Erklärung der Kupfertafeln XXXIII. und XXXIV.
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geschütztes Nahrungsmittel, jedoch nur wenn sie gefastet und sich eingedockelt haben, da sie imSommer zu schleimig sind. Zu diesem Zweck sammelt man sie, besonders in Klöstern, und füttertsie. In Wien bringt man sogar aus Schwaben ganze Schiffsladungen zum Verkauf. Chreticn (')empfahl Weinbergschnecken gegen Krankheiten der Lunge und des Kehlkopfes, Morgens und Abends1 Stück in steigender Gabe, bis täglich 24— 70 Stück. Früher gebrauchte man auch die Gehäuseund die Deckel gepulvert als Absorbens und Dinreticum. — Die Weinbergschnecken gehören übri-gens zu den Thieren, die in Gärten, namentlich auch Weingärten (daher der Name Weinbergschnecke),manchen Schaden, besonders an den jungen Trieben anrichten.
Erklärung der Kupfertafeln.
Taf. XXXIII.
Fig. 1. Ilelix Pomatia nach dem Leben, mit aus dem Gehäuse hervorgestrecktem Körper.
Fig. 2. Dieselbe in das Gehäuse zurückgezogen, ebenfalls nach dem Leben.
Fig. 3 — IQ. Arion cmpiricorum in verschiedenen Varietäten. — Fig. 3. /-«/•. brtumca; Fig. 4. nigricans;Fig. 5. nigra; Fig. 6. obscurc fusca; Fig. 7. rubra; Fig. S . ßuvesccns; Fig. 10. vircsccns.
Fig. 9. Die rothe Varietät in der Begattung (*)„
Taf. XXXIV.
Fig. 1 —13. Anatomie der Weinbergschnecke. Fig. 14. Zur Anatomie von Arion.
Fig. 1. Eine ausgestreckte Weinbergschnecke, von der das Gehäuse weggenommen ist, von der rechten Seite.
cc die grofsen Fühler, d der kleine rechte Fühler, f die Geschlechtsöffnung, a die Spalie, worin derAfter und die Niere sich öffnen, p die Athemhöhlenöffnung, n, o o Wülste des Mantelringes, A derdurchschimmernde Eierstock, 1 die durchschimmernde Leber.
Fig. 2. Die Ilälfte eines in der Mitte der Länge nach durchschnittenen Gehäuses.
Fig. 3. Ein Kiefer. (Aus Versehen beim Stich mit seinem untern Rande nach oben gerichtet.)
Fig. 4. Ein Individuum, woran man das vordere Ende (a) und das hintere (b) des geraden Körpertheils sieht,während der spiralförmige Körpei'theil aufgeschnitten ist. Man bemerkt den Rand (a a) der zurückge-schlagenen vordem Wand der Athemböhle mit dem auf derselben ausgebreiteten Gefälsnetz, ans deindie in die Vorkammern des Herzens (m) gehende Lung-envene (m 1 ) entsteht, die das Blut aus den Kör-pervenen (u, v v) erhält, dann die Herzkammer n, woraus die Aorle (o), die sich in zwei Zweige (p)spaltet, entspringt, ferner den Magen ff, den Darm (hh), den Mastdarm (kk), den After (e), die Le-ber (11), das vas deferens (t), den Eierstock (A) den Eicrleiter (Ii), das zu den weiblichen Geschlechts-theilen gehörige Iiiäschen (G) mit seinem Gange, die Niere (q) mit ihrem Ausführungsgange (rr), dermit und neben dem After in eine Spalte (d) mündet und endlich den Boden der Athemhöble (s). Co-pie nach Cuvier.
Fig. 5. Sämmtliche Eingeweide einer Weinbergschnecke ausgebreitet mit unterliegendem geraden Körpcrtheil,
woTan die kurzen Fühler <S s.a, b, d. Mundhöhle; e Ende der Speicheldrüsen (c); f, f Magen; g g' Darm (g' die Erweiterung dessel-ben, welche die Gallengänge aufnimmt, wovon nur der aus drei Lappen kommende (aa') sichtbar ist);1111' die Leber (1' der spiralförmige Lappen derselben), hh der Darm, kk der Mastdarm, mn das Herz,
(') Froricp Notizen Bd. XXX(1. S. 176.
(*) Figur 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10. sind Copieen aus Ferussac 's trefflichem Werk, Figur 5. ist eine nach dem Leben ge-machte Orifiinalfiour.
11. Bd. U
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