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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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1798. Linum viscösum L. (= L. hirsütum L. ß viscosum Müggenbg., Kanitz et Knapp).

Klebriger Lein. Taf. 175, Fig. 3; Fig. 1667 und 1668.

Ausdauernde, 30 bis 60 cm hohe Staude mit spindelförmiger Wurzel und i rei*ii=ästigem, knorrigem Erdstock. Stengel aufrecht oder etwas gebogen, stielrund, abstehend zottig»weichhaarig. Untere Laubblätter länglidi, stumpflich, die oberen eilanzettlich, spitz ; alle 3= bis

5»nervig, locker zottig behaart und am Rande drüsig bewimpert(Taf. 175, Fig. 3 b), sitzend, von der Mitte an nach unten undmehr noch nach oben an Grösse abnehmend, aufrecht abstehend.Blüten mit kurzen, aufrechten Stielen, in traubig angeordnetenWickeln. Kelchblätter 5 bis 7 mm lang, lanzettlich, spitz, aufder Unterseite und im vorderen Teile der Oberseite zottig be»haart, am vorderen Rande drüsig gewimpert. Kronblätter keil»förmig»verkehrteiförmig, 17 bis 22 mm lang, blass rosarot bishellpurpurn, mit dunkleren Adern, ausnahmsweise weiss oderblau. Staubblätter etwa 5 mm lang; Staubfäden am Grundeverbreitert und miteinander verbunden; zwischen den Staubfädenje ein fädliches Anhängsel. Griffel dünn, etwa 6 mm lang; Narbekeulenförmig. Fruchtknoten behaart. Frucht kugelig, 4 bis 6 mmlang, spärlich (gegen die Spitze zu reichlicher) behaart, hellbraun;Scheidewände kahl. Samen länglich, die eine Längsseite gerade,2 mm lang, flach, braun. V bis VII.

Zerstreut und meist nicht häufig auf Trocken» und Frisch»wiesen, in lichten Gebüschen, an Waldrändern, auf Waldlichtungen;von der Ebene bis in die subalpine Stufe, in Südtirol bis fast gegen1900 m, in den Bayerischen Alpen bis 1800 m aufsteigend.

In Deutschland einzig im südlichen Bayern: im Mittelstock derAlpen bei Hohenschwangau, im Graswangtal, Heuberg bei Eschenlohe,Unterermberg, Geigerstein bei Lenggries, in den Salzburger Alpen beiInzell, in der Ramsau, am Watzmann, Nesselgraben und Schneizlreuthbei Reichenhall, Lattengebirge, um Berchtesgaden; auf der oberen Hoch-ebene zwischen Lech und Isar ziemlich verbreitet, auf der unteren Hoch,ebene bei Neu=Ulm, Thierhaupten, Ingolstadt, auf dem Meringer Lechfeld, beiAugsburg, auf der Garchinger Heide, Grüneck, zwischen Ismaning undErding, Rosenau bei Dingolfing, Pilsting im Vilstal. In Württemberg fehlend(der Standort Burlafingen bei Ulm liegt in Bayern, nicht in Württemberg, wie Ascherson und Graebnerin der Synopsis angeben). In Oesterreich in Salzburg an der Glan gegen Glaneck und in Blühnbachbei Werfen j in Oberösterreich im Krems, und Steyertal (Strangwiese, am Pröller, Georgenberg, am Wiener,wege bei Michldorf, bei Klaus, Frauenstein, Mölln, bei Spital am Pyhrn); in Steiermark zerstreut bis in dieVoralpen, in Obersteiermark einzig bei Mittendorf nächst Freienstein, in Untersteiermark häufiger (bei Anken,stein, am Kulmberg bei Friedau, bei Marburg, Windischgraz, bei Neuhaus, Cilli, Tüffer, Prassberg, auf derMerzlica bei Trifail, auf dem Lokouz bei Steinbrück, auf dem Leisberge bei Lichtenwald); in Kärnten ziemlichverbreitet, ebenso in Krain, in Friaul zerstreut} in Vorarlberg fehlend, in Tirol zerstreut: im Lechtal beiReutte und Pinswang, im Oberinntal an verschiedenen Stellen des Mieminger Gebirges, in der Umgebung vonInnsbruck bei Kematen [?], aus dem Unterinntal, Kitzbühel, der Gegend von Meran und dem Vintschgau, ausdem Eisackgebiet und aus dem Pustertal nicht angegeben, dagegen bei Campo in Ampezzo vorkommend, imDraugebiet in der Schobergruppe [?], im Nonsberg zerstreut, in der Umgebung von Bozen zerstreut, im Fassatalbei Forno und Primör, in Judikarien zerstreut, in der Umgebung von Trient verbreitet, ebenso im Gebiet vonRiva und Rovereto, bei Tione, im Val di Ledro und am Monte Baldo. Fehlt in Niederösterreich, Böhmenund Mähren. In der Schweiz fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Portugal, Nord» und Mittelspanien, Pyrenäen,Apennin (südlich bis zum römischen Apennin), Alpen (Seealpen und Ostalpen), Schwäbisch»bayerische Hochebene, Kroatien, Slavonien, Ungarn (Comitat Zala).

Fig. 1667. Linum viscosum L. a Ha-bitus. b Kapsel mit Kelch.