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Journal of Heredity, 13, 1922 und Swingle, W. and Robinson, T. R. : Two importent new types of citroushybrids for the home garden.citrangequats and limequats, Journal Agr. Research. 23, 1923. Weitere Literatur vgl.Berg. Schmidt, Atlas, 2. Auflage. Ueber die Entstehung der zahllosen Kulturrassen herrscht grosse Unsicherheit,ebenso über die Verwandtschaftsverhältnisse und namentlich den Grad der systematischen Selbständigkeit vielerFormen. Eingehende Untersuchungen darüber haben Brandis (Forest Flora North.West of Central.India), I.D.H o o k er (Flora of British India) und namentlich DeCandolle (L'origine des plantes cultivöes) angestellt. B o n a v i astudierte die Kulturrassen von Ceylon und Indien. E n g 1 e r sdiloss sich ihm in vielen Auffassungen an. Eine neuereMonographie, die Kulturformen der Botanischen Gärten zu Palermo umfassend, stammt von Riccobono (Boll. ort.bot. Palermo III, 1899). Die etwas abweichenden Ansichten von Schweinfurth sind in der Synopsis der Mittel»europäischen Flora niedergelegt. Nach T a n a k a werden die Rassen teils durch Bastardierung erzeugt, teils entstehensie durch Mutation. Die Konstanz vieler Merkmale ist ausserordentlich gering. Gewisse Eigenschaften „mendeln".Künstlich von Swingle und Webber erzeugte Bastarde zwischen der Orange und der Pompelmus besitzendie Neigung, schon in der 1. Generation teils zur männlichen, teils zur weiblichen Stammform hinsichtlich der
Ausbildung der Laubblätter zurückzukehren. Kreu«zungen zwischen Orangen und Mandarinen ergabenin Bezug auf die Fruchtschale sehr formenreiche Ab«kömmlinge 1. Grades mit vorwiegender Annäherungan die weibliche Stammform. Auch die Samenbestän»digkeit ist noch nicht restlos geklärt. Nach Schwein,furth sind Apfelsinen und Pomeranzen samenecht.Auch nach Ga 11 esio sollen süsse Orangen immerwieder süssfrüchtige Nachkommen ergeben, nachMac Fayden hingegen oft bittere oder nach Ernstsaure. Gewisse Rassen scheinen apogam zu sein.Den beiden westaustralischen Citrus.Arten C. A u.s t r ä 1 i s (A. Cunn.) Planch. und C. AustraläsicaF. v. Müll., sowie der auf Neu.Guinea festgestelltenC. grandiflöra kommt keine wirtschaftliche Be.deutung zu. Wichtig sind dagegen die übrigenArten. C. trifoliäta L. (= Aegle separia DC.)Fig. 1701. Etwa 0,5 bis 1,5 m hoher, kahler, sparrigästiger, sommergrüner Strauch mit langen Blatt,dornen. Laubblätter auf geflügeltem Stiel, 3.zählig,mit sitzenden, verkehrt.eiförmigen, in den Grundverschmälerten, gekerbten, lederigen, durchscheinendpunktierten Teilblättchen. Blüten einzeln oder zu2 in den Blattachseln, gross. Kelchblätter eiförmig,wenig miteinander verbunden. Kronblätter länglich.spatelig, weiss. Staubblätter 8 bis 10, mit schmalen, nur amGrunde verbreiterten Staubfäden. Diskus ringförmig. Fruchtknoten kugelig, meist 6«, seltener weniger fächerig.Frucht wallnussgross, goldgelb; Samen länglich. — IV, V, bisweilen nochmals VIII. — Der aus Japan stammendeStrauch ist die einzige 3-blätterige und gleichzeitig die einzige frostharte Citrus.Art. Sie wird ihrer grossenwohlriechenden Blüten wegen im Mittelmeergebiet und im wärmeren Mitteleuropa als Hecken» und Zierpflanzeangepflanzt und überwintert z. B. noch bei Emmishofen am Bodensee, am Mainufer bei Frankfurt und in Mindenim Freien. Bei Meran wurde sie an der Haarwaalmündung 1903 verwildert angetroffen. Als frostharte Artdient sie häufig als Pfropfunterlage für Orangen. Eine besonders stark bewehrte Form, die in Gärtenund in Weinbergen bei Neustadt (Pfalz) kultiviert wird, bezeichnet Fr. Zimmermann als f. macro.spina. Die Fruchtschale wirkt abführend. Aus ihr wird das allerdings nicht vollwertige ChinesischeNerollöl gewonnen, dessen Bestandteile Limonen, Linalool, Camphen (?), Linalylacetat, Anthranilsäuremethyl.ester und ein Kohlenwasserstoff der Paraffinreihe sind. — Neuerdings haben Webber, später auch Swingsund Robinson Hybriden mit C. Aurantium subsp. Sinensis hergestellt, von denen sich die als .Thomas»ville Citrangequat" beschriebene Form durch kräftigen Wuchs auszeichnet, infolge der stark ausgeprägtenWinterruhe durch Spätherbst» und Frühlingsfröste nicht leidet und bei der Vollreife gut essbare oder zurBereitung von Marmelade sich eignende Früchte besitzt. Auch ist dieser Bastard gegen Krebs sehr wider»standsfähig. Infolge der häufig auftretenden Polyembryonie wurden aus einer Kreuzung der Mandarine (alsMutter) und C. trifoliata (als Vater) aus 1 Samen 3 Keimlinge erzogen, von denen 1 die 3.blätterige Blatt,form der männlichen, die beiden anderen die einfache Blattform der weiblichen Stammpflanze besassen. — C.
Fig. 1701. Citrus trifoliata L. a Zweig mit ausgewachsenenLaubblättern, b Blühender Zweig, c Gynäceum. d Längsschnittdurch das Gynäceum. e Querschnitt durch das Gynäceum. / Samen.g Keimling (nach A. Engler).