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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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1801a. Linum Gallicum L. (= L. trigynum L., = L. Abyssinum Höchst., = L. LibürnicumHai. nec Scop., = Cathartolinum Gallicum Rchb.). Franzosen=Lein, Kleinblütiger Lein.

Kroatisch: Majhnocvetni lan. Fig. 1671 a bis c.

Einjährige, 10 bis 40 cm hohe, kahle Pflanze. Wurzel dünn, spindelförmig, wenigästig, gelb. Stengel dünn, aufrecht oder aufsteigend, mattgrün, meist oberwärts ästig, seltenereinfach. Laubblätter wechselständig, sitzend, lineallanzettlich, zirka 1 cm lang und 1 mm breit,die unteren stumpf, die oberen zugespitzt, am Rande wenig rauh, im unteren Teile des Stengels

zur Blütezeit meist schon abgefallen. Blüten in lockerem,trugdoldig'rispigem, spärlich beblättertem Blütenstand, aufdünnen, die Kelchblätter an Länge überragenden Stielen.Kelchblätter schmallanzettlich bis eilanzettlich, fein grannigzugespitzt, etwa 3 (bis 5) mm lang, am Rande drüsig ge»wimpert. Kronblätter etwa 5 bis 6 mm lang, breitverkehrt»eiförmig, in einen breiten, kurzen Nagel zusammengezogen,etwa doppelt so lang als der Kelch, hellgelb, verwelkendweiss. Narbe kopfförmig. Frucht klein, nur etwa so langals der Kelch. Samen länglich, etwa 2 mm lang, flach, braun. VI, VII.

An kurzgrasigen Stellen in der Heide (Eichenhaine)und auf Gerolle. Einzig im südwestlichen Teile von Krainim Tale der Reka (bei Unter=Vreme) bei 840 m, im Küsten»land und in Görz=Gradiska. Die Angabe von Wulfen amNanos und die von Fleisch mann bei Brod an der Kulpawerden von Paulin (Beiträge zur Kenntnis der Vegetations«Verhältnisse Krains, 2. Heft) nicht bestätigt. Von Wulfenirrtümmlich auch für die Tröpolacher Alm in Kärnten an»gegeben. Adventiv im Hafen von Mannheim (1907).

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet,westlich bis Madeira und bis zu den Kanarischen Inseln,nördlich bis Frankreich (südlich der Loire), bis zu den See»alpen, Görz, Gradiska, Südkrain, Nordungarn und zur Krim,östlich bis zum Kaukasus und Persien, südlich bis Kleinasien,Syrien, Nordafrika und Abessinien.

Aendert ab: f. aüreum (Waldst. et Kit.). Kronblätter ausgerandet. Wohl nicht im Gebiet.f. ramosissimum Fr. Zimmermann. Pflanze sehr ästig. Adventiv bei Mannheim.

Linum Gallicum gehört dem mediterranen Element an. Die Pflanze tritt fast nur in wiesenartigenPflanzengesellschaften auf; in Weiden, im Festucetum ovinae, in Beständen mit Weingaertneria canescens, inder Felsenheide.

1801b. Linum Narbonense L. (= L. laeve Rchb.). Narboner Lein. Fig. 1671 d.

Ausdauernde, 20 bis 50 cm hohe, kahle Pflanze mit reichästiger, verholzter Wurzelund undeutlichem, wenig ästigem, mehrköpfigem Erdstode. Stengel einfach oder im oberenTeile verzweigt, steif aufrecht, am Grunde etwas gebogen, stielrund, kahl. Laubblätter ziemlichdicht stehend, wechselständig, sitzend, scharf zugespitzt, steif, ± 2 cm lang und 0,5 bis 2,5 mmbreit, freudiggrün, am Rande schmal durchscheinend hornrandig, kahl; die untersten klein,schuppenförmig, 3»eckig, die unteren länglich, spitz, klein, allmählich in die lineaManzettlichen,scharf zugespitzten, mittleren übergehend, die obersten den mittleren ähnlich, aber kleiner.Blüten in ziemlich armblütigen Wickeln auf etwa 5 bis 7 mm langen, aufrechten Stielen.

Fig. 1671. Linum Gallicum L. a Habitus.b Kronblatt, c Fruchtknoten, vom Kelch ein-geschlossen. Linum Narbonense L.d. Habitus, e Kelch, die Frucht einschliessend.