Druckschrift 
2 (1833)
Entstehung
Seite
324
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IIelix Pomatia.

Wesentlicher Charakter. Gehaus rundlich, hell -gelblich -braun, mit 4 5 deutlichenoder verloschenen, mit den Windungen parallel laufenden, rothbraunen Binden. Mündung fast halb-mondförmig-eiförmig. Mündungssaum bläulich-rosenroth. Der Nabel bedeckt.

Beschreibung. An dem im lebenden Zustande sehr schleimigen Körper mufs man einenuntern, geraden und einen obern, spiralförmigen Theil unterscheiden. Der untere, gerade Kövpertheilentspricht dem Körper der Nacktschnecken, hat eine verlängerte, halbwalzenförmige Gestalt, ein zu-gerundetes vorderes Ende (Kopf) und ein dreieckiges, unten plattes, mäfsig spitzes, hinteres Ende(Schwanz). Die gewölbte Rückenseite desselben dacht sich nach den Seiten hin mäfsig ab und ist,eben so wie die Seiten, von netzförmigen, rundlichen oder fast rhomboidalen, mäfsig tiefen, ziemlichflache, rundliche oder rhomboidale Erhabenheiten einschliefsenden, Furchen durchzogen, von denensich eine jederseits ganz gerade verlaufende, welche die neben dem scharfen Seitenrande stehendenReihen von Erhabenheiten von den übrigen absondert, besonders auszeichnet. Die abgeplattete, flacheBauchseite (Sohle) erscheint fast nicht vom Körper abgesetzt und am Rande der Quere nach gefurcht,gegen die Mitte aber mit zahlreichen ansehnlichen, rifsähnlichen Längsfurchen versehen. Der Kopfwird vom Rücken durch keine Abschnürung getrennt, jedoch sondert ihn vorn eine Qnerspalte, diein eine kurze zwischen ihm und der Sohle befindliche Vertiefung führt, vom übrigen Körper. Ueberjedem der beiden äufsern Winkel jener Spalte findet sich ein kleiner, halbmondförmiger Hautvor-sprung. Die etwa in der Mitte des vordem Kopfendes gelegene, fast halbmondförmige Mundöffnungwird von einer bogenwandigen, dünnen, sehr ausdehnbaren Oberlippe und einer weit dickeren wulst-förmigen, in der Mitte durch eine von vorn nach hinten verlaufende Spalte in zwei Hälften getheiltenUnterlippe umgeben. Nach hinten, zu jeder Seile der Oberlippe, bemerkt man einen halbmondförmi-gen, ansehnlichen Hautvorsprung, der sich theilweis über das vordere Ende jenes halbmondförmigenVorsprunges legen kann, welcher am Winkel der den Kopf von der Sohle trennenden Spalte sich findet.Hinter dem Oberkiefer liegt ein mit 6 7 parallelen Leisten versehener, bogenförmiger, mit der Con-vexität nach oben, mit der Concavität nach unten gerichteter, starker, horniger, schwarzer Kiefer.Nach hinten von jedem der Mundwinkel findet sich der kürzere, walzenförmige Fühler (Taf. XXXIV 7 .Fig. 1. d) und weiter nach dem Rücken von diesem der längere (ebd. cc) mehr conische, am Endeetwas verdickte Fühler, der unter und neben seiner Spitze einen schwarzen Punkt (Auge) wahrneh-men läfst. Recliterseits hinter dem rechten der kurzen Fühler liegt die ansehnliche Oeffnung für dieGeschlechtsorgane (Taf. XXXIV. Fig. 1. f). Die Oberseite des Körpers zeigt eine hell-gelblichgraue,unten blässere Färbung. Etwa in der Mitte des Rückens erhebt sich der Körper, um eine spiral-förmige, gleichsam einen natürlichen Bruch darstellende und 4| Windungen machende Erweiterung(den spiralförmigen Körperlheil) zu bilden. Da wo der gerade Körperteil in den spiralförmigen über-geht, ist er noch, wie der untere, gerade Körperlheil, aufserbalb netzförmig gefurcht, während dieSpirale selbst, die eine äufsere convexe und eine innere mehr eoneave Fläche darbietet und an ihremmit dem Körper in Verbindung stehendem Thcile am voluminösesten ist, von da aber allmählig ineine stumpfli.che Spitze sich verdünnt, von einer ungefurchten, glatten Haut umgeben wird, die weitdünner ist, als die Haut des geraden Körperteils, innen aber doch eine Lage Muskelfasern zeigt.Ueber dem Anfange des Spiraltheils findet sich als Fortsetzung der den Spiraltheil überziehendenglatten Haut ein mehrere Linien breiter; fast häutiger Ring (Mantelring), welcher den Spiraltheil um-giebt, vorn etwas breiter als hinten ist, am dicksten und breitesten aber auf der rechten Seite er-scheint und einen nach oben geschlagenen äufsern und nach innen gekrümmten, innern Saum besitzt,welche ein weifsliches, fein marmorirtes und gekörntes Anselm haben. Auf der linken Seite seinesäufsern Saumes findet sich ein länglicher Vorsprung, auf der rechten Seite aber macht derselbe eine

abge-