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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Gärtner-Kalender.

besser, solches bis in den nächsten Monat zu verschie-be!!.

Fahret fort kleine Salatkräuter, als Rettige,Steckrüben, Kresse, Senf. Körbel:c. zu säen, mitZunehmender Kälteaber, müssen sie an einen wär-meren Ort gesacr werden, sonst machen die Morgen--fröste den Boden locker, und verursachen , daß dieKräuter ihre Wurzeln herauskehren, wovon sie ver-derben.

Sammlet alle reife Saamensorten und breitet sieauf Matten oder Decken, daß sie trocknen, hernachklopft sie aus den Hülsen aus , und verwahret siean einem trockenen Ort, bis die Zeit wieder da ist,sie auezmäen.

Bey nassem Wetter könnet ihr euere Blumenkohl-pflanzen , so im ^julio gesäet worden , in diejenigenOrte verpflanzen, wo sie bis in den Frühling bleibenkönnen , auch sollt ihr die Kohlpflanzen , so zu An-sang des Augusti gesäet worden, versetzen, damit sieerstarcken, «he man selbige das leztemal versetzet.

Versetzet einige euererspatgesäetcnEndwienpstan-zen, in Rabatten so an warmen Mauern, Zäunenoder Hecken liegen, woselbst sie bis in den Fcbrua-rium, ehe sie gebleichet werden, stehen können; beytrockenem Wetter aber bindet denjenigen Endivieder ausgewachsen ist, um ihn jum Gebrauch zu blei-chen.

Wäre trockenes Wetter , so sollt ihr eueren spat-gesäeten Blumenkohl, der im nächsten Monat kom-men wird, begiessen; sonst bekommt er keine Häup-ter, sonderlich wenn der Boden trocken ist.

Fahret fort alle euere spat gesaeten Gewächse vomUnkraut zu reinigen: denn wenn dieses nicht geschie-het , ehe die starcken Herbstregen kommen, so wirdes schwer seyn das Unkraut nachgehends auszurot-ten.

Zu Ende dieses Monates sollt ihr die verschiedenenSorten des Lattichs oder Salates in warme Ra-batten versetzen, wo sie bleiben können, um in Früh-ling desto ehender Köpfe zu gewinnen ; doch könnetihr selbige zu dieser Zeit ziemlich nahe zusammensetzen,denn wenn sie den Winter überstehen, so kan einTheil davon im Frühling in ein vssenes Stück Fel-des versetzet werden, wo sie grosser wachsen als die-jenige , so man in den Rabatten hat stehen lassen,doch werden selbige umvicrzehen Tage oder srey Wo-chen spater zu gebrauchen seyn; hierin nen aber beste-het der Vortheil, daß sie um so viel länger dauernund die Tafel damit versehen werden kan.

Nun könnet ihr die Stengel des Spargelkrautesso jezt zu welcken anfängt abschneiden; die Beetenvom Unkraut reinigen , und dieses in die Wege be-graben ; die Erde aus den Wegen aber kan manauf die Beeten legen um ihnen frische Erde zu ge-ben; wo aber die Beeten das Düngen benöthigetsind , da soll man aus alten Gurcken-und Melonen-beeten etwas recht verfaulten Mist nehmen, und aufdie Spargelbeeten legen, wenn selbige vorher ge-frettet worden , und hernach legt man die Erde ausden Wegen darüber.

Sollte es um diese Zeit viel regnen, so müst ihreuere junge Blumenkohlpsianzen dagegen verwahren,sonst werden ihre zarte Stengel schwarz und verder-ben in kurzer Zeit. Dies nennen die Gärtner schwarz-gestengelt.

Da nun euere meisten Sommerpflanzen ganz vomFeld weggenommen worden, so sollt ihr den Boden,bey trockenem Wetter, sretten und vom Unkraut rei-nigen, dadurch wird selbiger rein erhalten, bis er zueiner frischen Saat zubereitet werden mus.

Zu Ende dieses Monates könnet ihr etwas Boh-nen stecken und srühe Erbsen in warme Rabattensäen; welche denn, wenn sie den Winter auedauern,im folgenden Frühling bald werden tragbar werden.

Verpflanzet eueren spaten Sellery in Gruben,indem selbiger, zu dieser Zeit, in einen trockener»Boden, als der so früher gesäet worden, gepflanzetwerben mus: denn da dieser bis in den Frühlingdauern so^l, so mögte er in einem nassen Boden fau-len.

Nun sollt ihr auch eueren zulezt gesaeten Broeeolidahin versetzen, wo er bleiben soll, damit er erstarcke,ehe der Frost einfällt und ihn zurückhält. Um den-jenigen der früher gesäet worden, sollt ihr an denStengeln die Erde aufhäuffen, wodurch er rechtwohl für den Frost verwahret wird.

Was nun im Rüchengarten wächst.

Kohl, Mökren, Artischocken, Pastinak, Pokalen,Schalotten, Zwiebeln, ?auch, Knoblauch, Sellery,Endivie, verschiedene Sorten Kopfsalat, Scorzo-nere, Haberwurz, Schwämme, Gurcken zum Ein-machen, Melonen, Faseoln, Roneevalerbsen, hol-ländische Admiralerbsen, spat gepflanzte Garten-bohnen, Manggold, Steckrüben, Rettige, gras,wurzlige Petersilge, schwarze und weisse spanischeRettige, Kobl mir der Steckrubenwurjtl,Savoyer>»kohl, Kohls?rossen, und zu Suppen: Körbel, Sau-erampfer, Tollapfel, indianischer Pfeffer zum ein-machen, Kürbile, Pimpinelien, Carden; wie auchThymian, Basilie, Majoran, Psopen, Wintersa-turey, Petersilie, Körbel, azorischer Fenchel/ Rin-gelblumen , und alle Sorten junger Salatkräuter.

Was im Fruchtgarten vorzunehmen.

Nun müst ihr euere Früchte, so zeitig werden,einsammeln: denn diejenigen so in diesem Monat zuessen sind, bleiben selten lange gut;zn Ende des Mo-nates aber können die meisten Winterfrüchte einge-sammelt werden; doch soll man sie allezeit, so langeals es das Wetter erlauben will, an den Bäumenhangen lassen: denn sammelt man sie zubaldeein,so schrumpfet ihre Scbale zusammen, und die Fruchthält sich nicht wohl; läßt man sie aber an dem Baumhangen , so hat man nichts zu befürchten, bis dieMorgen kalt zu werden anfangen, da man denn dieFrucht nicht länger darf hangen lassen: denn wennder Frost ihre Schale angriefe, würde ihnen solchessehr schädlich seyn. Ferner müst ihr auch beobachten,daß ihr euere Früchte einsammelt, wenn die Bäu-me vollkommen trocken sind: sonst halten sie sichnicht.

Wenn zu Ende dieses Monates feuchtes Wetterist, könnet ihr die meisten Sorten der Svmmer-fruchtbaume sicber versetzen , sollten auch gleich ihreBlätter noch nicht abgefallen seyn. Dergleichen sindaber: dieKirfchen, Nectarinen, Psersiche, Som-merbirnen und Sommerapfcl; doch sollen die spa-teren Sorte!» der Fruchtbaume vor dem folgendenMonat nicbt versetzet werden. Auch könnt ihr nunanfangen die Kirschen, Psersiche, Nectarinen, Trau-ben und Feigen >.u Ende des Monates zu beschnei-den, sonderlich wenn ihre Blatter zu welcken anfan-gen. Nehmet ihr solches bald vor, so verheilen sichdie angeschnittenen Theile, ehe das kalte Wetterkommet, und der Garten wird von der, von denabfallenden Blattern , entstehenden Streu gereini-get seyn.

Die Trauben im Weingarten , welche nun gro-stentheils reif seyn werden, mus man jezt gegen die

Vögel