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2 (1833)
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Erklärung der Kupfertafel XXIX. A.

sehr contrahirt und verschmälert. a, b, c. die Spalten zum Durchtritt der Kiefer. Fig. 12. Der vordereTheil des Kopfes einer S. medicinalis von der Unterseite mit dem nicht ganz, vorgestreckten, oberlippenartigenVorsprung der 9 kleine Längsfurchen hat. Fig. 13. Der vordere Theil des Kopfes einer S. medicinalis mitklappenartig gegen die Mundölfnung geschlagenem oberlippenartigen Yorsprung des Kopfes. Fig. 14. J) C r vor-dere Theil des Kopfes einer S. medicinalis mit dem neunfurchigen, vorgestreckten oberlippenartigen Vor-sprung des Kopfes, ebenfalls von der Unterseite. Fig. 15. Der Kopf mit vorgestrecktem oberlippenähnlichvorspringendem Vordertheil, von der Seite. Fig. 16. Der sehr vergröfserte Kopf von S. medicinalis mitAusnahme der hintersten Ringe, um die Stellung und Form der Augen zu zeigen. Eig. 17. Die drei hinter-Ringe der S. medicinalis mit dem Fufse, um den im letzten Ringe vor dem hintern Rande liegenden After (a)zu zeigen..

Taf. XXIX. A.

Der Bau des Muskelsystcms (Fig. 1 9.), der Augen (Fig. 1012.), der Kiefer und Zähne (Fig. 1318.), der Verdauungsorgane (Fig. 19 31.), Geschlechtsorgane (Fig. 32 50.), der gelegten Cocons (Fig. 5254.) und das innere Schleim absondernde System des medizinischen Blutegels (Fig. 55 5S.). (Alle Figuren mitAusnahme von Fig. 19, 20, 32, und 51 53. mehr oder weniger vergrüfsert).

Fig. 1. Die Muskellagen des hintern Körperendes nach hinweggenommen Ringfasern, von der äufsernSeite gesehen, c Längsfasern, b netzförmige. Fig. 2. Ein Segment des mittlen Tlieils des Körpers von der

fälschlich für blutsaugend gehalten "wurde (ebdv p. 117. IIS.). Der Verfasser kann nur zur Gattung Pseudobdella zwei vonihm in Petersburg beobachtete Egelformen (wohl verschiedene Arten) rechnen, von denen die eine auf dem Rücken oliveu-grün ist, mit schwarzen, fast reihigen Flecken und einen gelblich-olivengrünen Bauch liat, die andere einen ähnlich ge-färbten 13aucli, aber schwarzen Rücken besitzt. Beide haben kleinere Kiefer (Taf. 29. B. Hg. 13. a. ) als Sanguisuga me-dicinalis, aber sie sind nicht am obarn Rande zusammengedrückt und haben weniger, jedoch ähnlich gestaltete Zähnchen(Taf. 29. B. fig. 14, 15, 16, 17.) als bei Sanguisuga medicinalis. Aber die Zähnchen sind fester und stärker, denn wäh-rend die Zähnchen bei Sanguisuga versclirumpften, war dies bei seinen Hippobdellen nicht der Fall. Der Schlund (Taf.29. B. fig. 12. a. und lig. 13.) war sehr weit, stark gestaltet (Fig 13. bb.), der Magen (Fig. 12. bb.) stand hinsichtlichder Weite dem Schlünde nach niul zeigte nur an seinem hintersten Rande Jederseits einen schmalen, länglichen, blind-darmähnlichen Anhang (Fig. 12. cc.), der Darm (Fig. 12. de.) erschien besonders an seinem Anfange (d) bei Weitem vo-luminöser als bei Sanguisuga und endete mit einer weiten Oeftnung (bei f.) (After), In der Petersburger Gegend sollendiese Formen in Ermangelung anderer Egsl nach der Versicherung eines hiesigen sehr glaubwürdigen Arztes (des Hrn. Kol-legienraths Dr. v. Rauch) zuweilen zum Saugen benutzt werden, ein Factum, dem wenigstens von Seiten der Zähne nichtsentgegenstellt; nur soll ihr Gebrauch schmerzhafter sein, als die Anwendung der medizinischen Blutegel.

Die Gattung Hippobdella Blainville nähert sich ganz Sanguisuga. und unterscheidet sich, so viel sich ausBlainville's Beschreibung entnehmen läßt,, wohl nur durch die weniger zahlreichen uuil engem JNlagcnsäcke und denweitern Darm und After von den wahren Sanguisugen. B la in vi 11 e bringt dazu:

Hippobdella Sanguisorba (Haemopis Sanguisorba Savigny. Lamarck an. si vert. Tom. V. p- 291.; HirudoSanguisuga Linn. Gm. p. 3005. n. 3.; Müller Hut. verm. Tom,. 1. part. 1. pag. 39. n. 16S.; Ii ose vers. J. p. 246.n. 3.J Leib zuweilen 6" lang, aus 9S ein wenig carinirten Ringen gebildet, die drei Ringe der Oberlippe eingerechnet.Augen nicht recht deutlich. Kiefer mit 9 Paar Zähnchen. GeschlechlsöfTuungen zwischen dem 24sten und 25sten und29sten und 30sten Ringe; Oben schwärzlichgrün, unten gelbgrün. An den Seiten, und oft auch auf dem Rücken, braungefleckt. Seitenlinien hellgelb. In Europa nach Savigny sehr gemein. Bifs bringt schmerzhafte Wunden hervor.Hiervon soll nach Blainville die Haemopis luctuosa Savigny's nur ein junges Thier und Haemopis lacertina Sa-vigny's nur eine Varietät sein. Die von Huzard und Pelletier lür eine Varietät von Sanguisuga medicinalis ge-nommene Egelform (Journ. d. Ph. a. a. O) zieht Blainville zu Hippobdella Sanguisorba.

Nach Derheims (Hisioire p. 23J würde man in Frankreich Hirudo complanata und octoculala auch zum Sau-gen benutzen»

Zum Ersatz der besonders iiv Frankreich, und zumal in England' sehr kostbaren Egel, hat man unter dem falschenNamen künstlicher Blutegel Instrumente als Surrogate empfohlen, deren Anwendung weitläuftig, mühsam und schmerzhaftist. Dahin gehören die Instrumente von Sarlendiere und VVhitfort und das kürzlich von einem Brüsseler Mechani-kus erfundene, s. Kuntzmaun Blutegel 45.; l\'ew Engl. Journ. 1S16. Vol. V. n. 2, j Fror. I\ot. Bd. 25. p. 160,, UI1 ddie Werke über Akiurgie und Chirurgie.