Druckschrift 
Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
Entstehung
Seite
42
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

42

Gärtner-Kalender.

Die Nebe» im Weingarten und an den Mauernsollt ihr nun das leztemal durchgehen, und alle frey-schwebende Reben, so neuerlich gewachsen sind, weg-nehmen. Die losgegangenen Neben macht am gehö-rigen Ort vcste, damit die Frucht, welche nun aus-gewachsen , der Sonne und Luft geniesse und reifwerde. Auch habt ikr zu beobachten, daß ihr denBoden , zwischen den Reihen der Reben, vom Un-kraut rein haltet, damit durch die Sonne die Nassedes Bodens la^ich aufgetrocknet werde, und dieHitze zur bessern Neisung oer Frucht starcker zurück-faüe.

Bindet die Augen an den Fruchtbaumen auf,so im vorigen Monat oculirek worden, sonst wirddas Band die Rinde der Stämme klemmen , undhindern, daß sie da . wo das Aug eingeschoben wor-den, nicht gleich wachsen, aub müst ihr euere Stäm-me unkender von Schossen frey machen, und denBoden um die Wurzeln cuerer Baume vom Unkrautrein halten.

Früchte so jezt am besten sind oder nochdauern.

Aepfel: Summer Whits Coustin, MargaretApple, Codlin, Summer Pearmain, SummerPippm und einige andere.

Birnen: the Jargonelle, Wmdsor, Cuisse Ma-dame , Orange Mnsk, Gros Blanqnette, MuskBlanquette, langstalket Blanquetle, Poir sans Peau,Muscat Robine, Amber Pear,Green Orange, Cas-solette, U'/agSalene Pear, Gros Oignonet, PairRose, Summer Boncretien, Cailot Rosac, Rüffe-let, nebst einigen andern schlechtern Sorten.

hatwe, La Chevreuse, oder Beile Chevreuse, EarlyA^mirable, Aldemarle, Violet Peach,NivettePe-

wann unter den Augen einige Schossen hetvürgt*wachsen wären, sollt ihr sie abschneiden. Auch müßtihr euere Baume, so im vorigen Jahr oculiret vderim Frühling gepfropfet worden, durchsehen, undalle oiejenigen Schössen abschneiden, so unter denAugen oder Pfropfreisern hervorgewachsen : dennläßt man diese stehen, nehmen sie den Augen vderPfropfreisern die Nahrung.

Haltet den Boden zwischen eueren Bäumen vomUnkraut rein , und ziehet die verschiedenen Sortender immergrünen Bäume, der Waidbäume, undStauden, nach der verschiedenen Absicht die ihr mitihnen habt; behauet aber die Stamme der hoch-stämmigen Bäume niät gar zuviel: denn wenn mannicht einige kleine Schossen an den Seiten derselbi-gen stehen lässet, die den Saft zurückhalten, sind sienicht im Stand ihre Wipfel zu tragen.

Zu Ende dieses Monates könnet ihr Echnittlingevon den Kirschlorbeeren und dem GeiBlat in eineschattige Rabatte setzen, und sie beständig begiessen:denn wenn sie um der Trockene willen einschrum-pfen, so erholen sie sich stlten wieser. Auch könnetihr Schnittlinge von Stachel-mW Johannisbeereneinpflanzen , welche sich vor dem Winter bewurzclnwerden , wenn man sie gehörig begiesset, und dieseaus Schnittlingen erzogene Pflanzen sind viel besserals die so aus Nebenschossen wachsen.

Nun sollt ihr auch anfangen den Boden zu rei-nigen und zu umgraben, in welchen ihr Stämmeoder junge Waldbäume, im Herbst, pflanzen wvllet,damit der Regen den Boden aufweiche und mürbemache, ehe und bevor die Zeit zum Einpflanzen kom-met , und wenn der Boden zähe ist , so werden dieSchollen viel mürber seyn und leichter zerdrucketwerden können, wenn ihr ihn, ein Monat vder sechsWochen lang, nach Art der Ackerbeeten,ausgewors-fen liegen lasset, als wenn er erst frisch umgrabenwird.

ach, Montaubau Ro^l George, Teron de M- y)as im Lustgarten vorzunehmen.

nuS, Purple Alberge, Chancellor, Bourdine, undeinige andere.

ITlecrarinen: Roman Red, Elruge, ^lewing-ron , Brugnon, und Iralian Murray.

PM::nen: Orleans, White Perdrigon,VioletPeroric>.on, Red Jmpenal, White Jmperia', oderBonuin Magnum, Le Royal, Chestun Plum, Drapd'Or, St. <^acharine, Röche, Courbon, ReineClaude, Myrobalan, Gr?en Gage, La Miraoelle,Apricot Plum , Prune Monsieur, Maitre Claude/Royal Dauphin, und einige andere.

Trauben: die Jnliustraube, weisse Süsscwas-sertraube, Blak Cluster, Müllertraube, Chasseias,weisse Muscadin, und Orleans.

Feigen: die frühe weiße , die lange weisie, dierunde blaue, die kleine weisse, die grosse gelbe, diegrüne mit weissem Fl.isch, die grüne mit purpurfar-ben Fleisch, die gräne mit rothem Fleis , ncbst oerdraunschwelger nnd cyprischcn Feige.

Lambercenusse, Nüsse, Maul eeren, Stachelbee-ren, Johannisbeeren, schwarze Kirschen, Herrfrod-schirische Kirschen, Maulbeerkirschen; im Glas-Haue Ananas.

)Vas in der pflanzschule zu thun seye.

Mit Anfang dieses Monates sollt ihr sorgfältigdie Stamme durchsehen, so im vorigen Monat ocu-liret worden, und das Band an selbigen losmachen,weil es sonst die Augen klemmen mögte: uns so et,

Versetzet die Ableger der Gartennelcken, der Ae-dernelcken und der Bartnelcke», welche sich um diese^eit bewurzelt haben werden, wenn sie zeitlich einge-leget worden. Diejenigen Pflanzen der auserlesenenGartennelcken, welche in Töpfe kommen sollen, kön-nen um viele Ze ::,eine jede in einen kleinen mit frischerErde angefüllten Topf gepflanzet, und in einen schat-tigen Ort gestcllet werden, bis sie sich bewurzelt ha-ben: hernach kan man sie an einen freyeren Ort brin-gen, wo sie bis zu Anfang des Ocrob^s gelassenwerden können , worauf man selbige unter die Ein-fassung eines Mistbeetes setzet, vder in ein altes Loh-beet eingräbt und aus Reisten Bögen darüber ma-chet, damit man sie im Winter bedeck n , und ge-gen starcke Regen, Schnee und strengen Frost ver-wahren könne; doch mus man sie bey gelindem Wet-ter allezeit wieder öffnen, sonst wachsen sie schwachdaher. Auf diese Weise sind sie viel besser zu erhal-ten , als wenn man sie gleich anfangs in die Töpfesetzet, in welchen sie bleiben und blühen soiien, weilsie in einem sechsmal engeren Bezirck stehen) im Früh-ling aber kan man sie aus den kleinen Topfen, mitder Erde an den Wurzeln herausnehmen, welchessie gar nicht zurückhalten wird, und in die grösserenTöpfe setzen, wonnnen sie blühen sollen DiejenigenGartennelcken, Federnelcken und Bartnclcken aber,welche in die Rabatten des Blumengartens kommensollen, können nun in die Beeten der Blumenschulegepflanzel werden, um in selbigen bis um die Mitte

oder