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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Niederaltaidi, Plattling, Vilshofen, Passau), im Jura am Staffelberg, bei Arteishofen, zwischen Woffendorf und Prügelsowie Görauer Anger bei Weismain, im Keupergebiet bei Melkendorf bei Kulmbach (vorübergehend), Grettstadt« t und Röthlein bei Schweinfurt, Kitzingen. Fehlt in Württemberg und in der Pfalz.

4 i// , Ausserdem hie und da aus Gärten verwildert, so in Schlesien (mehrfach um Grün«

n berg), in Thüringen bei Aisleben, bei Erfurt (an der Sangerhäuser Bahn vollständig ein.

Hi 1 V h gebürgert), in Brandenburg bei Buckow und Rüdersdorf. In Oesterreich in Nieder«Österreich (längs der Donau), in Oberösterreich (z. B. um Linz), in Böhmen (imElbetale bei Wschetat) und in Krain. In der Schweiz von O. N a ege 1 i 1893 bei Ober«Neunforn im Kanton Thurgau festgestellt, jetzt aber durch Kulturanlagen zerstört (obüberhaupt ursprünglich?) und von Christ, angeblich im Wallis (Felsenheide bei Raron).

Die Abtrennung einer besonderen Varietät Bavaricum ist nach Voll,mann (Berichte der Bayer. Botan. Gesellschaft. Bd. XIV [1917], pag. 49) ganz unge»rechtfertigt, ebenso einer var. Darmstadianum; denn L. perenne bleibt stets niedrig,wenn der Untergrund trocken, steinig oder nährstoffarm ist. Dagegen dürftendie Pflanzen vom Eckerfirst am Göll bei 1700 m in den Berchtesgadener Alpen, ebensoH m I W# von der Lavena»Alpe in Liechtenstein (vgl. pag. 16) eher zu dem Formenkreis des L.

v!l w 1« vutl alpinum gehören, während L. perenne von Raron im Wallis von H a n d e 1»M a z z e 11 i\ flw neuerdings als L. Austriacum gedeutet wird.

wUrall/ Allgemeine Verbreitung: Mittel* und Südrussland, Ru=

W/ mänien, Bulgarien, Serbien, nördl. Bosnien, Siebenbürgen, Karpaten (hier«ff ( die subsp. Carpäticum Uechtritz, = L. extraaxilläre Kit.), Siebenbürgen,r Galizien, Ungarn, Kroatien, Slavonien, Oesterreich, Süddeutschland;vllWr Schweiz (var. Sibiricum Schiede). Adventiv in Kalifornien.1 ilr Linum perenne ist im Gebiet einigermassen veränderlidi ; doch handelt

'|lif es sich nur um unbedeutende Standortsformen. Die Art ist eine ausgesprochen

pannonisch»pontische Pflanze, die in Süddeutschland zu den bezeichnenden Typen der" t PsSL,. Trockenwiesen gehört (vgl. Anemone patens. Bd. III, pag. 535). Ehedem wurde L. per«

enne als sog.Ewiger Lein" stellenweise kultiviert, so in Kärnten zu WulfensFig. 1674. Linum perenne L. . , , , , . . , . ...

Habitus. Zeiten im Himmelberger Grund und in der Gnesau. Der Anbau hat sich aber nicht

bewährt; die Art lieferte eine sehr grobe Faser. Dagegen wird sie schon seit langer

Zeit in Schlesien bereits im Zeitalter Ludwigs XIV.

(1643 bis 1715) als Zierstaude in Gärten gehalten und

scheint daraus leicht zu verwildern. Die aus Tirol, Vor«

arlberg (Rankweil), Norddeutschland, Schlesien und aus

der Schweiz (Neunforn, Raron) erwähnten Fundorte dürften

solche Gartenflüchtlinge darstellen. Als wirklich ursprüng«

lieh ist L. perenne in Mitteleuropa wohl nur in Nieder»

und Oberösterreich (hier aus Ungarn eingewandert), in

Krain sowie in den Niederungen (Donau., Main«, Mittel»

rheingebiet) von Süddeutschland anzusehen.

Als systematisch nahestehende Form (vgl. auchL. Anglicum, pag. 17) mag erwähnt sein; Linum Petryi 1 )

R. Beyer (= L. Leönii vieler Autoren). Pflanze zahlreicheblühende und nichtblühende Stengel treibend. UntersterBlütenstiel meist auffallend tief (bis 7,5 cm unter demnächstfolgenden) entspringend und frühzeitig fruchtend.

Blütenstiele an der Knospe aufrecht, an der Frucht faststets am Grunde gebogen, aufrecht bis wagrecht ab«stehend, mehr als doppelt so lang wie die Frucht. Kelch»blätter 5 bis 6 mm lang; die äusseren lanzettlich, zuge«spitzt, die inneren eiförmig, schmal hautrandig, etwasstumpflich, mit aufgesetztem Spitzchen, bis zur Mitte 3» V.. .

_ 1 ' Fig. 1675. Linum perenne L. Heidewiesen nördl. von München.

bis 5»nervig, nur wenig kürzer als die entwickelte Kapsel. phoi. Dr. P. Michaelis, München.

1 ) Benannt nach Hermann Petry, 1868jbis 1913, Amtsrichter in Diedenhofen (Lothringen), einemder besten Kenner der Flora von Elsass.Lothringen.