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1. Laubblälter in der Regel gegenständig. Blüten klein, weiss . . . L. catharticum nr. 1796.1* Laubblätter wechselständig 2.
2. Stengel scharfkantig. Laubblätter am Grunde jederseits mit einer Nebenblattdrüse (Fig. 1666 b).Kronblätter sattgelb L. flavum nr. 1797.
2*. Stengel kantenlos oder nur fein gerillt. Laubblätter ohne Nebenblattdrüsen. Kronblätter nie»mals lebhaft gelb, blassgelb bei L. Gallicum 3.
3. Pflanze einjährig oder überwinternd einjährig, sehr selten zweijährig 4.
3* Pflanze ausdauernd, mit mehrästigem Erdstock 5.
4. Einjährige Pflanze mit bis 1,5 cm langen, lineal.lanzettlichen Laubblättern. Blüten mit hellgelbenKronblättern und kopfiger Narbe. Einzig in Kram und Küstenland L. Gallicum nr. 1S01 a.
4'. Laubblätter lanzettlich, 2 bis 3 cm lang. Kronblätter blau. Narbe lineal. L. usitatissimum nr. 1805.
5. Kelchblätter drüsenlos ' 6.
5*. Kelchblätter am Rande drüsig gewimpert 9.
6. Narbe lineal. Einzig in Krain und Küstenland L. Narbonense nr. 1801b.
6* Narbe kopfig 7.
7. Blütenstiele nach dem Verblühen (besonders zur Fruchtzeit) stark seitlich bis abwärts gekrümmt.Urwüchsig nur in Böhmen, Mähren und Niederösterreich, sonst zuweilen verwildert und eingebürgert.
L. Austriacum nr. 1804.
7*. Blütenstiele auch nach dem Verblühen stets aufrecht oder doch nur schwach seitlich gekrümmt. 8.
8. Kronblätter sich nur am Grunde mit den Rändern deckend. Pflanze meist niedrig, 10 bis 30 cmhoch. Fast ausschliesslich in den Kalkalpen L. alpinum nr. 1802.
8*. Kronblätter sich mit den Rändern der ganzen Länge nach deckend. Pflanze höher, 20 bis 60 cmhoch. Urwüchsig nur in Nieder* und Oberösterreich, Krain und Süddeutschland . . L. perenne nr. 1803.
9. Pflanze kahl L. tenuifolium nr. 1800.
9*. Pflanze i dicht behaart 10.
10. Alle Laubblätter drüsig gewimpert. Kronblätter rosa bis hellpurpurn.
L. viscosum nr. 1798.10'. Nur die .obersten Laubblätter drüsig gewimpert. Kronblätter hell himmelblau.
L. hirsutum nr. 1799.
1796. Linum catharticum 1 ) L. (= L. diversifölium Gilib., = Cathartolfnum pratense Rdib.).Purgier»Lein, Wiesen» oder Berg=Lein. Franz.: Lin sauvage purgatif; engl.: Purging flax,mountain flax, fairy flax; ital.: Lino purgativo, lino cathartico, linoeula, savonina. Taf. 175,
Fig. 4; Fig. 1665.
Einjährige, überwinternd»einjährige, zweijährige, selten auch 2» bis mehrjährige, 5 bis30 cm hohe Pflanze. Wurzel dünn, spindelig, weisslich. Stengel aufrecht oder aufsteigend,einfach (nur im Blütenstand ästig) oder vom Grunde an ästig, dünn, kahl, meist locker be=blättert. Laubblätter gegenständig (die obersten oft wechselständig), ungestielt, ganzrandig, amRande (besonders im unteren Teil) von kurzen, nach vorne gerichteten Wimperhaaren (»borsten)rauh, deutlidi einnervig; die unteren länglich=verkehrteiförmig, spitzlich bis fast stumpf, dieoberen lanzettlich, spitz. Blüten in lockeren, sparrig verzweigten, rispigen, spärlich beblättertenWickeln, auf ziemlich langen, dünnen, kahlen Stielen, vor dem Aufblühen überhängend. Kelch»blätter elliptisch, 2 bis 2,5 (3) mm lang, vorn etwas geschweift, zugespitzt, in der vorderenHälfte drüsig=bewimpert. Kronblätter länglich»verkehrtei= bis keilförmig (Fig. 1665 f), (3) 4 bis 5(6) mm lang, weiss am Grunde gelb. Staubblätter etwa 2 mm lang, am Grunde mit»einander verbunden, zwischen den Fäden ab und zu mit zahnartigen Fortsätzen. Frucht»knoten mit 5 kopfigen Narben auf dünnen, hinfälligen, 0,5 mm langen Griffeln. Frucht eineaufrechte, kugelige, 2 bis 3 mm lange, 10»spaltig sich öffnende Kapsel; Scheidewände innenlang behaart. Samen elliptisch, 1 bis 1,5 mm lang, flach, glatt, hellbraun. — (V) VI bis VIII (IX).
Sehr verbreitet und häufig, oft in Herden, meist an ziemlich trockenen, sonnigenStandorten, doch auch an ziemlich frischen, nassen und schattigen Stellen: in Wiesen Ge»
') Vom griech. xu'hiiptif [kathairein] = rein machen, säubern; hier im Sinne von abführen.