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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fällt auf Liditmess SonnenscheinWird der Flachs sehr lang und fein.

Regnets am Jakobitag,

Kommt der schlechte Flachs noch nach.

Als gute Leinsaattage gelten in Schlesien der 25. März bis 15. Mai (Sophie), 22. Mai (Helene), 15. Juni(Vitus), 19. Juni und 8. Juli, in Sachsen der 10. April (Czechiel), in Oberschwaben der 10. bis 12. April, auf demHundsrücken der letzte Freitag im März, in Westpreussen der 24. Mai (Esther), in Ostpreusser der 8. Juni(Medardus). Vielerorts wird im Neumond gesät.

Lein gesät an Esther Wer auf Medardus baut

Wächst am allerbesten. Kriegt viel Flachs und Kraut.

Flachs und Reben

Lein gesät auf Petronell (31. Mai)Wachset lang, zerfallet schnell.

Geben nichts vergeben.

Als Säe«Thermometer dienten in den besten Flachsgegenden Schlesiens die ausgeschlagenen Eichen.In der Oberpfalz müssen die Weiber in der Fastnacht beim Tanzen gehoben werden, wenn die Flachsernteglücklich ausfallen soll. Um den Flachs vor dem Erdfloh zu bewahren, muss an der Weser ein unbescholtenesMädchen kurz vor Sonnenaufgang unbekleidet dreimal um das Flachsfeld gehen und dabei sprechen s .Erdfloh,packe dich, Eine reine Jungfrau jaget dich!" (Näheres hierüber auch in der WochenschriftDer deutsche Leinen»Industrielle", 1915 undLandwirtschaft. Zeitschrift für die Rheinprovinz" 1920, pag. 431).

Aus der äusserst reichhaltigen Literatur über diese uralte und wichtige Kulturpflanze mögen nebenden Bearbeitungen in den Handbüchern von Wiesner, Julius (Die Rohstoffe des Pflanzenreiches. Bd. III,1921), Fruwirth, C. (Handbuch der landwirtschaftlichen Pflanzenzüchtung. Bd. III, Berlin 1922), von Tschirch,Zörnig, Reinhardt, De Candolle, Harz, Moeller, Tobler, Alefeld, Langethal, Zipserusw. und den Arbeiten von Hanausek, Schilling, Ritter, Stoermer, Pohl, Gürtler, Reinitzer,Sonntag, Schilling, H. Schneider, Höhnel, Bolley, Koernicke, Neuweiler, Helm,Demoor, Dodge, Dunstan, Eisbein, Heer, Messikommer, Breunlin, Fleischmann, Henge,Hanisch, Herzberg, Hoffmeister, Hornstein, Keurenaer, Krauss, Lengerke, Lenz,Luthmer, L ohr e n, M ans ho 11, N o b is, O p i t z, P ayen, Paliser, Quarizius, Rechenberger,Rufin, Ryan, Spiegel, Schubarth, Schürhoff, Sison, Stein, Stolzenberg, Tognini, Veret,Viebahn, Vogel, Wilde, Hildebrand, Bein, Leiter usw. besonders genannt sein: Brosch, Anton.Der Flachs mit einer Einführung in die Geschichte usw. mit Bauernregeln, Sprichwörtern, Sagen usw. Berlin 1922(mit vollständigem Verzeichnis der Flachs«Literatur). Kuhnert, R. Der Flachs, seine Kultur und Verarbeitung.Berlin (Parey) 1915. Herzog, A. Die Flachsfaser in mikroskopischer und chemischer Beziehung. Trautenau1896 und: Was muss der Flachskäufer vom Flachsstengel wissen? Sorau 1918. Winckler, Alfred.Die Grundzüge der belgischen Flachskultur. Berlin 1868. Overmann, Leo. Geschichtliche und wirtschafts«geographische Studien über den Flachsbau insbesondere Deutschlands. Düsseldorf (Richter) 1910. Kodo«lanyi, A. Kultur und Zubereitung des Flachses. Wien 1891. Giersberg, Fr. Der Flachsbau. Leipzig1877. Tammes, Tine. Der Flachsstengel. Eine statistisch*anatomische Monographie. Haarlem 1907 (mit aus«führlichem Literaturverzeichnis). Mareau, Th. Kultur und Zubereitung des Flachses und Hanfes. Weimar1866. Hassak, Karl. Der Flachs und seine Bearbeitung. Wien 1906. Pfuhl, S. Fortschritte in derFlachsgewinnung. Riga 1886 und 1895. Langer, L. Flachsbau und Flachsbereitung. Wien 1893. Schindler,P. Flachsbau und Flachsbauverhältnisse in Russland. Wien (Hölder) 1894. Frost, J. Flachsbau und Flachs«Industrie in Holland, Belgien und Frankreich. Berlin 1909. Etrich, Ignaz. Die Flachsbereitung in ihrerBeziehung zur Flachsbaufrage. Trautenau, 1898. Havenstein, G. Beiträge zur Kenntnis der Leinpflanzeund ihrer Kultur. Göttingen 1874. Hecker, A. Ein Beitrag zur rationellen Kultur des Leins. Heidelberg1897. Gerig, Walter. Untersuchungen zur Terminologie der Hanf« und Flachsbereitung. Heidelberg (C. Winter)1913. Schoneweg, Ed. Flachsbau und Garnspinnerei in Sitte, Sprache und Anschauung der Ravens«berger. Dissertation. Münster 1911. Wever, Lotte. Die Anfänge des deutschen Leinengewerbes. Disser«tation. Freiburg i. Br. 1918. Stein v., E. Ein hundertjähriges Jubiläum in der Flachsbereitung (Sorau, 1920). Hager, Karl. Flachs und Hanf und ihre Verarbeitung im Bündner Oberland. Jahrbuch des SchweizerAlpenclub. 53. Jahrgang, 1918.

Eine grosse Anzahl von Aufsätzen und Abhandlungen finden sich in den Mitteilungen des Forschungs»Institutes Sorau, in den Mitteilungen der Landesstelle für Spinnpflanzen (München, J. F. Lehmann), in derWochenschrift derDeutsche Leinenindustrielle" (Berlin, K. Kubens), in der ZeitschriftTextile Forschung" desDeutschen Forschungs.Institutes für Textilindustrie in Dresden, in der ZeitschriftFaserforschung". Leipzig 1921 ff.,mit den neuen Untersuchungen von Tobler, Schilling, Herzog, Gentner, Correns, Carbone,Kappert usw., in landwirtschaftlichen Zeitschriften, Jahresberichten usw.

Den Linaceen steht die kleine Familie der Humiriäceae sehr nahe. Die etwa 18 strauchigen oderbaumartigen Arten, die sich auf 3 Gattungen (Humiria, Saccoglöttis, Vantänea) verteilen, bewohnen bis auf