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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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(ob noch?), in Bayern sehr selten auf der unteren Hochebene (Sdiönach bei Straubing), im Vorderzug desBayerischen Waldes (Edenstetten, Berg, Falkenstein), im Keuper« und Buntsandsteingebiet von Franken ver»breitet, in Steiermark nur in den Windischen Büheln bei Sodinetz nächst Gross.Sonntag.

Allgemeine Verbreitung: Iberische Halbinsel (bis 2500 m aufsteigend), Frank»reich, Britische Inseln, Italien, Mitteleuropa (nördlich bis südöstliches Norwegen, Wermland,Livland, Kurland), Balkanhalbinsel (sehr selten), Mittel» und Südrussland; gemässigtes Asien;Nordafrika, Gebirge des tropischen Afrika, Madeira.

Das kleine, unscheinbare, kalkfliehende Pflänzchen, das leicht übersehen werden kann, ist in der

Tracht wenig veränderlich; je nach dem Standort, der Beleuchtung, Feuchtigkeit usw. erscheint es auf Dünen,

trockenen Heidewegen u. dgl. zuweilen in Kümmerformen (besonders bei Dichtsaat aut dem Boden ausgetrockneter

Tümpel) von kaum 1 cm Höhe. Es bewohnt sowohl den reinen, feuchten Sandboden wie den Torfboden und tritt

an verwundeten oder unbedeckten Stellen zuweilen in Masse auf, um dichte Rasen zu bilden. Im nordwest»

deutschen Heidegebiet gehört es zu den

Charakterpflanzen der echten Heiden

gleichwie Narthecium ossifragum, Itlece»

brum verticillatum, Polygala depressa,

Hypericum humifusum, Cicendia filifor»

mis, Pedicularis silvatica, Galium Har»

cynicum usw. In Schleswig.Holstein, wo

es namentlich im Sandgebiet, nach Willy

Christiansen zuweilen auch im jün«

geren Moränengebiet auftritt, erscheint

es auf anmoorigem Boden gern in Ge»

Seilschaft von Lycopodium inundatum,

Erica tetralix, Montia minor und Gen.

tiana Pneumonanthe. Ueber die Be.

gleitung auf sandigen Aeckern vgl. Myo.

surus minimus Bd. III, pag- 540 In

Böhmen gehört das Pflänzchen nach D o.

min zur Formatinn der nackten Teich.

, , i Fig. 1663. Radiola linoides Roth im Norddeutschen Heidegebiet,

böden und erscheint daselbst neben Phot. Dr. Joh. M a 11 f e 1 d, Berlin.

Coleanthus subtilis, Carex cyperoides,

Cyperus fuscus und C. flavescens, Isolepis setacea, Heleocharis acicularis und H. ovata, Juncus supinus, J. ca.pitatus, ) Tenageia und J. bufonius, Gypsophila muralis, Spergularia rubra und S. echinosperma, Illecebrumverticillatum, Bulliarda aquatica, Potentilla supina und P. Norwegica, Callitriche vernalis, Elatine hexandra,E. triandra und E. Hydropiper, Peplis Portula, Limosella aquatica, Lindernia pyxidaria, Veronica scutellata,Centunculus minimus, Litorella uniflora, Plantago maior var. Asiatica, Gnaphalium luteo.-album und G. uli>ginosum, verschiedenen Algen und kleinen Laub, und Lebermoosen (z. B. Pleuridium nitidum, Physocomitriumsphaericum, Ephemerem serratum, Sporledera palustris^ Riccia. und Anthoceros.Arten). Geht die Gesellschaftdes nackten Teichbodens in eine Sandflur über, so kann sich R. linoides auch dort noch lange erhalten. AlsBestäuber der sehr kleinen weissen Blüten mit verborgenem Honig kommen mehrere winzige Fliegen in Be»tracht. Die 4 Antheren gelangen mit den 4 Narben in Berührung, so dass eine spontane Selbstbestäubungunvermeidlich ist. Die an der Spitze normal 3-teiligen Kelchblätter können gelegentlich 2. oder auch 4=teiligsein. Borchard beschreibt auch eine Form mit gefüllten Blüten.

CCCCXLV. Linum 1 ) L. Lein, Flachs. Franz.: Lin, filasse de lin; engl.:

Flax; ital.: Lino.

Einachsige, einjährige Kräuter oder ausdauernde Stauden und Halbsträucher mit spindel»förmiger, oft verholzter, bleibender Hauptwurzel; die ausdauernden Arten meist mit i reich»ästigem Erdstock. Stengel in der Regel dünn, aufrecht oder nur wenig gebogen, selten ausniederliegendem Grunde aufsteigend, meist ziemlich dicht mit aufrecht abstehenden, Wechsel»,seltener gegen» oder quirlständigen, sitzenden, ungeteilten, ganzrandigen Laubblättern besetzt.

*) Lat. linum = Lein, urverwandt mit dem gleichbedeutenden griech. Uvov [linon].