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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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bürg, im Keupergebiet am Hohenlandsberg bei Uffenheim, Sulzheim bei Schweinfurt, im Muschetkalkgebietziemlich verbreitet, in der Rhön bei Elfershausen, Frickenhausen, Völkershausen, Hammelburg, Thulba, in derMittelpfalz ziemlich verbreitet, in der Nordpfalz im Nahetal; in Württemberg und Hohenzollern im Muschel-kalk., Keuper» und Liasgebiet zerstreut, im Jura vom Randen bis Ulm und Urach zerstreut; in Baden imBodenseegebiet bei Oehningen, Bodmann, Aach, am Hohentwiel bei Welschingen, Eigeltingen, Mindelsee, in derRheinebene von Basel bis Lahr, Kaiserstuhl, Bergstrasse, im Vorlande des Schwarzwaldes vom Klettgau bisRottenburg und Nagold nicht selten, im Neckar» und Maingebiet ziemlich verbreitet; in Elass.Lothringen aufKalk ziemlich verbreitet; in Mitteldeutschland zerstreut, nördlich bis zum Moseltal, bis ins untere Lahntal, biszur Wetterau, Schlüchtern, bis zu den Leinehöhen zwischen Göttingen und Northeim, Frankenhausen-Schwarzaund in die Gegend von Erfurt (über die Verbreitung im Saalebezirk vgl.

August Schulz. Berichte Ver. Erforsch, heim. Pflanzenwelt. Halle a. S., 1922);fehlt in Sachsen und in Schlesien. InOesterreichin Salzburg und Schlesienfehlend; in Oberösterreich auf dem Traunalluvium am Wege vom Klimitsch zumHanselbäck, beim Militärturm hinter Niederreuth; in Böhmen in der westlichenElbeniederung zerstreut; in Mähren im südlichen Teil verbreitet, nördlichbis Brünn, Austerlitz und Gaya; in Niederösterreich häufig in der Ebene undin der Bergstufe; in Steiermark in Untersteiermark stellenweise nicht selten,bei Maria-Neustift, Sauritsch, Pöltschach, Rohitsch, bei Bad Neuhaus, Cilli, Prass»berg, im Sann» und Savetal, bei Tüffer, Römerbad, Steinbruck und Trifail; inKärnten im Lavanttal, am Kaschauerstein und Langenberg, bei St. Georgenam Längsee, Pontebbana.Graben, Kanaltal, Eberndorf, Kappel und Rechberg;in Krain verbreitet; in Vorarlberg fehlend; in Tirol nur in der Umgebung vonMeran (Nals, Andrian), im Nonsberg und Sulzberg, bei Bozen zerstreut, beiCampo in Ampezzo, im Drautal bei Lienz, bei Fleims, Cavalese, Tesero, inJudikarien zerstreut, ebenso im Gebiet von Trient und Rovereto. In derSchweiz in den wärmeren und tieferen Lagen zerstreut; in den Kantonen Uri,

Schwyz, Unterwaiden, Luzern, Zug, Glarus, St. Gallen und Appenzell fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Mediterrangebiet, Mittel«europa nördlich bis zum belgischen Jura« und Kohlenkalkgebiet, bis zumMoseltal, Mitteldeutschland, Böhmen, Mähren, Galizien und Sieben«bürgen, Mittel»Russland, Kaukasus; Armenien, Kleinasien, Syrien;

Nordafrika.

Aendert abi var. typicum Ascherson und Graebner. Stengel auf»steigend bis aufrecht. Laubblätter schmal.pfriemlich. Verbreitetste Form. Hie.zus f. eldtum Sauter. Stengel bis 1 m hoch. 1. lactiflörum Rouy etFoucaud. Kronblätter milchweiss. var. rigidum Podpfira. Stengel steifaufrecht. Laubblätter breiter, erhaben nervig. Kelchblätter kürzer, aus ei»förmigem Grunde nicht allmählich verschmälert, spitz. Ob im Gebiet? var.pub6scens Wohlfahrt. Stengel unterwärts oder bis zur Mitte flaumhaarig.

Selten bis zerstreut. var. scariösum (Sieber). Kelchblätter breitlanzettlich, zugespitzt, mit breitem, trocken»häutigem Rande kleingewimpert, drüsenlos, fast halb so lang als die Kronblätter. In der Bergstufe von Steier»mark (kritische, noch zu prüfende Pflanze).

Linum tenuifolium gehört dem mediterran.pontischen Element an. Wie die vorhergehende Art istauch es in besonderem Masse an das Leben in Trockenwiesen auf nährstoffreichem Boden (aufrechter Wuchs,schmale, am Rande umgerollte, graugrüne Laubblätter, schwache Bewurzelung) angepasst. Die Art erscheintim Stipetum pennatae, Brometum erecti, Festucetum Vallesiacae (auf sonnigen, trockenen Lössböden desUnterwallis nach G a m s zusammen mit Bulbocodium vernum, Silene Otites, Minuartia fasciculata, Anemonemontana, Onosma Helveticum, Euphrasia lutea, Globularia Willkommii, Scabiosa gramuntia, Aster Linosyris),in der Andropogon Ichaemum»Wiese (z. B. der Karstheiden, der galizischen Steppen) u. dgl. Von dem sonnigen,steinigen Hang und aus der Felsenheide geht die Art auch auf den Felsen selbst über, ferner auf Sanddünen (GenferSee) sowie an den Meeresstrand der Adria, andererseits auch in frischere Bergwiesen mit tiefgründigeren Böden (soin den Westkarpaten), in die Staudenfluren der dazischen Bergtrift, in lichte Gebüsche (z. B. in die immergrüneBuschformation von Dalmatien), in lichte Wälder von Pinus silvestris (so z. B. auf den Südhängen der Drumlinsim nördlichen Teile des Kantons Zürich), in den Karstwald.

Hegi, Flora. V, 1. 204

Fig. 1670. Linum tenuifolium L.a Habitus, b Kapsel, vom Kelcheingeschlossen.