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anatropen Samenanlagen; Griffel 1, fadenförmig, in der Mitte des Fruchtknotens entspringend,wie die Staubblätter abwärts gebogen, behaart oder fast kahl; Narbe einfach, stumpflich.Frucht kurzgestielt, eine in 5 Teilfrüchte zerfallende, runzelige, mit Drüsen und einfachen Haarenbesetzte, etwa 1 cm lange Kapsel; Teilfrüchte zusammengedrückt, geschnäbelt, 2=klappig, bisfast an den Grund der Bauchnaht aufreissend; innere Schicht der Fruchtwandung (Mesokarp)elastisch abspringend. Samen birnförmig=ku gelig, 4 mm lang, glänzend=schwarz, mit fleischigemNährgewebe (Fig. 1715 g). — V, VI.
Zerstreut, aber stellenweise zahlreich an sonnigen, trockenen Orten: in Trocken wiesen,an felsigen Hängen, in der Garide, in liebten Gebüschen und auf Laubwaldblössen ; oft aucharchaeophytisch (z. T. aus Gärten verwildert) an Weinberg» und Wegrändern. Von der Ebenebis in die untere montane Stufe: in Südtirol bis 800 m. Nur auf kalkreichen Böden.
In Deutschland in Süd« und Mitteldeutschland: im Jura Bayerischen Anteils südlich der LinieNördlingen«Eichstätt«Berching«Keilstein bei Regensburg vielfach (nördlich davon fehlend), im WürttembergischenAnteil am Rottensteinfelsen (gepflanzt), Kohlberg, Utzmemmingen.Trochtelfingen, im Badischen Anteil zerstreut, z. B.bei Geisingen, Ofingen, Engen; in Württemberg ferner im Unterland bei Mergentheim, Igersheim, Neukirchen,Diebach und Ensingen, früher auch bei Crailsheim. Kirchberg und Aumühle=Ellenberg, in Baden ferner beiSingen, am Hohenhöwen, Mägdeberg, in den Schwarz waldvorbergen am Isteinerklotz, Kleinkems, am Kaiserstuhl:Büchsenberg, Burkheim, Lützelberg, Sponeck, Limburg, in Nordbaden am Eichelberg bei Bruchsal, Welztal,Tauberbischofsheim, Reicholdsheim; im Elsass nur auf den Kalkvorbergen und (selten) in der Ebene; in derPfalz bei Asselheim unweit Grünstadt, bei Neustadt, am Donnersberg (namentlich bei Spendel), Alsenztalbei Rockenhausen, im Nahetal und (seltener) im Glangebirge; im Rheinland im Nahe«, Mosel«, Mittelrhein«,Lahn« und unteren Nettetal; in Hannover bei Crinderode, Rüdigsdorf, Petersdorf; in Hessen«Nassau, imRegierungsbezirk Cassel und Hildesheim (seit 1922 bezw. 1923 geschützt); im Thüringischen Muschelkalkbecken,an der Au bei Wolfenbüttel, Fallsteine bei Veltheim, Hoppelberg und Hugwald bei Halberstadt, bei Neu«haidensieben, Rothenburg a. d. Saale, Sandersleben, Nakel, Oschersleben, Saures Holz; im nördlichen Bayernim Keuper«, namentlich im Gipskeupergebiete bei Fladislanden unweit Ansbach, Kloster Heilbronn, Windsheim,Altheim, Neustadt a. d. A., Bullenheimer« und Wiebeisberg im Steigerwald, Irmelshausen, zwischen Hernstadtund Königshofen, Trappstadt, Sulzheim, Grettstadt; im Muschelkalkgebiet ziemlich verbreitet, im Buntsandstein«gebiet zwischen Kreuzwertheim und Hasloch a. M.; in der Rhön bei Euerdorf; in Schlesien bei Ustron undJauer (vielleicht nur verwildert). Ausserdem bisweilen aus Gärten verwildert, so z. B. in der NorddeutschenTiefebene bei Teterow im Mecklenburg, auf den Heidebergen bei Suderow, bei Stettin und in Westpreussenim Kreise Schwetz (Pax hält im Hinblick auf ein ähnliches Vorkommen im polnischen Weichselgebiet [Wloclawek]ein natürliches Vorkommen für wahrscheinlich), früher auch bei Neuenburg. — In Oesterreich in Mittel»böhmen, der Elbeniederung, im Beraungebiet und am Fuss des Erzgebirges; in Schlesien bei Teschen; inMähren im südlichen Teile häufiger, nördlich bis Brünn, Austerlitz, Bisenz; in Niederösterreich häufig im Gebieteder Pannonischen Flora und auf den Hügeln nördlich der Donau bis zum Manhartsberge; in Untersteiermarkbei Stattenberg, auf dem Wotsch, auf der Stenica bei Neuhaus, auf dem Humber Tüffer; in Kram ziemlichverbreitet; in Südtirol in der Umgebung von Meran zerstreut, um Bozen gemein (z. B. bei Hörtenberg, zwischenBlumau und Kardaun usw.), im Eggental, im Etschland von Bozen bis Trient häufig, in der Umgebung vonRovereto gemein, bei Arco, Riva, am Varonewasserfall, im Ledrotal bis Barcesino, Vallarsa, Mori. — In derSchweiz im Kanton Schaffhausen bei Osterfingen, Ergoltingen, zwischen Schaffhausen und Herblingen, Beringen,Löhningen, Siblingen, im südlichen Tessin und im Wallis. — Ausserdem in Bauerngärten (z. B. in der Pfalz) angepflanzt.
Allgemeine Verbreitung: Südliches und gemässigtes Europa, nördlich bis zurCöte d'Or, zum Schwarzwald, Mosel» und Nahetal, Lahnstein, Elm, Maingebiet, Thüringen bisFritzlar und Neuhaidensieben, Schlesien (Ustron), Böhmen, Ostgalizien, Mittelrussland; Sibirien,östlich bis zur Tsungarei, Nordchina, Kiautschau (Lauschan), Amurgebiet, Himalaya.
Die etwas wandlungsfähige Art zeigt in Mitteleuropa folgende Formen: var. g e n ü i n a Rouy. ObereKronblätter elliptisch«lanzettlich, am Grunde in den Nagel verschmälert, vorn spitz oder stumpflich. Diehäufigste Form. Hierzu gehören: f. macrophylla Schur. Laubblätter eiförmig bis elliptisch, bis 3 cm lang.
— f. angustifölia (Don) (= var. laneeoläta Pasq.). Laubblätter lanzettlich, meist kahl. In Mitteleuropanur in Gärten. — f. microphylla Schur. Laubblätter sehr klein, höchstens bis 1,8 cm lang, länglich«stumpf.
— Nach der Ausbildung des Fruchtknotens können ferner unterschieden werden: f. typica Bede. Fruchtknotenentweder sitzend oder fast sitzend. — f. stipitäta Beck. Fruchtknoten deutlich gestielt. Die Kronblätter dieserFormen sind rosa oder fast rot, mit fast violetten Nerven (1. purpürea Rouy.), weiss (1. albiflöra [Koch])