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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Familie deuten auf die Rutaceen, mit denen sie weitgehend übereinstimmt, sich aber durch das Fehlen derOeldrüsen und das Vorhandensein von Nebenblättern unterscheidet. Dennoch ist es bisher nicht gelungen,auf sero.diagnostischem Wege den Nachweis einer Verwandtschaft zu führen. Hingegen hat Hoeffgen Be«Ziehungen, wenn auch schwache, zu den Linaceen nachweisen können.

CCCCXLVI. Tribulus 1 ) L. Bürzel dorn. Franz.: Tribule; ital.: Tribolo.

Einjährige Kräuter mit meist niederliegenden Stengeln. Laubblätter gefiedert. Blütenauf blatt winkelständigen Stielen einzeln oder in Wickeln. Kelch* und Kronblätter 5, hinfällig.Staubblätter 10 (Fig. 1687 c), pfriemlich, mit herzförmigen Staubbeuteln. Fruchtknoten 5=fächerig,mit 3 bis 5 fast hängenden, umgewendeten, ana= und epitropen, extrorsen Samenanlagen,zwischen denselben sich später Querscheidewände bildend; Griffel sehr kurz walzlich, mit grosser,pyramidenförmig 5=kantiger, strahliger Narbe. Frucht vollkommen in 5 dreiseitige, geschlossene,nussartige, aussen warzige und dornige bis flügelige oder mit gezähnten Auswüchsen besetzte,

innen in 2 bis 5 ein»sämige Kammern geteilteTeilfrüchtchen zerfallend.Samen mit nach innengerichteten Würzelchen,ohne Nährgewebe.

Die altweltliche Gattungumfasst etwa 16, z. T. schwergegeneinander abzugrenzendeArten, von denen der grössereTeil(12 Arten) dem mediterran»westasiatischen Steppengebietangehört, während wenigeArten in Südafrika und Vorder-indien auftreten. Nur eine,T. cistoxdes L., ist an denKüsten der Tropenländer weitverbreitet und erscheint auch in der Neuen Welt, besonders häufig in Westindien. Auf europäischem Bodenfindet sich nur T. terrestris. T. lanuginösus L., in Vorderindien, Beludsihistan und auf Ceylon heimisch,welche Pflanze sich von T. terrestris durch dicht wollige Laubblätter und 2«dornige Früchte unterscheidet und viel,leicht nur den Wert einer Rasse besitzt, wird in seiner Heimat (bei uns nur versuchsweise) medizinisch als ab.führendes, wassertreibendes, Fieber niederschlagendes usw. Mittel benutzt. In den Samen findet sich Fett, Harzund ein noch wenig erforschtes Alkaloid. Aehnliche Früchte besitzt der ägyptisch.arabisch »vorderindische T.alätus Del., dessen Früchte jederseits mit 1 bis 2 flachen Dornen besetzt sind.

1806. Tribulus terrestris 2 ) L. Erd = Burzeldorn, Erdsternchen, Bettlernuss, Dreispitz, Un=garische Königsmelone. Franz.: Croix de Malte, escarbot, mäcre, corniche, saligot; ital.:Tribolo, caciarello, ceciarello, basapie. Fig. 1685 und 1687.

Einjährige Pflanze mit dünner, spindelförmiger Wurzel. Stengel 10 bis 60 cm lang,niederliegend, ästig, mit feinen, i anliegenden und derberen, etwas abstehenden Haaren be=dedct. Laubblätter gleichmässig über den Stengel zerstreut, kurz gestielt, 5» bis 8=paarig ge=fiedert; Blättchen gegenständig, sehr kurz gestielt, eiförmig oder länglich, stumpf, am Grunde

') Abgeleitet vom griech. rqtßoXos [tribolos] = Fussangel (zusammengesetzt aus tqis [tris] = dreimalund iSoXog [bölos] = Wurf), in Anlehnung an die dreieckige, der Frucht des Burzeldorns ähnlichen Fussangel, dieim Krieg gegen die Reiterei ausgeworfen wurde.

2 ) Die Bezeichnung Tribulus findet sich schon bei Theophrast, Dioskurides, Plinius, Ovid,Galen und anderen älteren Autoren. Die nähere Bezeichnung terrestris steht im Gegensatz zu aquaticus,unter Tribulus aquaticus verstanden die Alten Trapa natans.

Fig. 1687. Tribulus terrestris L. a Habitus der Pflanze, b Blüte, c Blütendiagramm (nachEichler). d Frucht, e und / Teilfrüchte.