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2 (1833)
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293
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Erklärung der Kupfertafel XXVIII.

Erklärung der Kupfertafeln.

Taf. XXVIIf.

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Fig. 1. Sanguisuga chlorogaster von der Rückenseite und Fig. 2. von der Bauchseite in nah Cr.Fig. 3. Die gewöhnliche Form von Sanguisuga medicinalis von der Rücken- und Fig. 4. von der Bauchseitein nat. Gr. Fig. 5, 6,' 7. die gescheckte Spielart in verschiedenen Siellungen von der Ruckcnscite undFig. 8, 9. von der Bauchseite. A. Ein Segment der Varietät des Egels mit dunkelschwarzen Rückenstreifenvon der Rücken- und B. eins von der Bauchseite, vergr. C, D, E, F, G, II, I. vergröfserte Segmente vonverschiedenen Individuen der S. medicinalis von der Rückenseite, um die verschiedenen Ilauptabweiehungenin der Färbung und Zeichnung anzudeuten. K, L. Zwei vergrößerte Segmente von S. medicinalis , um dieweniger häufig vorkommenden Formen in der Zeichnung und Färbung der Bauchseile zu versinhlichen. L. EinSegment von der Bauchseite der Varietät 7. Fig. 10. Der vordere Theil des Kopfes eines medizinischenBlutegels von der Unterseite, mit vorgeschobener, von dem lippenähnlich vorspringenden, nur zum Theil zurück-gezogenen vorderen Kopfrande umgebener, Mundhöhle, in deren Centrum die dreistrahligen oder drcischenkli-gen Oeffnungen oder Spalten a, b, c. sich finden, durch welche die Kiefer treten, und in deren Mitte die kleineMundöffaung liegt. Fig. 11. Der Kopf einer S. medicinalis mit ganz vorgeschobener und scheibcnariig aus-gebreiteter Mundhöhle, ganz in der Figur, die sie beim Saugen zeigt, und von den sehr conlrahirtcn vordemKopfringen in Form eines Ringes umgeben. Die hinteren Kopf- und vorderen Körperringe erscheinen ebenfalls

Runtzmann sagt indessen auch, dafs die Kofsegel sich den Fröschen unter den Bauch ansetzten und dafs er dümies, hell-rothee Blut in geringer Menge in ihrem Magen gefunden habe. Lcuckart (Gciger's Magaz. Bd. XIIL S. 55.) gelanges hei Versuchen, die er an sich seihst anstellte, nicht die Saugfälligkeit der Rofsegel wahrzunehmen, eben so wenig Mo-quin-Tandon C Hirud.in.ces p. 97J Pelletier und lluzard (Journ. d. Pharm, mars 1S35. p. 10SJ konnten wederbei vielen Versuchen an Menschen, noch an einem Pferde, ein Saug vermögen der Rofsegel heohachten, wohl aher sahensie, was schon Thorobern, Bergmann, Braun, Johnson, Runtzmann und Carena erwähnen, dsfs die KofsegelKegenwiirmer verzehren, auch fanden sie in einem sogar die Reste eines Sticklings. Nach Johnson (Treatisep. 52J ver-zehren Rofsegel nicht blos Regenwürmer, sondern auch andere Egelarten und Individuen ihrer eigenen Art, ja nach Kuntz-maun u. A. selbst Aas. Diese Widersprüche über das Saugvermögen des Rofsegels haben namentlich Pelletier undHuzard und Blainville dadurch zu heben gesucht, dafs sie darthun, man verstehe im Volke unter Rofsegel verschiedeneEgelformen (Egelgattungen), von denen die einen saugten, die andern nicht. Indessen werden durch ihre Untersuchungen,wie bereits Cuvier sehr richtig (Regne anirnal 2e ed. Tom, 111. p. 214.J bemerkt, die Zweifel nicht beseitigt. Leiderkonnte der Verf. dieses nicht das gehörige Material erhalten, um von Neuem die Untersuchungen aufzunehmen. Um jedochein vollständigeres Bild über das Verhalten der sogenannten Rofsegel zu den eigentlichen Blutegeln zu geben, möge hiereine kurze Charakteristik der gegenwärtig als generisch von den Sanguisugeii betrachteten Rofsegel folgen.

Savigny (Description de VEgjpte ed. 8. T- XXI- p. 455J unterscheidet zuerst unter dem .Namen Haemopisdie Gattung der Rofsegel von Sanguisuga , den eigentlichen Blutsaugern. Bei der Gattung Sanguisuga sind nach ihmnämlich die Kiefer sehr ansehnlich, am obern Rande zusammengedrückt und mit einer Reihe zahlreicher Zähnchen be-setzt, während die Kieler von Haemopis kleiner, weniger reichlich gezähnt, und am obern Rande nicht zusammenge-drückt sind.

Blainville (Dict. d. scienc nat. Sangsues) zerfällt die Gattung Haemopis Savigny in zwei Gattungen, vondenen er die eine Pseudobdeüa , die andere Hippohdella nennt. ,

Der Gattung Pseudobdeüa. giebt er einen sehr grofsen Mund, der am Eingange des Schlundes drei Falten (zahn-lose Kiefern) trägt und einen sehr weiten After zum Charakter. Den Schlund beschreibt er sehr weit und gefaltet, denMagen enger als den Schlund, ohne seitliche Blindsäche, mit Ausnahme seines hintern Endes, an dem jederseits ein engerblinddarmähnlicher länglicher Sack sich findet, der Darm weit. Jedoch meint er, Huzard und Carena gäben die Kieferals gezähnt an. Zu dieser Gattung rechnet Blainville blos;

Pseudobdeüa nigra. (Haemopis nigra Savigny, Hirudo Sanguisuga Carena Memorie a.a.O. tab. XI. ßg. 7.Hirudo vorape Johnson) Körper mit 94 Ringen. Oben schwarz, unten schwärzlichgrau. Variirt vom Dunkelschwarzenund Graugrünen bis zum Hellgrünen und ist dann zuweilen mit kleinen braunen reihigen Flecken versehen. Bei Paris,aber auch in andern Gegenden. Soll nicht saugen. Blainville ist geneigt, hieher die Sangsue de Cheval von Pel-letier und Huzard (Journal de Pharmacie 1S25. p. iOS, und 113. pl. 2. ßg. 16. 17.^ zu ziehen, die nach P. und Hu-zard nicht saugt, sondern auch, indem man sie mit der schwarzen Varietät des medizinischen Blutegels verwechselte,

11. Bd.

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