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Aendert ab: var. si 1 vestre (Scop.) DC. Fast alle Laubblätter, meist auch die mittleren, seltenerauch die unteren drüsig gewimpert. Zerstreut mit dem Typus. — var. N e s 116 r i DC. Untere Laubbldtterfast kahl, verkehrt-eiförmig bis länglich-eiförmig. Auf Sandäckern in Oberösterreich, Kärnten und Tirol (Kaltembei Bozen). — var. hy p e r i ci f öli um Salisb. Laubblätter länglich.eiförmig, deutlich 5»nervig. Blüten gross.— 1. lactiflörum Maly. Kronblätter weiss. Kärnten. — Auch lila, oder blassblaue Formen sind gelegent«lieh beobachtet worden, so in Bayern auf dem Marerbergplateau gegen den Lech bei Breiting und mehrfachin Kärnten.
Linum viscosum, das auffallenderweise in der Schweiz fehlt, dagegen in den Ostalpen auf derBayerischen Hochebene bis gegen die Donau vordringt, gehört dem mediterran=montanen Element an. AlsPflanze des geschlossenen Rasens ist die Art an das Leben in beschränktem Raum angepasst (aufrechter Wuchs,eng beisammenstehende Stengel, kleine, aber dicht stehende Laubblätter). Sie bewohnt Wiesentypen der ver»schiedensten Art, sowohl kurzgrasigeBrometa erecti als auch langgrasigeFrisch» (besonders Auen»)wiesen undMoorwiesen. Ausserdem kommt sieauch auf Waldlichtungen, in Kahl«
Schlägen, an Waldrändern, in Stauden»fluren zwischen Gebüschen, auf steini»gen Weiden, an Schutthängen, anWegrändern, auf Aeckern u. dgl. vor.
Neuerdings wird die Pflanze fürBlumengärten empfohlen. Die Blütenöffnen sich nur in voller Sonne. Imnichtblühenden Zustande hat die Arteine entfernte Aehnlichkeit mit Geni»
Stella sagittalis.
1799. Linum hirsütum L. Zot =
figer Lein. Fig. 1669.
Ausdauernde, bis 60 cmhohe Pflanze mit ziemlich dicker,verholzter, spindelförmiger Wur=zel und reichästigem Erdstode.
Stengel aufrecht oder etwas bogigaufsteigend, stielrund, besonders na dl der Spitze zu ziemlich dicht kurzflaumig behaart. Laub»blätter wechselständig, sitzend; die unteren eilänglich bis länglich=verkehrteiförmig, stumpflich,die oberen eilanzettlich bis lineaManzettlich, spitz; alle 3= bis 5=nervig, ganzrandig, graugrün,die unteren sehr spärlich, die oberen reichlicher behaart, die obersten am Rande drüsig ge=wimpert. Blüten auf kurzen, dicht behaarten Stielen, in rispig angeordneten Wickeln, aufrecht.Kelchblätter lanzettlich, lang zugespitzt, auf der Unterseite und in der vorderen Hälfte derOberseite dicht ± anliegend behaart, am Rande in der vorderen Hälfte drüsig gewimpert.Kronblätter breit keilförmig=verkehrteiförmig, 20 bis 28 (30) mm lang, hell himmelblau mitdunkleren Nerven und gelbem Nagel. Staubblätter etwa 10 bis 12 mm lang, am Grundeverwachsen, zwischen den Staubfäden mit feinen, linealen Anhängseln. Griffel etwa 5 mmlang, im unteren verbundenen Teil behaart; Narben linealdän glich; Fruchtknoten in deroberen Hälfte kurzhaarig. Frucht kugelig, vorne spitz zulaufend, gegen die Spitze zu behaart,hellbraun. Samen länglich, 2,5 mm lang, flach, glatt, glänzend dunkelbraun. — VI, VII.
Auf trockenen Grasplätzen, Hügeln, in Weinbergen, an trockenen Abhängen. InO esterreich im Gebiete der pontischen Flora; fehlt in Deutschland und in der Schweiz.
In Oesterreich im südlichen Mähren (Pollauer Berge), um Nikolsburg, Schöllsdiitz, Morbes, Wedro»witz, Maretitz, Banov, Welka, Hluk, Altenberg bei Pausram), in Oberösterreich selten, in Niederösterreich imGebiete der pontischen Flora zerstreut, sonst bei Krems, Stein bei Wien, Weidling, Gaemaus im Bezirk Mistel»bach, in Steiermark selten (auf dem Plabutsch bei Graz [wohl verschwunden], bei Jerusalem nächst Luttenberg,