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Ricinusöl, Stearin, Terpenen und besonders Terpentinöl verfälscht. Man verwendet es medizinisch als Würzmittel,im Haushalt als Zusatz zu Gebäck, zur Herstellung von Parfümen, in der Likör« und Limonadenfabrikationund benützt es auch häufig als Beimischung des Cetratöles. Laubblätter, Zweige und unreife Früchte lieferndas Petitgrain» oder Citronnier.Oel, das Citral enthält. — var. Lümia Engl. (= C. Limetta var. parva Risso etPoit.). Junge Schösslinge grün. Blüten 3 bis 4 cm im Durchmesser, aussen hellrot bis weisslich, grün punktiert.Früchte (Limi di sponga) abgeplattet-kugelig, mit kurz gestutztem Zitzenende. Die Schalen liefern ein Limettöl.
— Eng verwandt mit dieser Form istt var. Limetta (Risso) Engl. Süsse Zitrone, Limette. Franz..- Limettierordinaire; engl.! sweet lime of India. Aeste ausgebreitet. Junge Zweige grün, spärlich und klein dornig.Laubblätter auf kaum geflügeltem Stiel, länglich verkehrteiförmig, spitz, schwach gezähnt. Blüten mittelgross.Kronblätter weiss, aussen grün punktiert. Früchte kugelig, mit dickem Zitzenfortsatz und stehenbleibendemGriffel, ziemlich glatt, hellgelb; Pulpa weiss, süss oder säuerlich, oft fade und schwach bitter schmedcend, meist8« bis 10-fächerig. Samen wenige. Die gepressten Schalen liefern das dem Bergamotteöl ahnliche Limettöl.
— Von den übrigen, aber für Mitteleuropa belanglosen Formen sei die var. digitdta Risso genannt, derenFruchtblätter frei endigen und die Gestalt einer Hand besitzen. Als „Buddhas Finger" wird diese sonderbareMissbildung mit Vorliebe um chinesische Tempel und in Gärten gepflanzt (Fig. 1710c). — C. hystrixDC. (= C. Papeda Miqu., = C. lätipes Hook. f.). Laubblatter eiförmig, elliptisch oder lanzettlich, i solang wie der sehr breit geflügelte Blattstiel. Blüten klein. Frucht kugelig oder eiförmig. Heimisch auf demmalayischen Archipel und auf Timor. Wertvoll ist die subsp. äcida (Boxb.) Bonavia (= C. Limon^llus Hassk.,= C. Lima Mc. Fad, = C. Javänica Bl.). Limonelle, Citronelle, saure Limette. Engl.: Sour lime of India.Geflügelte Blattstiele mehrmals kürzer als die ovale Spreite. Blüten häufig 4-zählig. Früchte klein, mit sehrsaurem, aber aromatischem und äusserst saftreichem Fruchtfleisch. Sie ersetzt in den meisten und namentlichin den feuchten Tropenländern die Sauer-Zitrone (C. medica subsp. Limönum) und wird in bedeutendem Massezur Herstellung von Limettensaft (lime Juice) verwendet, der in gleicher Weise wie Zitronensaft zur Bereitungvon Limonaden usw. benutzt wird. Auch Zitronensäure und ätherisches Oel werden aus der Frucht bereitet.Die Hauptkultur liegt in Westindien.
1. Blüten zygomorph, gross, 5-zählig. Kronblätter weiss, rötlich oder rot, dunkler purpurn geädert.
Dictamnus CCCCXLVIII.
1*. Blüten strahlig, 4. bis 5-zählig. Kronblätter gelb Ruta CCCCXLVII.
CCCCXLV1I. Rüta 1 ) L. Raute. Franz.: Rue; engl.: Rue; ital.: Ruta.
Stauden und Halbsträucher mit zahlreichen, warzenförmig vortretenden, stark riechenden,
lysigenen Oeldrüsen.
Laubblätter wechselständig, einfach, dreizählig oder einfach bis mehrfachfiederschnittig. Blütenstand dichasial, aus zu end=ständigen Rispen oder Scheindolden zusammen»gesetzten Doppelwickeln gebildet. Blüten zwit=terig, radiär, die endständigen 5=zählig, dieseitenständigen 4= oder 5=zählig. Kelchblätter 4oder 5, am Grund ± vereint. Kronblätter 4oder 5, schmal verkehrt=eiförmig, oft gezähneltoder gefranst, hell» bis dunkelgelb, in derKnospenlage dachig. Staubblätter 8 oder 10, ob=diplostemon, am Grund des stark polsterförmig ent=wickelten Diskus (Fig. 1710) eingefügt, mit pfriem»liehen, am Grund verbreiterten Filamenten undlänglidien Antheren. Fruchtblätter 4 oder 5, mitvielen Samenanlagen, zu einem tief gelappten Frucht*knoten mit mittelständigem, eine kleine Narbe tragen»dem Griffel vereinigt. Kapsel 4= oder 5»lappig, nichtSamen kantig, höckerig (Fig. 1714e), mit Nährgewebe. Embryo
1710. Blüte von Rutagraveolens L. mit intrasta-rainalem Diskus (d). c Ab-norme Zitronenfrucht mit freienFruchtblättern.
oder am Scheitel aufspringendleicht gekrümmt.
l ) Lateinischer Name von R. graveolens und R. montana, z. B. bei Cicero, Ovid und Columella,als gr. öviri [rhyt6] bei Nikandros, angeblich verwandt mit gr. (iveo&cti [rhyesthai] = hemmen, retten und iiitiv