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hundert gelangten die Agrumen auch nach Mittelamerika. Eine erfolgreiche Kultur setzte aber erst 1815 in denSüdstaaten der Union und um 184<2 in Kalifornien ein. Die Limettazitrone kam erst 1852 nach Montserrat (\\ est.indien). In Florida sind ge(?enwä rtig C. Limonum und C. Aurantium stellenweise ganz eingebürgert undfinden sic h in Menge in Wäldern von Quercus virens (= Q. Virginiana) und Persea borbonea (Harshberger).~ Zur Kultur eignen sich am besten die subtropischen Gebiete. In den Tropen hingegen werden die Fruchtehäuf 'g hinsichtlich ihres Aromas und Geschmackes minderwertig, wie z. B. in Kamerun und manchen Teilen vonOstafrika. Andererseits sind besonders die Limetten sehr frostempfindlich, weniger die Zitronen und 1 omeranzen,am widerstandsfähigsten die Apfelsinen. Die günstigsten Anbaugebiete sind Inseln (Malta [Blutorangen], Kor fu,Sardinien 1 ), Sizilien Mallorca, die Azoren 1 und Westindien) oder Küstengebiete (Südfrankreich, Italien, Honda,Kalifornien), die bedeutendsten, Sizilien, das südliche Italien, Südfrankreich (D<5p. Alpes maritimes), gewisseTei ' e von Spanien (Sevilla, Valencia, Malaga), Portugal (Lissabon); Azoren; Mexiko, Westindien, Kalifornien,Florida, Zentral» und Südamerika, Tahiti,
^ eu, Süd»Wales, Queensland, China, Japan,
Indien (z. B. Bombay). Oft überwiegt dieProduktion den Absatz. Auf Malta undauf den Azoren werden die Agrumengärtenmit hohen Steinwällen, an der Riviera mitMauern, in Kalifornien und Florida mit Pap»
Pel. und Zederreihen eingefriedet, um Wind«schütz zu schaffen. Am Gardasee, Bozen usw.
Hussen die Pflanzungen den Winter übereingedeckt werden. Die Kulturen sind bis.weilen von tierischen und pflanzlichen Schäd»
'ingen bedroht. Am gefährlichsten sindnach Fischer (bei Tschirch) die weissenSchildläuse (I c 6 r y a P u r c h ä s i i), dieganze Pflanzungen in Frage stellen können( v gl. Mariatt, Maladies des Orangers,
^ataUns^s ^ifer^lVia^it'ri'und'phomöpls sp. hervor, Sdiorfbiidungen Milben und OvulÄria Citri,
Anthraknose.artige Krankheit Collototrichum gloeospongioides einenPhythiacystis citrophthöra in Verbindung mit einer Fusarium. Art« (in Kalifornien). Zwei:
Limacina Citri (Br et Pass ) Sacc. und Meliola Cam6lliae (Catt.) Sacc. überziehen die Laubblatter.Die Schimmelpilze, welche sich auf gequets<hten und faulenden Früchten gern ingrosser'
gehören zu Penicillium 11 äl i cum Wehmer, P.olivdceum Wehmer und P. d ig ^ " Sohhe Laub!Zur Bekämpfung der Parasiten werden die Laubblätter bisweilen mit Bordeauxbrühe bespritzt. Sold«Uu^blätter dürfen aber nicht in der Medizin verwendet werden. Gummib.ldungenschatten wie Gummi arabicum und Kirschgummi aufzuweisen haben und ******
durch Hydrolyse der Zellwände unter Einwirkung eines Erwärmung empfindUAe^z^s zur En^eh^g
gelangen, werden nach F a wc e 11, P. S. (Gummosis on Citrus. Jour. Agnc. Research, 1923) durch versduedenePilze hervorgerufen Phytiacystiscitröphthora siedelt sich dabei an der äussersten Grenze abgestorbenerRindenflecken an, bewirkt aber die Gummibildung darüber hinaus auch in lebenden Teilen. A ^ »ckämp ungs.mittel haben sich Bordeauxbrühe und andere Fungiciden als wirksam erwiesen. Weitere
Phytiacystis terröstris, Botrytis cinerea und S cl ero t i n i a L ib e r t i än a. Durch P- tiellcTr °^heit wird die Ausbreitung der Gummosis begünstigt. Auch tierische Parasiten und gewisse chemisAe Stoffekönnen in beschränktem Masse zur Bildung von Gummi Anlass geben, hingegen nicht mechanische \ erletzung .
Citrus isteinesehrformenreicheGattung, in der meist7 (mit C. grandi flora 8) Arten unterschieden werden,
Während Risso und Poiteau (Histoire naturelle des Orangers, 1813) im Ganzen 169 Arten und U^arten beBastarde nennen, Hart (The Shaddock or Grape fruit, 1897) und andere dagegen nur 4. Die wichtigsten neuereUntersuchungen stammen von Bona via (The cultivated oranges and lemons of India and Ceylon^wi j
arches into their origin and the derivation of their names, 1890 und Citrons, limes et imons e n »d'Agruculture tropique, 1902. Eine inhaltsreiche Zusammenstellung findet sich in sc irc ,
Pharmakognosie. Bd. II, Erste Abt., pag. 841 bis 879. Ferner sei verwiesen auf Penzigi u 1 oagrumi, Roma, 1887; Humes Citrus fruit and their culture, New.York, 1907; Tana a. irus
Fig. 1700. Citrus L. a In der Entwicklung zurückgebliebene Zotten an derQuerwand, eines Faches, b Querschnitt durch eine ältere Zotte, c Längsschnittdurch eine in der Entwicklung begriffene jüngere Zotte, d Anatrope Samen-anlage; zu beiden Seiten der Anheftungsstelle mit längeren haarartigen Gebilden(nach Bier mann).
) Der Orangenwald von Milis auf Sardinien umfasst etwa 500000 Stämme.
) Citrus»Arten mit sauren Früchten sind gegen Phythiacystis citrophthora immun.