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2 (1833)
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ANIMALIA MOLLUSCA Weichthiere.

MALACOZOA Blainville. Z. T.

Haut weich, nicht in Ringe abgetheilt. Körper ungegliedert und ohne gegliederte, äußereOrgane. Ernährung durch ein geschlossenes Gefäfssystem, mit wahrem Herzen und arteriellen undvenösen Gefiifsen, die einen doppelten Kreislauf gestatten. Respiration durch Lungenhöhlen oderKiemen. Nervensystem aus zweien oder mehrern den Schlund umfassenden Knoten und aufserdemmeist noch mehreren zerstreuten Ganglien, oft auch noch überdies aus einem eigenen System für dieMuridtheile und den Magen bestehend. Geschmack und Gesichtssinn entwickelt oder nicht entwickelt.Leber stets vorhanden.

Hieber nach Cuvier die Klassen:

CEPIIALOPODA. Kopffiifser.

PTEROPODA. Fiügellüfser.

GASTEROPODA. Baucbfüfser.

ACEPHALA. Kopflose.

BRACIIIOPODA. Armfüfser.

CIRRHOPQ1M. Rankenfüßer.

CEPIIALOPODA. Kopffiifser.

(CEPIIALOPODA. Blainville).

Körper in einer ihn sackförmig umgebenden, häutigen und muskulösen Hülle (Mantel) einge-schlossen. Unter dem Kopfe ein fleischiger Trichter. Zuweilen aufser der Hülle noch eine Schaaleoder ein Schaalenrudiment. Kopf aus dem Mantel hervorragend. Mund mit zwei schnabelartigen'Kiefern bewaffnet und von acht oder zehn fleischigen, mit mehr oder weniger zahlreichen, reihigenSaugnäpfen besetzten Fangarmen umgeben. Augen grofs. Mantel unter dem Kopfe gespalten, umdem Wasser den Eintritt an die Kiemen zu gestatten. Im Kopfe ein eigener Knorpel, der die Ccn-tralmasse des Nervensystems und ein Gehörorgan umgiebt. Gefäfssystem sehr entwickelt. Herzendrei, wovon die beiden seitlichen das aus dem Körper kommende Blut aufnehmen und es in dieKiemen treiben, während das mittlere Herz es aus den Kiemen empfängt und an die verschiedenenTheile des Körpers sendet. Geschlechter getrennt. Fortpflanzung durch Eier. Bewohnen die Meereverschiedener Zonen.

Nach der Zahl der Fangarme zerfallen sie nach Leach in OCTOPODA (Octocerci Blainv.)und DECAPODA (TJccaccra Blainv.) (*).

(*) Wiewohl der Habitus und selbst einige Punkte der itinern Organisation (so weit unsere Kenntnisse reichen) dieacht- und zehnarmigen Cephalopoden unterscheiden lassen, so bilden sie doch wohl kaum streng gesonderte Gruppen. DieGattung Loligopsis enthält achtarmige Cephalopoden von Calmarsgestalt und die mit Loligopsis sehr verwandte, viel-leicht selbst durch Perothis dabia sich anreihende Gattung Perothis. Eschsch. (s. Rathke in Memoires presentes ä.VAcadem. Irriper. de St. Petersb. T. 11.) bemerkte Calmars mit blofsen Rudimenten der langen Fangarme. Uber Clas-sification der Cephalopoden vergl. aufser den unten anzuführenden Arbeiten Blainville's, Cuvier's und Lamark's,