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P h y s e t e r. P ott w a l l.
Die Schädelbildung am meisten mit der der Delphine übereinslimmend, nur erliebt sich, aufser demviel stärker als bei letzteren vorspringenden, queren Ilinterhauptskamm, an dessen Grunde die Schei-telbeine liegen, auch der äulsere Rand der Oberkiefer, besonders ihres Stirntheils sehr beträchtlich(Cuv.), dadurch entsieht eine Art von Knochengürtel und die Oberfläche der Schnauze und des vor-deren Tlieilcs des Cachelolschädels, nach Camper (') einem Cabriolettsitz vergleichbar, stellt dahereine muldenförmige ^ erliefung dar, in der nach oben zu die Nasenlöcher liegen. Auch in der Bildungder übrigen Skelettheile zeigen sich grofse Uebereinslimmungen. ■— Der Schnauzentheil ebenfalls un-gemein entwickelt, doch 'delphinenälinlich, nur kürzer als bei den langsclmauzigen Delphinen. DieZwischenkiefer (Tab. XIII. Fig. 1. bb, Fig. 2. bb",b'bb"' u. Fig. 4. bb'.), den Vomer (c) und die Ober-kiefer (aa.) überragend, wie bei den Wallfischen und dem Butzkopf, nicht fast gleich lang, wie bei denDelphinen. Das rechte Zwischenkieferbein (b"), wie bei einigen Delphinen, höher hinaufgehend alsdas linke (b'"). Oberkiefer ohne Zahnhöhlen und Spur von Zähnen (Camp.). Pflugschaar (c) rinnenför-mig ausgehöhlt und besonders oben ziemlich breit. Nasenlöcher schief von unten nach oben und vonhinten nach vorn aufsteigend, am Grunde des Pflugscharbeins zwischen den aufsteigenden Enden derZwischenkiefer (Tab. XIII. f. 2. b" und b'"). Das linke viermal weiter als das rechte. Nasenbeine (*)(Tab. XIII. fig. 2. dd.) ungleich, nicht über das linke Zwischenkieferbein hinausragend, das rechteviel breitere steigt tiefer zwischen den Nasenöffnungen herab, verbindet sich mit dem \ omer und giebteinen unrcgelmäfsigen Kamm (Fig. 2. d'), der sich etwas schief auf die linke Nasenöffnung legt (**).Die Oberkiefer, durch einen ansehnlichen Theil des Stirnbeins (Tab. XIII. flg. 2. e) von einander ge-sondert, bilden den vordem Winkel der Augenhöhle, und haben vor demselben eine starke Ausran-dung, welcher auf der obern Fläche das grofse Unteraugenhöhlenloch (Fig. 2. f. f.) (hier passenderOberaugenhöhlenloch) gegenüber liegt. Das am Grunde des grofsen Hinterhauptkammes befindlicheStirnbein geht hinter ihnen weg und bildet, wie bei den Delphinen den Haupttheil der Augenhöhlen-decke (fig. 2. e'e'. fig. 4. e'.). Am hintern Augenhöhlenwinkel findet sich die kegelförmige Spitze desJochforlsalzes des Schlafenbeins, da sie aber den hintern Augenfortsatz des Stirnbeins nicht erreicht,so ist der Augenhöhlenrand hier nicht geschlossen. Der untere Rand der Augenhöhle vom dicken, wal-zenförmigen Jochbein (fig. 1. h und fig. 4. h) gebildet, dessen vorderer Theil sich in eine länglichePlatte erweitert und einen Theil der Augenhöhle vorn schliefst. — Schlafengrube ziemlich tief, rund-lich, nicht (durch einen Kamm) vom Hinterhaupt geschieden (Cuv.); überhaupt wegen der Entfernungder Augenhöhlen und Richtung der Stirnbeine beträchtlicher als bei den Wallen (Camp.). Scheitel-hein delpliinenähnlich. Schuppentheil des Schlafenbeins klein. Jochfortsatz des Schläfenbeins kegel-förmig, kurz, dick, wie bei den Delphinen bis zur Augenhöhle gehend. Gelenkhöhlen schief mitvorspringenden Rändern, daher Kiefergelenk fest (Camp.). Hinterhauptsbein (fig. 3 und 4 k. k.) be-sonders nach unten sehr breit (Camper), senkrecht stehend und den ganzen liinlern Theil des Schä-dels einnehmend, der untere Rand desselben jederseits durch eine Furche in zwei Theile getlieilt,wovon der äufsere den Zitzenfortsatz darstellt (Cuv.). Hinterhauptloch fast im untern Drittheil des
Grunde. Wir werden meist Cuvier folgen und nur einiges Camper eigenthümliclie einschalten. Von altern Schrift-stellern sind noch hier Merk Hessische Beitr. zur Gelehrsamkeit B. II. i. Auszug bei Schneider Bcilr. S. 182. (Unter-suchung eines alten verstümmelten Schädels), Klein Hist. pisc. Miss. II- p- 29. CEr spricht Y. einem Schädel in Dresden)zu nennen, von neueren findet man Bemerkungen bei Cuv. ( Lefons u. Vorlesungen), dann bei Meckel Vergl. Anac. II,1. und bei D' Alton Skelete d. Cetaceen Bonn 1827, S. 23.
(*) Von Camper C etac. p. 101. geleugnet.
(**) Die Richtung des Vomer und die AVeite des linken Nasenloches deuten auf die Richtung des häutigen Nasentlieilsund Spritzapparates nach der linken Seite. Schwed. Journ. d. Phys. Oct. 1784. p. 286.
(*) Cctac. p. 94.