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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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October.

5!

Habt ihr einige Beeten mit vrallischen Zwiebelnbe?aet, so müst ihr sie vom Unkraut reinigen : dennum diese Jahrszeit verwelcken ihre Blätter völlig,weswegen denn viele geglaubet haben, die Zwiebelnseyen verdorben; alleine innerhalb sechs Wochen,oder zweyer Monate, treiben sie wieder sehr starck,und stehen die strengste Kalte aus, so, daß wenn alleandere Zwiebelarten von der Kalte verderben, diesedoch übrig bleibet; daher ist es denn auch gekom-men, daß sie seit einigen Jahren, in den Gärten umLondon, so häufig gebauet worden; setz» aber wirdsie wegen ihres starcken Geschmacks weniger geach-tet.

Nun müst ihr alle Sorten der Salatkrauter inmaßige Mistbeeten säen, nnl> sie entweder mit einerEinfassung versehen, oder aus Reisten Bogen darü-ber machen, daß man sie mit Matten oder Deckenbelegen und gegen die Kalte verwahren könne, sonstwird sie selbige, sobald sie aus der Erde hervorkom-men, verderben machen Habt ihr aber viel Glockenoder Gläser, so könnet ihr selbige darunter säen,wenn auch gleich unter jeder Glocke zwey Blumen-kohlpflanzen stehen sollten: denn wenn ihr den Saa-men nicht zunahe an die Stengel der Pflanzen säet,vder die Salatkräuter nicht zulange stehen lasset, wirdihnen solches nicht nachtheilm seyn, und die Gärtnerum London, thun solches beständig mit gutem Er-folg.

Einige euer?'' Hohlpflanzen, so spat gesäet worden,sollen nun dahin verletzet werden , wo sie bis zumGebrauch im Frühling stehen bleiben könne", da-mit sie auf diejenige folgen, so im vorigen Monatverpflanzet worden.

Der Blumenkohl den ihr im May gesäet habt,wir d nun seine Köpfe zu zeigen anfangen, daher müstihr wöchentlich zwey bis dreymal fleißig darnach se-hen , und einige der inneren Blätter ausbrechen,wodurch er wider Kälte und Nässe verwahret wird:denn beedes sowohl, als auch die Sonne, wenn ersolcher zusehr ausgesetzet ist, machet,daß er seine Farbeverändert, und ein schlechte 'Ansehen bekommt.

Um die Stengel euerer Broccolipflanzen könntihr nun die Erde aufhäufen, um sie gegen den Frostzu verwahren; doch müst ihr dabey Acht haben, daßdie Erde, nicht in das Herz der Pflanzen komme:denn davon wurden sie verderben.

Zu Ende des Monates sollt ihr die Blätter aneinigen euerer Artischocken ganz dichte an der Erdenabschneiden, und den Boden zwischen ihnen umgra-ben, auch jede Reihe der Pflanzen mit einem gutenTheil Erde belegen , um sie für dem Frost zu ver-wahren, lezet aber ja nichts vom neuen Mist um sieherum, wie einige unerfahrne Leute nur gar zu offtzu thun pflegen, indem die Pf!anzen im Frühlingdavon hart und holzig werden, und kleine magereHäupter bekommen; hat aber der Boden einer Ver-besserung nöthig, so könnt ihr etwas recht verfaultenMist zwischen den Reihen eingraben, wenn ihr oenBoden umgrabet; dieses wird die Pflanzen sehrstarcken; hatte es aber das Ansehen ais ob lang ge-lindes Wetter bleiben wollte, so ist es besser diesesein Monat langer zu verswieben.

Nun könnet ihr etwas Rettige in warme Rabat-ten säen, welche früh im Frühling kommen sollen,und wenn ihr mit dem Rettig etwas Möhrensaa-men vermischet, so bleiben doch die Möhren stehenund kommen bald im Frühling zum Vorschein, wennder Rettig nicht geriethe.

Macht einige mäßige Mistbeeten um Münze undRheinfaren darein zu pflanjen, damit ihr beedes bald

nach Weihnachten gebrauchen könnet, da man sieöffterS bey Tafel verlanget; und diele Beete werdenso lange forttragen, bis sie im offenen Feld wachsen.

Auch könnt ihr für den S pargel Mistbeeten ma-chen , wenn man welchen zur Tafel im Decemberverlange, doch ist besser bis in den December oderHanuarium zu warten , und sodenn die Beeten zumachen: denn der Spargel, so mitten im Winterwach i, wenn wenig Sonne scheinet, ist lange nichtso qros und so schön gefärbet, als der so im Lebnia-rio und auch nachgehends kommet.

Euere Beeten mit Erdsc! wammen, müst ihr nunw >'>l aegen Nässe und Kälte, entweder mit einerEinfassung und Fenstern, oder mit einem E n oh-dach verwahren: denn ziehet sich die Nässe in dieBeeten, so verderben sie davon. Beobachtet ihr die-ses sorgfältig, so werdet ihr den ganzen Wuner hin-durch Schwämme haben.

Um diese Zeit soll der Mist von den Melonen undGurckenbeeten, die im lezten Frühling gemachetworden, in die Felder des Küchengartens gelegetwerden, ein gleiches könnet ihr auch mit dem Mistder Miststätte thun , damit er schon zu der Zeit aufder Erde parat liege, um ihn, wenn man d>e Felderumgrabt, mit unterzugraben.»

Nun könnet ihr die welcken Stengel der Münze/des Draguns, der Melissen, und anderer Pstanzenso eine beständige Wurzel, und nur ein Jahr daue-rende Stengel haben, abschneiden, und die Beetenvom Unkraut reinigen , well en es auch sehr wohlbekommen wird , wenn sie mit etwas faulem Mistbeleget werden ; auch soll man nun die Wege um-graben, und alles rein machen.

Sind irgendwo Beeten mit Spargelpflanzen soaus dem Saamen erzogen worden, die man im fol-genden Frühling versetzen will, so soll man dieselbenmit etwas recht verfaultem Mist, zu Ende des Mo-nates belegen , wenn ihre Stengel verwelcket sind.Hierdurch wird verhindert, daß der Frost die Schos-sen nicht beschädige, die Pflanzen aber werden gros-sen Nutzen davon haben.

W?nn im Küchengarten Rohrhecken sind, sollensie nun mit frischen Weiden gebunden werden, da-mit sie die starcken Winde, welche insgemein umdiese Zährten wehen, nicht zcrreissen.

Was im Tvüchengarten wächst.

Kobl, Savoycrkohl, spater Blumenkohl, etwasvon Artischocken, Mohren, Pastinak, Steckrüben,Zwiebeln, Lauch, Potaten, Rockenbolen, Scha-lotten , Manggvld, Zuckerwurzeln, Scorzonere,Bocksbart; schwarzen und steckrubenförmigen spa-nijchen Rettig, manchmalen auch, wenn es gelindesWetter ist, den gemeinen, giebt es nun in Menge. Fer-ne? Eellery, Endivie, Carden, Körbel, Schaf-maulchen, Rüben, Senf, Kresse, Lattich und alleSorten junger Salatkräuter; in warmen Rabat-ten etwas Kopfsalat, Spinat, Kohlrüben, Broc-coli, Kohl mn Sceckrubenwurzeln, Sauerampfer,Ringelblumen, Erdfa wamme, Keimlein, weissenSalbey, Rosmarin, Thymian, Wintersaturey undviele andere gewurzhaste Pflanzen.

VOas im Fruchtgarten vorzunehmen.

Mit Anfang dieses Monates könnet ihr die Pfer-sichbäume , Nectarinen, Apruolen und Weinstöckebeschneiden, wom es jezt viel bessere Zeit ist, als bisin den Frübling damit zu warten, wie insgemein zugeschehen pfleget: denn wenn man solches bald im(N) 2 Früh-