Die Weinbergschnecke.
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abgerundet-dreieckige Erweiterung und unter derselben nach vom einen länglichen, kurzen Fortsatz (o),nach hinten aber einen gröfsern (n). In der dreieckigen Erweiterung liegt die eirund-rundliche Oefif-nung der Respirationshöhle (Taf. XXXIV. Fig. 1. p) und hinter und neben dieser eine Spalte (a),welche die Mündung des Darms lind der Niere enthält. Der spiralförmige Körperthcil erscheint aufder concaven Seite weifslich oder stellenweis schwärzlich marmorirt. Am concentrirtesten tritt dieseMarmorirung am vordem Ende der Spirale über ihrem ringartigen Vorsprung und auf der vordemWand der Athemhöhle hervor, während die innere convcxe Wand der Spirale weifslich ist. DenSpiralförmigen, dünnhäutigen Korpertheil umgiebt eine feste, mäfsig dicke Kalkschaale, die, wie er,Windungen macht, wovon die dem Körper zunächst liegende (die untere) am voluminösesten sichzeigt, während die übrigen iin Verhältnifs viel enger erscheinen, was besonders bei der letzten sehrauffällt. Alle laufen dergestalt, meist von links nach rechts, selten von rechts nach links (so bei denLinksgewundenen), um die Spindel, dafs sie sich etwa zur Ilälfte bedecken (*). Die Mündung istweit ei förmig-halbmondförmig, der gerade Mündungssaum ungezähnt, der der Spindel zunächst lie-gende Thcil desselben aber umgebogen und verdeckt den nicht unbedeutenden Nabel nach hintenund innen, aber nicht ganz. Das I j " hohe und eben so breite, dicht und parallel gestreifte, fast ge-rippte Gehäuse erscheint aufserhalb hell-gräulich-gelbbraun, an der untern breitern Mündung mit 5oder 6, an der zweiten mit 3 [mehr oder weniger deutlichen, dunkel-röthlich-braunen, parallelenQuerbinden, innerhalb weifs mit bläulich-roscnroth, welche Farbe am concentrirtesten auf der Mün-dung hervortritt.
Anatomie (**). (Taf. XXXIV.) Die Ilautmuskeln des geraden Körperteils bestehen ans Fa-sern, die eine verschiedene Richtung nehmen, auf der Bauchseite (Sohle) ganz besonders entwickeltsind und deutlich längslaufende Lagen zeigen. Zur Expansion und Contraction des übrigen Körpersund einzelner The-ile desselben existiren eigenthümliche Muskeln. Von der Schaalenspindel kommenderen mehrere- Die äufsern davon bilden im Verein mit einander eine sehnig - muskulöse, hautähn-liche Platte, die den ganzen spiralförmigen Korpertheil umgiebt, rechterseits auf der Windung bis zumdreieckigen Vorsprung des den Spiraltheil umgehenden llinges einen leistenförmigen dreieckigen Vor-sprung bildet, in den erwähnten Ring selbst sich fortsetzt und Fasern an die Athemhöhle"giebt. Dievon den äufsern umschlossenen drei innern Muskeln bestehen aus zwei Muskeln, von denen jederseitseiner ein Bündel an den kurzen und eins an den langen Fühler schickt und büschelförmig mehrereBündel an den untern Thcil des Körpers giebt, während der mittlere, innerste von ilmen gerade nachvorn verläuft und sich in zwei Bündel spaltet, von denen je einer an eine Seite der Mundhöhle sichansetzt. Von der Mundhöhle gehen kurze Fasern zur Lippe. Die Mundhöhle und Zunge besitzeneigene Muskeln. Von der untern Wand der Athemhöhle rechterseits entspringt eiu eigenes schmales
(*) Als monströse Bildung sieht man zuweilen die Schaale verlängert, -während die Windungen von einander entfernt sindund sich nicht decken. Diese Form ist die als var. scalaris (Helix scalaris Müller) in der Synonvmie aufgeführte.
(**) Nach D. .Cliiajc (Isis 1832. S. 549.) würde schon Severinus «ine sehr genaue Kenntnifs vom Bau der Wein-bergschnecken gehabt haben, so dafs die Arbeiten von Härder (, Examen anatemicuni Cochleae terrestris domi port.Basileae 1679. 8.), Mur.alt ( Joh. de l\'Juraho Vademecum anatomicum p 477.), Swsmmerdam ( Biblia naturaeT. 1. P- 97. ff. Tab. IV — VI-), Redi ( Osscrvazioni intorno agil animali viventi. 1684. 4. p. 33. Tav. XIII.), Listcr(Excrcitatio analomica de cochleis maxirnc terrestribiis £t limaeihus. Londini 1694. 8.), Cuvier (.Annales du MuseumT. VII. (1806) p. IbO. und Me'moires pour servir a- Vhistoire et ä /'anatomie des Mollusques ) und Jacobson nicht ebenviel Neues lieferten. Man vergl. übrigens aufser den erwähnten Arbeiten über Schneckenanatomie Bojanus, Isis ISIS.Bd. II. p. 1430., Wohnlich de Helice Pomatia Dissertatio, IVirceburgi 1813. 4. und B1 ainvi 11 e im Dictionnairedes sc. nat. T-oin. 20. Helice,
II. Bd. T t
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