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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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^ Ferner ist es jezt am besten die Kirschlorbeeren,Tinuslorbeeren und den Erdbeerbaum zu versehen:denn der Kirschlorbeer fangt nun an Knospen zu ge-winnen, die lehern aber blühen jezt; je ehender mansie also verpflanzet, nenn es zu regnen anfangt, jebesser schlagen sie an.

pflanzen so nunmehr im Lustgarten blü-hen.

Jährliche Leveojenj, Scabiosen, Bisamblumen,Wunderblume, Balsamine, chinesisch? Nelcken,africanische und französische Ringelblumen, Ro-senpappel, Goldblumen, indianischer Pfeffer, ver-schiedene Sorten Feigbohnen, wohlriechende Platt-erbsen, Tangiererbjen, gefüllt Nieekraut, Saff-ran, Safflor, Herbstsaffran, Säubrod, Zeitlohn,Herbst-Narcisse, «Huernfeylüie, Bellad?nnal;iie,Herbstoyacintb, verschiedene Sorten des Sternkrau«tes,de? Goldwurzel, gefüllt Seiffenkraut?, gefüllteCimillen, Rittersporn, gelbes Lysimachirraut, Gar-t<nschlüssel,Spinnenkraut, Aurickeln, Orant, Ve-nusspiegel, Nadelsaamenkraut, Bauernsenf, chine,ftscbee Sternkraut, Rindsaug, Sonnenrose, Son-nenwende, Lychnissorten / Glockenblumen, Herbst-enjian, scharlachsarbe Faseoln, orientalischer Was-serpfeffer, Stechäpfel, Kugelamaranten, Stroh-blumen, Flockenblume, orienralische Pappel, La-vatera, kleiner Nachtveil, Bläsleinsketmia, ver-schiedene Sorten der Sonnenblume, Sonnengold-blume, Wasserdosten, dreyfarbig Veilgen, rotherGartenbaldrian, Fagonia, Wirbeldost, Rudbekia,Malacoides und einige andere.

Dauerhafte Baume und Stauden so nun-mehr blühen.

Jasmin, Monatrosen, Bisamrosen, Passions-blume, Erdbeerbaum, Granatenbaum mit gefüllterBlüte, staudiges Funfsingerkraut, Alcheenstaude,Altheenstaude mit rother Blume, T>

nuslorbeer, Geisblat, Scorpionsenna, Keuschbaum,baumartig Kreuzkraut, Specklilie, Periploea, Ci-stenrößlein, Monsklee, Bignonia, und einige an-dere.

Arzeneypflanzen, welche nun zum Gebrauchtonnen gesammelt werden.

Calmus, Judenkirsche, Aronöwurz , Giftheil,Berbisbeeren, Hanfsaamen, indianischer Pfeffer,Safflorsaamen, Gurckensaamen, Walderoensaa-»nen, Fenchelsaamen, Saamen vom griechischenHeu, Smprnensaamen, Wallnüsse, Lattichsaamen,Linsen, Liebstöckelsaamen, Leinsaamen, Steinhirse,Myrrhenkörbelsaamen, Hopfen, Hirse, Garten-kreßfaamen, macedonifcher Petersilienfaamen,crecischer Mohrensaamen, Petersilienfaamen, Ret-tigsaamen, Hollunderbeeren, Sevenbaum, Sefel-saamen, Wegsenfsaamen, Senssi^men, Nacht-schatten, Goldruthe.

IVaa im Gewachshaus und im Glashauevorzunehmen.

Euere zarte Sorten safftiger Pflanzen, so imSommer, aus dem Glashaus genommen worden,müssen nun wieder hinein gebrabt werden, sonder-lich wenn nasses Wetter wäre, oder kalte Nachteeinfielen : denn wenn gutes Wetter ist, lasset mandlese Pflanzen manchmalen bis zu Ende dieses Mo,nates draussen stehen, und manchmalen mus manum des Wetters willen, dieselben ju Anfang des

I I I. Theil.

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Monates schon ms Haus bringen: denn zuviel Nas-se ist ihnen höchst schädlich , und ein geringer Mor/genfrost, konnte viele derselben verderben machen,oder ihnen grossen Schaden thun ; diesemnacb müstihr euch , wenn ihr diese Pflanzen in Verwahrungbringen wollt, nach dem Wetter richten.

Wenn die Lohbeeten, in welchen euere Ananasstehen , ihre Wärme verlohren haben , sollt ihr siemit einer Mistgabel umrühren und enras frische Lol)hinein füllen, welches die Wärme verneuern wird;und wenn kalte Nachte kommen, müst ihr die Fen-ster sorgfaltig bedecken, damit die Pflanzen bey ih-rem Wachsthum erkalten werden: denn es ist oessersie bis um die Mitte des Ocrobers in der Loh zulassen, wenn das Wetter nicht zukalt ist, als sie zu-balo in das Glashaus zu bringen: denn wenn ihrsie in das Glashaus setzet, Mus a e Nachte Feuergemachet werden , wovon die Erde in den Topfenso trocken wird , daß man sie öffters begiessen mus,welches aber um diese Zeit den Pflanzen eben nichtgar nuzlich ist; doch ist dieses nur von demenigenPflanzen zu verstehen, so im Winter in das trockeneGlashaus gebracht werden: denn diejenigen, welchein das Lohbeet im Glashaus kommen sollen, könnenzu Ende des Monates dahin gebracht werden, daman denn Sie Loh mit genügsamer Menge frischer Lok»verneuern mus, damit sie den Winter über wcirmbleibe, diejenigen Pflanzen aber, so in die Loh ge-setzet werden, damit sie im nächsten Jahr Früchtebringen , sollen nun aus den Topfen herausgenom-men, und so eingepflanzet werden, wie sie hernach blei-ben sollen, damit sie sich noch vor dem Winter wob!bewurzeln : denn daran liegt alleS, wenn sie grosseFrüchte tragen sollen.

Zu Ende dieses Monates sollt ihr euere Pome»ranenbänme in das Gewächshaus bringen, solchesaber allezeit an einem trockenen Tag vornehmen,wenn die Blätter nicht naß sind; im Haus soll mansie nicht zuenge zusammen, und so viel möglich, nahezu den Fenstern setzen: denn man kan sie nicht ehen-der dahin setzen, wo sie den Winter über bleibensollen, bis die Myrten, und andere dauerhafte Pflan-zen, in das Haus gebracht werden, welches nichtehender nöthig ist, als zu Ende des Ocrobers, esmüsten denn die Nachte sehr kalt und frostig werden:denn je länger ihr diese Pflanzen draussen lassen kön-net, je besser treiben sie, und werden weniger Gefahrlauffen im Winter Schaden zu leiden; wenn manaber die Pomeranzenbäume zulange draussen läßt,bekommen ihre Blatter eine blasse gelblichte Farbe,und gcfchiehet dieses, so werden sie vor dem folgen-den Sommer nicht leicht wieder grün.

Euere übrige ausländische Pflanzen, so in dasGlashaus gesetzet werden müssen, »der in Glascassenkommen, worinnen man nicht feuert, müssen, wennes kalt wird, in Verwahrung gebracht werden > daman denn mit den zartesten den Anfang machet undso bis auf die dauerhaftesten fortfahret; niemalenaber soll man sie in gehörige Ordnung bringen, eheund bevor man sie alle in das Haus gebracht hat.

Zu Ende dieses Monates, oder mit Anfang desfolgenden, sollt ikr euere Lohbeeten im Glashaus,für die zärtesten ausländischen Pflanzen zurechte ma-chen , welche man darein setzen mus, wenn die Lol>warm zu werden anfängt; doch sollt ihr Acht ha-ben, daß sich die Loh nicht zu sehr erhitze: denn dieseswürde den Wurzeln der Pflanzen nachtheilig seyn,und die Pflanzen selbst in Ansehung ihrer Gesundheitin Gefahr setzen: leiden sie aber zu dieser Zeit Scha-den, so ist es fast unmöglich, daß sie sich den Win-(N) tev