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2 (1833)
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Arion der Empiriker.

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dickwandige, rundliche Tasche. Beim Nervensystem sind die beiden dicken, aus dem untern Knotenkommenden Aeste bemerkenswertl).

Vaterland. Die Arionarten finden sich in ganz Europa und vielleicht in der ganzen nörd-lichen Hemisphäre, in feuchten Wäldern, auf Wiesen und in feuchten Gärten.

Lebensart. Sie scheinen ein gröfseres Gefühlvermögen zu besitzen als die Helixarten, be-wegen sich auch schneller, besonders bei einer wärmeren Temperatur und wenn sie entwischen wol-len. Wenn sie sicli stark contrahirt haben, bilden sie eine rundliche Fignr. Ihre Nahrung besteht inPflanzenstoffen, jungen Pflanzen, Fruchten, faulem Holz; auch selbst faulende animalische Stoffe, wieKäse und Fleisch, sollen sie genrefsen. Obgleich ihre Verdauung langsam vor sich zu gehen scheint,so sind sie doch gefrüfsig, können aber auch, wenn es sein mufs, lange fasten, obgleich nicht so langeals Helixarten, vielleicht deshalb nicht, weil ihre nackte, schaalenlose Haut sie weniger vor Substanz-vcrlust und der Einwirkung der Atmosphäre schützt. An trockenen Tagen halten sie sich verstecktunter Steinen, in Baumspalten, unter Blättern u. s. f. und kommen nur des Abends und Morgensoder bei feuchter Witterung hervor, um ihrer Nahrung nachzugehen; besonders häufig sieht man sienach warmen Regen und zwar dann selbst am Tage. Mit Salz, Zucker u. s. f. bestreut, sondern sieeine grofse Menge Schleim ab, verfallen in Convulsionen und sterben endlich. Sie fürchten wenigerdie Kälte als die Helixarten und begeben sich später zur Winterruhe, die sie in einen kugelförmigenKlumpen zusammengezogen in Erdlöchern, besonders gern in hohlen Bäumen, zubringen. Nach Wer-lichs (') an Limax aler (Arion empiricorum var.) gemachten Beobachtungen bilden zwei Individuen,die sich begatten wollen, erst einen Kreis, indem ein Individuum seinen Kopf dabei an den Schwanzdes andern hält. Der Schwanz rückt dann allmäklig längs der rechten Seite gegen die Respirations-öffnung. Hierauf berühren sich die Individuen, schmeicheln und kitzeln sich wechselseitig mit demMunde (küssen sich), während alle vordem Thcilc des Körpers in einen convulsivischen Zustand ge-rathen und die Y\ ollustorgane in Form kleiner weifser Hörnchen hervortreten. Die Berührung zwi-schen beiden Individuen wird dann noch inniger, während sich die Wollustorgane beträchtlich verlän-gern und gelblich erscheinen. Die convulsivischen Bewegungen dauern etwa eine halbe Stunde, undlassen hierauf allmählig nach, während die Geschlechtsorgane sich trennen. Hierauf verlassen sich dieThiere in einem sehr erschöpften Zustande. Kurz nach der Befruchtung, im Mai und Juni, legen sie20 30 isolirte, länglichrunde, auf einander gehäufte Eier an schattige, feuchte Stellen auf die Erde,unter Steine oder Pflanzen, die anfangs durchscheinend sind, später aber undurchsichtiger und gelb-lieh werden. Die Jungen schlüpfen je nach der Temperatur schneller oder langsamer aus, und sindAnfangs noch sehr weich und fast schleimig.

Ilieher nach Ferussac die Arten: Arion empiricorum, A. albus u. s. f.

ARION E3IPIRICORU3I. Arion der Empiriker; Erdschnecke; schwarze, rothe und

braune Erdschnecke.

Franz. Limace rouge, Limace noire. Engl. The Sing. Holl. Slak. Ital. Lumaca.

Synonym. Arion empiricorum. Ferussac Ilist. d. Mollusques terrestres et fluviatiles p. 601PI. 1, 2, 3. Kleeberg Molluscorum Borussicorum Synopsis. Regiomonti 1828.-8. p. 12. Limax ater. Linn. syst. nat. ed. 12. p. 1081. n. 1. Miillcr Verm-II ist. II. p. 2. n. 200. Gmel. Syst. nat. T. I. P. VI. p. 3099. n. 2. Draparnaudl

(') Isis IS 19. S. 1115. Taf- XIIL ßg. 14.; Wer 1 ich'a Angaben wiederholt Dlainville n. a. Oi