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1 (1829)
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C helonia esculenta.

•weide und das Fett als wohlschmeckende, gesunde Speise entweder frisch (*) oder eingesalzen (**).Brust, Leber und Feit sind besondere Leckerbissen. Das, besonders von den grofsen Thicrcn gewon-nene, Fett wird frisch gegessen und wenn es alt ist, gebrannt (***). Einige Völkerschaften halten dieSchildkrölen heilig . Manche bedienten sich der Schildkrötenschilder, namentlich die alten Völker amrothen Meere, als Nachen ('), zu Schildern u. s. w. Für die jetzige medizinische Anwendung der See-schildkröten gilt das bei der Sumpfschildkröte bemerkte; in England, Frankreich u. s. f. wird sie so-gar, und mit Recht, der Sumpfschildkröte vorgezogen, weshalb ihrer auch in den Handbüchern überHeilmittellehre ("), wie billig, Erwähnung geschieht.

Erklärung der Kupfertafeln.

Tab. XXII.

Fig. 1. Eine alte weibliche Sumpfschildkröte aus der Mark, nach dem Leben gezeichnet.

Fig. 2. Dieselbe in der Rückenlage.

Tab. XXIII.

Fig. 1. Das Skelet der europäischen Sumpfschildkröte mit hinweggenommener, vorderer (linker) Hälfte desRückenschildes, nach einem Exemplar des hiesigen Museums ({■ nat. Gr.). — A. Der Schädel derselbenvon unten gesehen (nat. Gr.). B. Ein Abschnitt des Riickenschildes derselben, um die Bildung dessel-ben durch Verschmelzung der Rippen zu zeigen.

Fig. 2. Die efsbare Seeschildkröte nach einem Exemplar des hiesigen zoologischen Museums (J- natürl. Gr.).C. D. Zwei Kopfansichten, um die Gestalt der Schilder zu zeigen (S. S. 188.). E. Das noch stärkerverkleinerte Brustbein derselben. F. Ein skeletirter Vorderfufs, und G. ein Ilinterfufs derselben.

BATRACIIII. Fr oschartige.

Kiefer mit oder ohne Zähne. Herz mit einer Kammer und einer Vorkammer. Athmcn inentwickeltem Zustande durch Lungen oder durch Lungen und Kiemen zugleich. Glieder vier, seltenerzwei. Füfse kurz oder lang, meist vier, seltener zwei. Zehen vier oder fünf, seltner weniger. Leibspindelförmig, längs!rcckig u. geschwänzt, oder kurz gedrungen, u. dann im völlig entwickelten Zustandeungeschwänzf, stets nackt und schuppenlos. Begattung ohne alle Ruthen. Leben im Wasser oder anfeuchten Orten. Bestehen (alle?) eine Verwandlung, indem sie unentwickelt alle kienienathmend undgeschwänzt sind:

Hiehcr die Familien:

RA1NOIDEA. Froschartige.

SALAMANDROIDEA, Salamanderartige.

SIRENOIDEA. Sirenartige.

(') PI in. Lib. IX. c. 7. ( 5 ) Richter Arzneim. a. a. O.

(*) Um das Flciscll frisch zu verspeisen, schneidet man Kopf, Brustschild, Flossen und Schwanz ab und kocht da«Thier im eignen Rückenschi'lde. Das schmackhafteste Fleisch liegt anter dem Rücken- und Brustscliikle. Die Farbe d<JjFleisches ist bald grün-gelblich, bald bräunlich. Das Fleisch d. Weibchen ist zur Legezeit besser als das d. Männchen. DerGenufs des Schildkrötenfleisches soll übrigens nach Sloane (bei Schneider IVaturges. der Schildkröten S.30'2) nicht al-lein das Hemd unter den Achseln, sondern selbst die Haut gelb färben.

(*'*) Eingesalzenes Schildkrötenfleisch ist für die amerikanischen Colonien das, tvas bei uns der Stockfisch ist.

(***) Das Fett der Schildkröten von der Insel Rodrigo soll ganz grün sein und den Harn grün färben, übrigens aberwie die schönste Butter schmecken (Daud. a. a. O. p. 28.)