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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Endblütc abschliesst. Aus der Achsel des der ersten Blüte scheinbar gegenüberstehenden Laubblattes entspringtein kräftiger Tertiärtrieb, der die Terminalblüte zur Seite drängt und das Wachstum der Achse fortsetzt. DieserSpross trägt nur 2 Laubblätter und endet ebenfalls in eine Blüte: Die beiden fast gegenständigen Laubblättersind wechselständig. In der Achsel des ersten (grösseren) bildet sich wieder der die Terminalblüte verdrängendeSpross, während die Axillarknospe der zweiten (kleineren) Laubblätter meist nicht zum Austreiben gelangt.

An die Zygophyllaceen schliesst sich die kleine Familie der Cneoräceae an. Sie unterscheidetsich von ersteren durch das Vorkommen von Oelzellen in Rinde und Laubblättern, durch das Fehlen von Neben*blättern und Anhängseln an den Staubblättern und durch die Anordnung der Staubblätter in nur einem Kreise. Zuihr gehört als einzige Gattung Cneörum L. mit 12 Arten, die in den Küstengebieten des Mittelmeeres undauf den Kanarischen Inseln heimisch sind. Die häufigste davon ist C. tricöccum L., ein kahler Strauch mitgrünen Zweigen, glänzend grünen, lanzettlichen Laubblättern, einzeln oder zu 2 oder 5 in den Blattachselnstehenden, gelblichen, 3»zähligen Blüten und steinfruchtartigen, in 3 Teilfrüchte zerfallenden Früchten. Von Süd«Spanien bis zum Monte Argentario in Italien verbreitet, wird diese Art unter der BezeichnungZwergölbaum"ihres schönen Aussehens wegen nicht selten im Mittelmeergebiet angepflanzt.

Fig. 1688. a Lysigener Sekretbehälter von Dictam-nus alba L.

66. Farn. Rutäceae. Rautengewächse.

Meist Bäume, Sträucher oder Halbsträucher, selten Stauden oder 1 »jährige Kräuter, mitlysigenen oder wenigstens mehrzelligen Oeldrüsen (Fig. 1688). Laubblätter Wechsel» oder gegen=ständig, einfach oder zusammengesetzt, infolge von Sekretlücken durchscheinend punktiert,meist kahl, zuweilen geflügelt (Fig. 1698). Nebenblätter fehlend oder zurückgebildet. Blüten

einzeln in den Blattachseln oder endständig oder inverschiedenartig zusammengesetzten Blütenständen,meist in Keldi und Krone geschieden, zwitterig, selteneingeschlechtig, strahlig, seltener zygomorph, 3= bis5=zählig (Fig. 1711 a bis c). Kelch frei oder ver=wachsen. Kronblätter den Kelchblättern an Zahl gleich,frei oder verwachsen, in der Knospenlage dachig,seltener klappig. Staubblätter meist doppelt so viele alsKronblätter oder mehr, seltener ebenso viele, mit den=selben der Blütenachse eingefügt, die vor den Kron=blättern stehenden äusseren ab und zu staminodial zu=rückgebildet; Staubfäden miteinander + hodi hinaufverbunden ; Staubbeutel meist einwärts aufspringend. Blütenachse gewöhnlich zwischen oder überden Staubblättern zu einem ring», polster» oder becherförmigen, gekerbten oder gesägtenDiskus erweitert (Fig. 1710), nicht selten auch zu einem verlängerten Gynophor verlängert.Fruchtblätter (1 bis) 4 bis 5 (6), verwachsen oder getrennt und nur oben vereinigt, in jedem Fachmit 1 oder 1 bis vielen, 2=reihig angeordneten, ana= und epitropen Samenanlagen. Griffel amGrunde oder an der Bauchseite der Fruchtblätter entspringend, selten endständig, am Grundemeist frei, im oberen Teile verbunden; Narben frei oder verbunden. Frucht eine Kapsel,Steinfrucht, Beere oder eine meist in Teilfrüchte zerfallende Spaltfrucht. Samen mit oder ohneNährgewebe; Keimling gross, gerade oder gekrümmt.

Zu der umfangreichen und vielgestaltigen Familie zählen über 100 Gattungen mit rund 900 Arten,die zum grössten Teile die tropischen und subtropischen Gebiete der ganzen Erde bewohnen, während sie in dernördlichen gemässigten Zone einzig durch die Rutinae vertreten sind. Massgebend für die Umgrenzung derRutaceen sind weniger die Blütenmerkmale, die keine scharfe Trennung gegen die verwandten Familien derGeraniaceen, Zygophyllaceen, Simarubaceen, Burseraceen und Meliaceen gestatten, als vielmehr der Besitzder in Stengel, Zweigen, Laubblättern und selbst Blütenteilen vorkommenden lysigenen (bei Citrus auchschizolysigen) Oeldrüsen, die nur bei den Dictyolömeae durch mehrzellige Oeldrüsen mit nicht resor»bierten Wänden ersetzt sind. Nach den Untersuchungen von Rauter, Martinet, Szyzylowicz u. a.entstehen die Oeldrüsen in Zellen des Hautgewebes und zwar namentlich durch Teilungen einer durch dünneWände und dichten, feinkörnigen Inhalt ausgezeichneten Zellgruppe, die sich später durch ihren reichen Oelgehalt