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einandergesetzt. Die meisten Blüten deuten auf Insektenbestäubung, stehen aber z. T. noch auf sehr niedererStufe, wie manche kleinblütige Aurantieae und die Pilocarpinae (eine Subtribus der Cusparieae)mit ihren kleinen, grünlichen, grünlichweissen oder schmutzig purpurnen Blüten. Andererseits bestehen eineganze Reihe verschiedenartiger Einrichtungen, um der Selbstbestäubung vorzubeugen (siehe Ruta). Der Mangelauffälliger Farben wird bei ihnen durch die Häufung der einzelnen Blüten zu Trauben, Dolden, Köpfen, Trug»dolden, Schemähren, Büscheln und Wickeln gehoben, wozu als weiteres Anlockungsmittel der für die ganzeFamilie charakteristische, an ätherisches Oel gebundene Geruch tritt. Bei anderen Formen sind die Blüten grossund auffällig und durch eine angenehme Duftentwicklung ausgezeichnet. Hinsichtlich der Fruchtbildung lassen
~ sich 3 Gruppen unterscheiden s Beeren.,
i y feö&U pß (fh /7\ Stein« und Kapselfrüchte, die phylogene»
tisch als gleichwertig gelten können, daIlv WVk ;1 £) (\ I sie sowohl bei Gattungen mit niedrig
• i '■ 'f| 'AAjjv organisierten Blüten als auch bei solchen
\ mit vorgeschrittenem Blütenbau auftreten.
ij/ \ j-w» "TW Die Familie zerfällt entsprechend diesen
d SaSSfä^ SSj\ dtP & Verschiedenheiten in 6 Unterfamilien,
(«% t I e\[ä von denen 3 die überwiegende Mehrheit
| m aller Arten enthalten> die Rutoideae
/II «jWK/ W^äl / --- - f Iii mit bei der Reife getrennten Frucht.
blättern und vorzugweise aufspringendenFrüchten, die Toddalioideae mitsynkarpem Gynäceum und Steinfrüchtenund die Aurantioideae mit eben»falls synkarpem Gynäceum, aber mitBeerenfrüchten. Die anderen Unter»familien sind artenarm und schliessensich phylogenetisch teils einer der erst»genannten Unterfamilien an, zeigen dabeiaber mancherlei Annäherungen anandere mit den Rutaceen verwandteFamilien. Die Dictyolomoideaehaben ein mit dem der Rutoideae über«einstimmend gebautes Gynäceum, aberihre in den Laublättern entstehendenOeldrüsen sind nicht lysigenen Ur»sprungs. Zudem sind ihre Spreitendoppelt gefiedert, ihre Staubblätter wiebei vielen Simarubaceen und Zygophyl«laceen am Grunde mit Schüppchen ver»sehen. DieFlindersioideaebesitzengleichfalls aufspringende Kapseln, aberdie Innenschale löst sich nicht wie beiden Rutoideae elastisch ab, sondern bleibt mit der Aussenschale in Verbindung. Durch die Vielzahl derSamen in den Fächern stellen sie ein Bindeglied zu den Meliaceen dar, unterscheiden sich aber von diesendurch die lysigenen Oeldrüsen. Die Spathelioideae weisen gewisse Züge von Fagära• Arten auf, nähernsich aber andererseits auch gewissen Bürsera» und Bosw6llia«Formen. Die Oeldrüsen finden sich nuran den Laubblatträndern, das Gynäceum entspricht dem der Toddalioideae, wird aber zur Fruchtreife zu einergeflügelten Steinfrucht mit 3«fächerigem Steinkern. Da bisweilen am Grunde der Staubblätter Schüppchenauftreten, so ist die Unterfamilie auch schon zu den Simarubaceen gestellt worden. Die Verteilung der Unter»familien, bezw. die Verbreitung ihrer Tribus und Subtribus bietet mancherlei Eigenheiten. So sind die späterzu charakterisierenden Rutoideae«Rüteae»Rutfnae auf die altweltliche Nordhemisphäre beschränkt mitAusnahme der sehr alten Gattung Thamösma Torr., von der eine Art auf Sokotra endemisch ist, einezweite im Hereroland lebt, während 2 andere von Südkalifornien bis Texas reichen. Die Rutoideae.Bo»ronieae treten nur in Australien und Neukaledonien auf. Andere Tribus dieser Unterfamilie sind auf dasindo.malayische Gebiet, Zentralamerika, Chile, Südafrika usw. beschränkt. Die Unterfamilie der Dictyolomoideaelebt im tropischen Südamerika, die Flindersioideae im indo»malayischen Gebiete, die Spatheloideae in West»indien. Die im wesentlichen süd» und ostasiatischen Aurantioideae strahlen mit einigen Vertretern nach
Fig. 1690. Xanthoxylum Americanum Miller, a Blühender männlicher Zweig.b Fruchtender weiblicher Zweig, c und d Männliche Blüten, e Männliche Blütenach Entfernung der Kronblätter. / Weibliche Blüte, h Weibliche Blüte, in der anStelle der 5 mit den Kronblättern abwechselnden Staminodien 5 sterile Carpelleentwickelt sind, g Gynäceum mit Längsdurchschnitt durch ein Carpell. i Samenim Längsschnitt. — X. Bungei Planch. k Weibliche Blüte. I Geöffnete Teilfruchtmit an der losgelösten Plazenta hängendem Samen (c, «bis h und l nach Engler,d, i und k nach C. K. Schneider).