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bis 12 mm lang. Griffel mit keuliger Narbe. Frucht eine rundliche, braune, (ohne die Griffel)etwa 4 bis 5 mm lange Kapsel mit innen behaarten Scheidewänden. Samen länglich, 1,8 bis2,2 mm lang, flach, glatt, braun. — VI, VII.
Meist nur zerstreut und selten, in trockenen bis ziemlich frischen Wiesen, auf sonnigenWaldblössen, in lichten Gebüschen; von der Ebene bis in die montane Stufe ansteigend (inSteiermark bis etwa 700 m, in Niederösterreich bis 800 m). Auf Kalk viel häufiger als aufkalkarmen Böden.
In Deutschland einzig in Württemberg an der Donau»seite der Alb bei Blaubeuren, Beiningen, Arnegg, Herrlingen, Ulm,
Söflingen, Hörvelsingen, Langenau, Heidenheim.Schnaitheim, in Bayernauf den Illerleiten zwischen Memmingen und Fellheim, angeblich amAmmersee, früher auf dem Lechfeld, bei Bodenwöhr. Ausserdemhin und wieder aus Gärten verwildert. — In Oesterreich inOberösterreich am Pfennigberg; in Böhmen zerstreut im wärmstenTeile des Hügellandes (auf der Velikä hora bei Karlstein, Woskabergbei Podfibrad, bei Dymokur, Berg Kotus bei Krinec ["?], Iserufer beiBenätek [?], Sovice bei Roudnic [?], Thal bei Peruc, um Leitmeritzhäufig, Satanaberg, Debus bei Praskowitz, im Aussiger Mittelgebirge[Strizovitzer Berg auf Phonolith], im Radotiner Tal gegenüber Kosor),in Mähren im Znaimer Kreis um Nikolsburg, auf den Polauer Bergen,
Frani, im Brünner Kreis bei Charlottenfeld, Nusslau, Mönitz, Ottnitz,
Sokolnitz bis Brünn, bei Auspitz, Klobouk, Lautsdiitzer Berge, imHradischer Kreis bei Banov, Gaya, im Olmützer Kreis bei Gross-Latein,
Nebotein, Grügau; in Niederösterreich besonders auf Kalk häufigvon der Ebene bis in die Bergstufe (800 m), auf dem Granitplateaudes Waldviertels fehlend) in Steiermark zerstreut bei Mittendorf nächstSt. Peter.Freyenstein, auf dem Plabutsch, St. Gotthard bei Graz,
Luttenberg und Ankenstein in den Windisdien Büheln, auf der Gorabei Gonobitz, bei Windischgräz, Bad Neuhaus, Hohenegg, Koszeg beiCilli, Leisberg bei Lichtenwald, Montpreis, Veternik bei Drachenburg;in Kärnten zerstreut auf dem Pre'digtstuhl, Schmelzhütte, Satnitz,
Zwanzgerberg, St. Jakob bei Klagenfurt, Rabensteinerberg, Unter«hausschlucht, Keissberg im Lavanttal, Hollenburg, Maria Rain, Unter«bergen 5 in Krain zerstreut (z. B. bei Sagor, auf dem Kumberg, an derKanker unter Potoce); in Vorarlberg und Tirol fehlend (angeblich amMonte Baldo). — Fehlt in der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Donauländer (westlich bis zur Schwäbischen Alb,nördlich bis ins untere Naabgebiet, ins obere Elbegebiet und Mähren), Ostgalizien, Süd» undSüdostpolen, Oestliche Lombardei, Albanien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Thrakien, Thessalien,Mittel* und Südrussland.
Aendert ab: f. t y p i c u m Bede. Laubblätter aus lang keilförmigem Grunde länglidi.verkehrteiförmig;die mittleren kaum 1 cm breit, die oberen allmählich mehr zugespitzt, zuletzt lanzettlich, dreinervig. — f.1 a t i f ö 1 i u m Bede. Mittlere Laubblätter aus kurzkeiligem Grunde verkehrt«eiförmig, gerundet, spitz, 3« bis5-nervig, über 1 cm breit. Nach P e t r a k unbedeutende Standortsform schattiger, etwas feuchter undhumusreicher Stellen. Auf dem Bisamberg in Niederösterreidi. — f. angustifölium javorka. Laubblätter3 bis 8 mm breit. Selten. — Zu einer Form von L. flavum gehört wohl auch das von der PötzleinsdorferHeide in Niederösterreich erwähnte, sonst in Südungarn vorkommende L. unin^rve Borb. aus dem Formenkreisdes Linum Taüricum Willd.
Linum flavum gehört dem pannonisch»pontischen Element (vgl. Bd. III, pag 395) an. Sein Vorkommenbeschränkt sich fast ganz auf Wiesen und zwar besonders auf Trockenwiesen, wie auf das Stipetum pennatae,die durch Andropogon Ischaemum charakterisierte Gesellschaft, auf das Brometum erecti usw. Seltener istdie Art auch in frischeren Wiesen, in den Westkarpaten sogar in Staudenfluren, in den Ostalpen in sonnigenGebüschen und auf Waldlichtungen anzutreffen. — Die Blüten sind ausgesprochen dimorph und gegen Wärmeund Beleuchtung sehr empfindlich.
Fig.1666. Linum flavum L. a Habitus.b Laubblatt mit Nebenblattdrüsen, c Kron-blatt. d Blüte (Kronblätter entfernt).
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