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Kelchblätter ± breit eilanzettlich, 10 bis 12 mm lang, lang zugespitzt, mit breitem Hautrande,gekielt, kahl, mattglänzend. Kronblätter verkehrt=eiförmig bis fast spateiförmig, in einen langenNagel verschmälert, vorne mit rechtwinkeliger Spitze, kahl, himmelblau, mit dunkleren,violetten Nerven und gelbem Nagel. Staubblätter etwa 14 bis 15 mm lang, am Grunde zueiner kurzen Röhre verwachsen. Griffel zirka 5 mm lang; Narbe lineal. Fruchtknoten kahl.Kapsel kugelig, oben spitz. — VII.
Selten an grasigen Stellen auf Bergwiesen; gern, doch nicht ausschliesslich, auf Kalk.
Nur in Oberkrain (im oberen Savetal bei Radmannsdorf.Lees.Dobrava und in der Schlucht beiMoste, am Vinj vrh bei Zirknitz, im südlichen Innerkrain, vom Nanos bis zum Schneeberger Wald,gebirge (Nanos, Adelsberg, Senozeee, Vremscica, Osojnica, zwischen Grafenbrunn und Merecje), in Friaul (beiCividale), am Monte Valentin und Monte Sabotina bei Görz, vom nördlichen Randgebirge über den ganzenKarst bis zum Monte Maggiore und bis in die Cicerei von Istrien häufig. Dagegen m Tirol und in Unter.Steiermark (soll zwar nach Maly von Praesens bei Cilli gesammelt worden sein) bestimmt fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, von der Iberischen Halbinsel östlichbis zum Karst, bis Krain und Kroatien-, Nordafrika.
Beck zahlt diese Pflanze zu jenen pontisdi-illyrischen Arten (mit Asparagus tenuifolius, Gladiolusllyricus, Cirsium Pannonicum), die im oberen Savetal bei Dobrava und Moste ihre Westgrenze erreichen. -In Schlesien scheint sie bereits im 17. Jahrhundert als Zierpflanze bekannt gewesen zu sein.
1802. Liniim alpioum Jacq. (= L. alpinum Jacq. a genuinum Koch, L, = Austriacum L. ßalpinum Neilr., = L. perenne L. d alpinum Schiede, = L. alpinum Jacq. ß gracilius Bertol.,= L. monadelphum Kit., = Adenolinum alpinum Rchb.). Alpen = Lein. Fig. 1672 und 1673.
Ausdauernde, 10 bis 30 (50) cm hohe, kahle Pflanze mit heller, spindeliger Wurzelund ziemlich reichästigem Erdstock. Stengel meist mehrere, am Grunde bogig aufsteigend oderseltener aufrecht, dicht beblättert, einfach oder im oberen Teile (nadi dem Abblühen) sterile,dicht beblätterte Zweige treibend. Laubblätter wechselständig, sitzend, lineaManzettlich, 0,5bis 1 (2) mm breit, einnervig; die untersten eiförmig, fast schuppenförmig, klein, vorne stump ,die mittleren stumpflidi und grösser als die zugespitzten oberen, am Rande glatt, meist ohneZä de dien, grün. Blüten in arm=(l= bis 7»)blütigen Wickeln auf ziemlich langen, die Kelchblatteran Länge übertreffenden Stielen. Kelchblätter ziemlich gleichartig odei verschieden gestaltet,die 2 äusseren dann lanzettlich bis schmallanzettlich, zugespitzt, die 3 inneren länglich ovalbis eiförmig, kurz zugespitzt bis stachelspitzig. Kronblätter hinfällig, verkehrt«eiförmig«keilformig,etwa 12 bis 18 mm lang, schmäler als bei der folgenden Art, sich nur mit den ?an erndeckend, vorne stumpflich, abgerundet, wässerig heller oder dunkler blau, am Grunde gelb=lieh und spärlich behaart. Staubblätter bei den kurzgriffeligen Blüten etwa 6 mm lang, amGrunde wenig miteinander verbunden, bei der langgriffeligen Form so lang wie der freieFaden-, Staubbeutel weiss. Fruchtstiele 2 bis 3mal länger als die Frucht, aufrecht oder meisteinseitig etwas seitwärts gebogen. Kapsel kugelig, weiss, 6 bis 8 mm lang, bespitzt, fast doppeltso lang als der Kelch. Samen 4 bis 5 mm lang, sehr schmal, häutig berandet. — VI bis VIII.
Zerstreut, aber zuweilen massenhaft im Felsgeröll, an sonnigen Felsen in der subalpinenund alpinen Stufe der Alpen von zirka 1400 bis zirka 2200 m ; zuweilen in die Täler herabge»schwemmt (in Steiermark im Gesäuse, bei Johnsbach, Unterlaussa), in Niederösterreich amHohenberg schon bei 474 m, in Kärnten am Kouk bei zirka 900 m. Kalkstet.
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Südfrankreich, Alpen, Jura, Gebirge vonSüdeuropa; die subsp. Anglicum in Frankreich und England.
Die Einteilung und ebenso die Abgrenzung dieser ausserordentlich veränderlichen Art gegen L. per.enne ist bei den wechselnden Anschauungen der Autoren (Alefeld, Reichenbach, R.Beyer, o z ,Rouy, Hayek) äusserst schwierig. Besonders künstlich erscheint die Einordnung — wenigstens auspflanzen,geographischen Gründen — des Linum Anglicum. Vorläufig mag folgende Gliederung gelten. subsp. eu-alpinuAschers. (= L. alpinum L. im engeren Sinne, = L. perdnne L. Rasse eu.alpinum Herrmann). Pflanze ziemlich