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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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dann auf die Gegenden in Lippe und Geste sowie im Oldenburgischen; in Süddeutschland hatten eine jgewisseBedeutung Oberfranken (Münchberg, Hof), Niederbayern, die Oberpfalz sowie die Rheinp a z, an "bergische Alb und die Badisdicn Schwarzwaldtäler, endlidi das Rheintal mit den egen en um_ ^

Ettlingen. Das Königreich Sachsen pflanzte Flachs besonders in den bergigen Gegenden er Erzgebirge, wahrend sich in der Provinz Sachsen der Flachsbau auf Halberstadt -d das Eisfeld,^,nKurhessen auf die Gegenden von Schaumburg, Rothenburg und Melsungen beschränkte. jm Efm>

er in Pommern und im Rheinlande, etwas grösser dagegen in Ostpreussen um ^engur , '

land nur in den polnischen Landstrichen. Den Wechsel in der Flachserzeugung in Deutschland veranschaulichenam besten die folgenden Zahlen.

Im Jahre 1872 betrug die Anbaufläche 215000 ha Im Jahre 1913 betrug die Anbaufläche 12W ha

' 1878 - . 134000 ' " ' \l\ Ö 7 " " 35000 I

' 1883 . 108000 » * ' ZI ' " 55000 .

» 1893 . . 61000 » ' " . 80000 .

. , 1900 , , , 34000 , > » 1921

Während einer Zeit von rund 40 Jahren hat sich also der deutsche Flachsbau auf etwadenmindert und zwar ist er fast ausschliesslich auf die ländlichen Bezirke zurü ge rang wor bekannte Wort

beschränkte sich der Anbau zur Dedcung des eigenen Bedarfes und für das Gesin e.

.Selbst gesponnen, selbst gemachtRein dabei, ist Bauerntracht"findet, wenigstens in seiner ersten Zeile, nur noch auf wenige Gegenden Anwendung. Die 1 oesie der^ SpmnStuben ist längst verschwunden. Erst die Kriegsjahre, als die Einfuhr von Baumwolle und anderen TexUlfa^^plötzlich aufhörte, brachte diese alte Kulturpflanze wiederum zu Ehren -, mit ""terato zu « Zahlrei d\e Publi.schaflen und Privaten erfahrt der Flachsbau (ob für lang?) von neuem eine lebhafte Förderung. , )ezember

kationen und mehrere Institute (in Deutschland besonders die Forschungsstelle in orau un as ' Zwecke1922 eingeweihte Kaiser Wilhelm.Institut für Faserstoffchemie in Berlin.Dahlem) verfolgen die gleiten Zwecke.

Mit dem Flachs bezw. Lein stehen wohl eine grosse Anzahl von Orts., Flur, undBeziehung, so Flachslanden bei Ansbach (Bayern) und im Elsass, Flachsmeer im Emslande Lahausen, Leinbugusw. Im Barchetsee (Kanton Thurgau) wurden ehedem Flachsbündel geröstet. Dagegen ha ^

meinde Oberflachs (Kt. Aargau), die im Wappen in weissem Schilde 3 gekreuzte, zusammenge un ' Flächebündel mit blauen Blüten führt, mit unserer Pflanze nichts zu tun, dieser leitet sich

Ebene ab. Auf die Leinfelder, linarias, lassen sich die westschweizerischen Orts, und Flurnamen L.gnieres(mehrfach) und Lignorolles zurückführen.

Dagegen konnte der Flachsbau in Belgien (besonders in Westflandern mit dem Zentrumneunteweniger in Ostflandern und in Namur), woselbst er schon im 1. Jahrhundert nach Chr. ^

sich stets auf der gleichen Höhe erhalten; findet doch daselbst noch heute ein Fun e we lche aus

Flachsbau Arbeit und Unterhalt (besonders für die berühmten Brüsseler Spitzen). ie ' d

Pflanzenfaser Papier herstellten, waren die Chinesen, von dort kam diese Verwendung M * Z ^ t " laS1 ^Arabien, um 850 durch die Mauren nach Spanien. Zwei Jahrhunderte später entstanden in Italien, undAnfang des 14. Jahrhundert in Deutschland (Nürnberg) die ersten Papiermühlen.

Die Leinsamen werden als Genussmittel neben Mohn, und Sesamsamen werden sie aufBrotge.streut - zuerst von dem lydischen Dichter AIkmann (650 v. Chr.) genannt. In Abessin.en dienen die Sameneines niedrigen Bergleines seit undenklichen Zeiten mit Salz und Pfeffer zerrieben als Fastenspeise.*den alten Juden spielten Leinsamen und Leinsamensuppe eine Rolle unter den sogenannten diätetischMitteln. Die Hippokratiker benützten die Samen innerlich wie äusserlich als Arznei gegen atarr ie,schmerzen, Durchfall, weissen Fluss sowie als Kataplasmen. Theophrast erwähnt als erster den SchleimHustenmittel. Im Mittelalter scheinen die Leinsamen wenig beachtet worden zu sein, do in en t.i nder Alphita und im Breviarium Karls, bei der heiligen Hildegard, welche die Samen zu Kataplasmen empte ,bei Megenberg und im Gothaer Arzneibuch erwähnt. Als Liebes, und Eheorakel dient er .einheute in Oesterreich und im Vogtland und spielt auch bei Hochzeitsbräuchen der Südslaven eine Ko .Zeiten der Hungersnot wurden die Samen zur Ernährung benützt. Wegen ihrer leicht \ ers eimen en pdienen sie noch heute in der Volksmedizin zur Entfernung von Fremdkörpern aus dem Auge. uSurrogat fanden sie gelegentlich Verwendung. ,, rt i n

Gross ist die Zahl von Bauernregeln, Sprichwörtern, Sagen usw., die si i au ie i >

Anbau, die Ernte, die Verwertung usw. beziehen. Von den bei B r o s c h aufgeführten interessanten Mitte t,

mögen einige genannt sein t