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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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September.

Vogel verwahren , die ihnen grossen Schadenthun, wenn m.'.n sie ungescheuet von selbigen fressenlGt; ln,v n)e„n die Vögel einige Trauben ange-picket haben, fallen sie sogleich die Fliegen undWes,pen an und fressen selbige auf.

Verpflanzet die Erdbeeren, Himbeeren, Stachel-beeren und Johannisbeeren zu Ende dieses Mona-tes, wenn feuchtes Wetter ist, sonst ist es besser manverschiebe solches bis in den nächsten Monat. Auchist es nun die beste Zeit, Reiser von Johannisbee-ren und Stachelbeeren einzusetzen; indem sich solchebewurzeln, und bessere Pflanzen geben, als diejenigeso man aus Nebenschossen ziehet.

Die an den Treibmauern stehende Fruchtbaumemüssen nunmehr beschnitten und dichte an die Mau-er oder das Spalier angeleaet werden, damit sieKnospen gewinnen, ehe die Zeit kommet, sie durchdie Wärme zu treiben.

Früchte so nun am besten , oder noch damern.

pferstcbe: Nivette , Portugal Peach , PurpleAlberge, Old Nermngron, Teton de Venus, Pa-vi) Noyal, Admirable, Monstrous Pavy of Pom-p »ne, Catkarine, Rambouillette,Malacoton.

Pflaumen: die weisse Birnpflaume, Bonummagnum, Green Gage, Sr. Carharine, die Kai-serin, die Damascenerpflaume, der Schlehendorn.

Birnen: Poir de Prince, Autumn Bergamot,SwissBergamot, Brüte Bonne, Beurre- rouge,Dvyenne oder St. Michael, Verte-Longue,Mouil-le Bouche d'Automne, Autumn Boncretien.

Trauben: Cbassellas, WkiteMuseatine, RedMuscatine, Black Morivn,RedMorilIon, WhiteMorillon, Curran Grape, Parsley - leavd Grape,Black , Red und While Frontiniac» 'WarncrsRed Hamburgh, Black Hamburg!) , St. Veter,oder Hesperin Grape, Orleans, Malmsey, MillerGrape, Damask Grape, Peml Grape, Parci-co-lourd Grape, und einige andere.

Mancherley Feigensorten, Wallnüsse, Lambert-nüsse, Haselnüsse, und an nordwärts stehenden Mau-ern etwas Johannisbeeren und Maulbeerkirschen,Quitten, Mispeln und Azarolen.

Aepfel: Embroiderd Apple, Pearmam, GoldenRenet, Red Calville, White Calvilk, Courpendu,Aromatic Pippin, Rennet Grise, Catschead,Quin-te-apple, Spice-apple, und einige andere.

Im Glashaus: Ananas.

Was in der Baumschule vornehmen.

Mit Anfang dieses Monates könnet ihr Reifetvom Kirschlorbeer in schattige Rabatten pflcuuen,und solche bey trockenem Wetter öffters begiessen,wodurch ihre Bewurzelung befördert werden wird:denn bey dieser Jahrszeit hat man nicht zu befürch-ten , daß sie nicht wachsen sollten, wenn sie nur gehö-rig begossen werden.

Man kan auch Reiser vom Geisblat, Stachel-beeren, Johannisbeeren, und von verschiedenen an-dern dauerhaften Bäumen und Stauden pflanzen,welche sich durch Reiser vermehren la^en : denn umdiese Zeit schlagen sie insgemein besser an, als imFrühling. ^

Der Boden , worein ihr euere junge Stamme,Bäume und Standen setzen wollt, mus nun wohlumgraben werden, wenn solches im vorigen Monatnicht geschehen, damit sich der Regen hinein ziehe,

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und solchen wohl ansetichtt, ehe die Bäume dareingcpfianzet werden; doch mus man ihn wie Acker-beeten aufwerssen, bis es Zeit zum pflanze» ist, die-ses wird dem Boden s.'hr nuzlich seyn, wenn ersi>an der Luft lieget.

Zu Ende des Monates könnet ihr die meisten S»r-ten der Fruchtbäume, Waldbaume und dauerhaf-ten Stauden :c. versetzen, da es denn mit denjeni-gen am ersten vorzunehmen, deren Blätter am mei-sten welck sind ; doch müst ihr euch hierinnen nachdem Wetter richten: denn manchmaien stellen sichdie Morgensröste sehr bald ein , da denn die Bau-me am Wachsen gehindert werden; daw hernachaber wird es Regenwetter, wodurch der Boden zumPflanzen zubereitet wird. Wenn aber warmes undtrockenes Wetter ist, so soll man nicht pflanzen, bisder Boden durchaus feucht ist , und die Bäumezu treiben aufgeboret haben, sonst verschrumpst ihreRinde. Je ehender aber bey kaltem nassem Wetterdas Einpflanzen vorgenommen wird, je besser ist es,sonderlich in einem trockenen Boden,und vornehmlichsoll man sodenn die Fruchtbäume setzen , welche ihrLaub abzuwerssen anfangen: denn wenn dieses ge-schiehet, können sie sicher versetzet werden, und die-jenigen Bäume, welche ausdieseWeise bald versetzetwerden, werden innerkalb vierzehen Tagen oderdrey Wochen neue Fasern treiben. Es müssen aberdiese Baume mit Psäblen wohl versehen werden,sonst reisten sie die starcken Winde, im Winter, ausdem Boden, und machen ihre jungen Wurzeln ver-derben. Auch müst ihr den Boden um ihre Wur-zeln herum mit Streu belegen, damit der Frost nichtin die Erde dringe, welcher den neuen Fasern sehrschädlich sevn würde; dieses aber ist nicht ehendeöw'shig als bis der Frost anfangt. Wenn ihr dieBaume so besorget, werden sie vor dem folgendenSommer, so wohl bekommen, daß das trockeneWetter ihnen lange so viel nicht schaden wird, alsdenienigen so im Frühling gepflanzet worden , ebendaher pflegen die meisten guten Baumgartner ihreFruchtdäume, Waldbaume und blühende Staudenum diele Zeit zu pflanzen : denn wo derselben vielsind» würde es viel kosten sie zu begiessen ; in einemrecht feuchten Boden aber, ist es besser dieses Pflan-zen bis in den Frühlin.z zu verschieben, denn die Nas-se im Winter machet die zarten Fasern der neuge-pflanzten Baume faulen.

LOas im Blumengarten vorzunehmen.

Grabet die Rabatten eueres Blumengartens um,und so es nöthig ist, mischet etwas frische Erde oderrecht verfaulten Mist, darunter, hernach aber pflan-zet alle Sorten dauerhafter Blumen darein, welcheihr ledoch so miteinander vermischen sollet, daß ihrdas Jahr hindurch eine beständige Folge von Blu-men. in den verschiedenen Theilen des Gartens habet.

Nun ist es auch Zeit euere zweyjahnge und be-ständige Blumen , welche in der Blumenschul ge-saet und versetzet worden, in die Rabatten des Lust-gartens zu verpflanzen, in welchen sie blühen sollen.

Euere Ableger von Federnelcken, Bartnelckeitund Gar:enne!cken, so im vorigen Monat noch nichtabgenommen und verpflanzet worden, sollen iezt nichtlänger so gelassen werden: denn wenn sie nicht baldim September verpflanzet werden , haben sie nichtZeit genug , ehe das kalte Wetter kommet, sich zubewurzeln, und also könnte ihnen solches schädlichseyn.

Pflanzt frühe Tulpen in eine warme Gegend, wijsie für kalten Winde» verwahret seyen, da sie denn(M) » im