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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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der Augenlider, Beeinträchtigung der Sehkraft, Muskelschmerzen, Verlangsamung des Pulses, Schüttelfrost,Blutungen der Nase und namentlich des Zahnfleisches, Atemnot, Erbrechen, Durchfall, Harnandrang mitSchmerzempfindungen, Anregung des Geschlechtstriebes usw. {H. Schulz). Erwähnt sei, dass man gegen«wärtig in gewissen Gegenden den Toten Kränze aus Raute um den Hals oder auf die Brust legt, die beimjüngsten Gericht zu lauter goldenen Blumen werden sollen. In Oberösterreich legt man ihnen, ehe der Sarg ge-schlossen wird, aus der Pflanze gebundene Weihbüsche auf die Bahre. Wahrscheinlich hat der starke Duft zudieser Sitte Anlass gegeben. Die bildende Kunst hat sich mehrfach die Rautenblattform als Vorbild genommen.Als Rautenkrone findet sie sich in dem Wappen der Wettiner. Neuerdings wird die Pflanze auch als Bienen»futter zum Anbau empfohlen. In ähnlicher Weise wie R. graveolens werden im Mittelmeergebiet auch R.Chalepensis und die am stärksten riechende R. montana verwendet. Auf diese und verwandte halbstrauchigeArten, vielleicht auch auf andere Rutaceen, dürften sich die Angaben älterer Autoren (Flavius Josephus,Joh. Schröder, Camerarius) vonmannshohen und selbst baumförmigenRauten beziehen. Der letztgenanntewill einen solchen Baum im Fürstlich«

Württembergischen Lustgarten in Stutt. > imJj yLyflf

gart gesehen haben. Auf den Laub« v «j y *

blättern von Ruta graveolens wird durch S\\ J f A a '.Ml

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krankhcit hervorgerufen. ^ f-\ \4/ÄnJv/

1808. Ruta Patavina ] ) L. (= Ha=

plophyllum patavinum A. Juss.,

= H. linifölium Rchb., = R. lini=foliaMaly,nonL.). DreizähligeRaute. Fig. 1714.

Kräftige Staude mit Erdstock.

Stengel niedrig, meist nur 10 bis25 cm hoch, i dicht beblättert,behaart. Untere Laubblätter un=geteilt, länglich»verkehrt « spateUförmig, die mittleren und oberen ^ 4 W3fw W ^

3=zählig eingeschnitten, meist 1,5 \ C 1/

bis 2 cm lang und 3 bis 5 mm ^ £ |JL J e

breit, mit länglichen bis linealen '

Abschnitten, kahl. Blüten auf .

dünnen rauhhaarigen Blüten* Fig " 1714 - Ruta Patavina L. a Habitus der blühenden Pflanze. b Pflanze imuuniieil, Ictunilddl oiuieil Fruchtzustand, c Blüte, d Frucht, e Same.

stielen von der Länge der Blüten

oder etwas länger, in dichter Trugdolde. Kelchblätter bis zum Grunde getrennt, lanzettlich,etwas rauhhaarig, spitz. Kronblätter länglich, stumpf, nach dem Grunde verschmälert, kahl,ganzrandig, gelb. Staubblätter kaum kürzer als die Kronblätter, am Grunde spärlich bärtig.Fruchtknoten kahl, mit einwärts gebogenen, hörnchenartigen Fortsätzen von der halben Längeihres Fruchtblattes. Kapsel mit stumpfen Lappen. VI.

Zerstreut an steinigen, heissen Hängen, leicht bebuschten Lehnen, in der Felsensteppe,auf steinigen Aeckern. Von der Ebene bis in die untere montane Stufe. In der Herzegowinabis 1300 m.

Im Gebiete nur in Krain bei St. Andrä nordwestlich der Adelsberger Grotte (1908von Bornmüller aufgefunden).

Allgemeine Verbreitung: Nördliches Italien (in Venetien häufiger), Istrien (nurzwischen Parenzo und Fontane), Kroatien, Bosnien, Herzegowina, Montenegro.

l ) Abgeleitet von Patävium, dem römischen Namen für die Stadt Padua.