oder zu einem i entwickelten Gyno»phor verlängert. Staubblätter meist in 2 Kreisen angeordnet, doppelt so viel oder gleich vielwie die Kronblätter, am Grunde oft mit einem sdiuppenförmigen Anhängsel; Staubbeutel ander Spitze des Staubfadens aufsitzend, länglidi oder eiförmig, mit Längsspalten sich öffnend.Fruchtblätter 4 oder 5 oder weniger, oft am Grunde frei und nur durch die Griffel oderdurch die Narbe verbunden, bisweilen auch ganz vereint und einen 1 »fächerigen, mit 1, seltenmit 2 neben» oder übereinanderstehenden Samenanlagen versehenen Fruchtknoten bildend;Griffel häufig am Grunde oder an der Bauchseite der Fruchtblätter entspringend oder end»ständig, selten völlig vereint, meist nur oben und durch die Narbe verbunden, bisweilenvöllig getrennt. Frucht eine 2= bis 5=fächerige Steinfrucht oder aus trockenen, geflügelten odersteinfruchtartigen Teilfrüchten bestehend. Samen ohne oder mit nur sehr dünnem Nährgewebe.Keimling ziemlich gross, selten leicht gekrümmt und meist mit dicken, gewölbten oder flachen,schmalen Keimblättern.
Die rund 125 zu etwa 30 Gattungen gehörenden Arten der Familie verteilen sich auf 4 gut ge«schiedene Unterfamilien, von denen die Simaruboideae nur 1 Samenanlage, die anderen hingegen deren2 besitzen. Bei den Surianofdeae sind die Fruchtblätter frei, bei den Picramnoideae und Alvara«dofdeae vereint. Letztere zwei Unterfamilien unterscheiden sich dadurch voneinander, dass die Pier am«noideae hängende, die Alvaradoideae grundständige Samenanlagen besitzen. Die Familie bewohnt mitwenigen Ausnahmen — Arten der Gattung Aildnthus Desf. in Ostasien und der monotypischen GattungHolacdntha A. Gray in Neu»Mexiko — die Tropen und Subtropen. Ihre Gattungen sind meist artenarmund auf i enge Bezirke beschränkt. Die Zahl der endemischen, monotypischen Gattungen ist nicht un<bedeutend (so z. B. die oben bereits erwähnte Gattung Holacdntha in Neu»Mexiko, Picrokmma Hook. f.am Alto Amazonas in Brasilien, Hyptidndra Hook. f. in Queensland, Kirkia Oliv, in Ostafrika). WeitereGebiete besiedeln etwa die Gattungen Brücea J. S. Müller und Harrisönia Juss. (altweltliche Tropen),Irvfngia Hook. (Afrika, Asien), Samadöra Gaert. (Madagaskar, Südasien, Australien). Suriäna L. istkosmopolitisch-tropisch. Dieser Verbreitung und der scharfen Trennung der Unterfamilien zufolge erscheinendie Simarubaceen als Reste einer alten tropischen Familie, die sich allerdings fossil bisher nur bis in dasTertiär hat zurüdcverfolgen lassen (vgl. unter Ailanthus). In ihrem Auftreten schliessen sich die meistenArten dem Gebüschgürtel tropischer Wälder an, in denen sie z. T., wie Arten von Harrisönia (R. Br.) Juss., alsKlimmer auftreten. Seltener sind Simarubaceen als Waldbildner selbst beteiligt, wie Arten der GattungenMdnnia Hook, f., Irvingia und Desbord6sia in Westafrika, Ailanthus z. T. in Südasien und einigeArten von Simarüba Aubl. in Amerika. Zu den wenigen Xerophyten zählen der MeerstrandbewohnerSuriäna maritima L., der blattlose Wüstenstrauch Holacantha Emöryi A.Gray und die durch häufigstark verdornten Wuchs und kleine lederartige Laubblätter an Steppenklima angepassten Cas16lta«Arten.Sommergrüne Arten sind selten (Ailanthus»Arten). — Bezeichnend für die Familie und ihre medizinischeWertschätzung bedingend ist der Besitz an Bitterstoffen in Rinde und Laubblättern, auf deren Anwesenheitbei der Bezeichnung der Gattungen vielfach Bezug genommen worden ist, wie die Namen Picrdsma Bl.,Picrocdrdia Radlkofer, Picrodöndron PL, P1 er611 a Baillon usw. zeigen. Durchgreifende Merkmaleim anatomischen Bau gegenüber anderen Familien sind bisher noch nicht aufgefunden worden ■, doch tretenbei vielen Arten auffallende, das Mesophyll der Laubblätter zahlreich durchsetzende Ideoplasten auf. Fürdie Gliederung innerhalb der Familie selbst besitzt Jedoch nach P. Caspari (Beiträge zur Anatomie derSimarubaceenrinden, 1918) die Anatomie der sekundären Rinde grosse Bedeutung und kann in einzelnen Fällen sogarzur Abgrenzung verwandter Arten von einander benutzt werden. Die Verwandtschaft der Simarubaceen wirdin erster Linie bei den ihnen in vielen Punkten sehr ähnlichen Rutaceen und Burseraceen gesucht. Nachden sero«diagnostischen Untersuchungen der Königsberger Schule soll sich die Familie zwischen die Buxaceenund Burseraceen einschalten (Fig. 1608), während die Rutaceen nur weitläufiger damit verwandt wären, wenn«gleich sie sich von den Simarubaceen durchgreifend nur durch den Besitz der Oeldrüsen trennen lassen.
Die Unterfamilien der Surianofdeae mit Suriana und Cadellia und Alvaradoideae mit der einzigenGattung Alvaradöa Liebm. besitzen keine wirtschaftliche Bedeutung. Die Simaruboideae umfassen 5 Tribus.