Augustus.
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Bflanzen nicht eingrabet, denn davon würden siefau,len. Auch müst ihr euere Endivien , so ausgewach-sen sind, binden, damit sie sich bleichen. Dieses musebenfalls geschehen wenn die Blätter recht trockensind, sonst faulen die' Pflanzen.
Die im lezten Frühling gepflanzte Artischocken,werden nun anfangen ibre frucht ,u zeigen, dahersollen alle kleine Nebenschossen , so an den Seitender Stengel Hervottreiben, abgeschnitten werden:denn laßt man sie daran, fo schwachen sie Sie Haupt-frucht , und nehmen ihr die Nahrung. Auch mustihr sie vom Unkraut oder andern groswachsendenPflanzen,so nahe be» ihnen stehen, oefreyen.
Verpflanzet euern Broecoli, den ihr in» vorigenMonat noch nicht versetzet habt, dahin, wo er blei-ben und blühen soll, und begiesset ihn behörig, biser sich bewurzelt hat. Diese Pflanzen soll man rei«benweis zwey Echuh weit voneinander setzen, in denReihen aber einen E chuh voneinander stehen lassen.
Ihr könnet auch jezt noch etwas ' avoyerkokl ver-setzen , welcher spat im Frühlina kommen soll; sieleaber ein strenger Winter ein , so w rd selbiger nichtgros werden noch Köpfe bekommen; bey gelindenWintern aber schlägt er vielmals sehr wohl an.
Habt Acht, daß die Wurzeln enerer Melonen nichtzunas gehalten werden, als wovon vielmale diePflanzen verderben , eke die Frucht reif wird, son-derlich die Canta'upmelone und andere seltene M>lonensorten.w.lche die Nässe yar nicht leiden können,so, da5 wenn mm sie nach gememer Weife iraclir.t,die Pflanzen insgemein verderben, ehe noch ihreFrucht reif ist, da denn die Frucht ganzlich verloh-ren gehet.
Nun werden euere Gurckni zum Einmachen reifwerden, daher müst ihr sie die Woche zwey bis drey-mal durchsehen, und die reifen einsammeln: Denn inkurzer Zeit könnten sie zu gros werden. Be» trocke-nem Wetter müst ihr sie auch vffters begiessen,!'»werden sie eine Menge Fruchte bringen.
Der Spargel den ihr im vorigen Frühling ge-pflanzet habt, mus sorgfältigst vom Unkraut ger ini-get werden: denn um diese Zeit wird er neueSchossen treiben, welche viel stärcker ausfallen wer-den , wenn ihnen das Unkraut oder andere Pflanzenkeinen Schaden thun.
Alle euere Wmterpflanzen, als Pastinack, Lauch,Manggold, Kohl:c. müssen bestäm vom Unkrautrein gehalten werden: denn lasset ihr solches wachsen,wird es denselben vielen Schaden thun, und um die-se Zeit seinen Saamen bald fallen lassen, wodurchder Boden häuffig mit Unkraut wird angefüllet wer-den, welches ihr in vielen Jahren nicht werdet aus-rottenkönnen.
Die Misthauffen müssen ebenfalls vom Unkrautgereiniget werden, sonderlich von der Melde und denNachtschatten, welche um diese Iakrozeit auf demmeisten Misthaufen etwas sehr gemeines sind ; undwenn man ikren Saamen ausfallen läßt, so mischtsich solcher unter den Mist , den man in den Gartenführet, und da wird der Boden mit Unkraut ange-füllet; diesemnach müst ihr solches ausziehen / auf ei-nen Haussen,der vom Garten oder den Misthauffenentfernet seim mus, zusammenwerften und verfaulenlassen : denn wenn man es nur ausreistet und aufdem Misthauffen lieaen lasset, wie einige zu thunpflegen, so wird der Saame auch im Liegen reif, und«ben so schädlich werden, a!s wenn man das Unkrautbis zur Zeingung hatte stehen lassen.
In diesem Monat kennet ihr auch vom Salbey,Rosmarin, Stöchaskraut, Lavendel, Mastichkraut
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und andern gewürzhaften Pflanzen, Reiser e'.n! l en,wenn ihr solches im Frübling nicht gethan habt;diese aber werden lange nicht so starck werden undder Kälte so woh! widerstehen, als die so im Früh-ling gcpflanzet worden; daher man sie denn in Ver-wahrung bringen mus, wenn ein strenger Wintereinfiele.
Schneidet diejenigen Kräuter ab, die nun blühenund aus welchen ihr Wasser brennen , oder die ihrden Winter zum Gebrauch aufbehalten wollt, daihr sie denn allezeit in einen, trockenen schattigen Ortausbängen sollt: denn trocknet ihr sie in der Sonne,so schrumpfen sie zusammen, werden schwarz undtaugen nichts.
Fahret fort den Saamen der Kresse, der Rüben,Steckrüben, der Rettiae, des Senfs und anrererSalatkrauter, alle Wochen, auszusäen, damit oieTafel immer könne versehen werden : denn sie wer-den bald zum Gebrauch zu gros.
Sammlet alle Sorten des C aumens von Küchen-gartenaewachsen, so nunmehr reif sind, und breitetsie ans Matten , daß sie trocknen ; hernach klopftetsolche oder reibet sie aus ihren Hülsen und Sc! ottcnaus, und verwahret sie, bis die Zeit zum Aussäenwieder kommet.
Euern Nettigsaamen, der nun in den Schottenist, müst ihr verwahren , damit ihn die Vögel nichtauffressen, wie sie balo thun werden, wenn man sienicht verscheuet.
Sä-t Steckrüben zum spaten Gebrauch, welchesvor dem zwanzianen dieses Monates geschehen kan;die man aber spater saet, bekommen selten wohl,sonderlich wenn der Herost kalt ist.
Häuftet die Erde um euern azorisihcn Fenchelauf, welche nun ausgewachsen ist, damit er sich blei-che,und aeor.üchct werden könne; jähret auch fort,den Sel!ery in Gruben zu versetzen, damit ihr immerVorrach habet, das Jahr hindurch die Tafel damitzu versehen.
in«: im IVüchengarten wachse.
Kohl, Faseoln, einige grosse Erbsensorten, Arti-schocken, Gartenbohnen, Mohren, verschiedene Sor-ten Kopfsalat, azoriscbcr Fenchel, Se^ero, Steck-rüben, Gurcken, Melonen, Zwiebeln, Pvrtnlae,alle Arten junger Salatkräuter, etwas später Blu-menkohl, Endivien und einige andere Sorten.
'Was im Fruchtyc.rten und N?cingar'ei!vorzunehmen.
Sehet euere an Mauern stehende Fruchtbaumefleißig durch , um die Schnecken und anderes Ge-schmeis auszurotten, als welche euere besten Früchtebenagen und verderben machen würden. Auch solltihr die Sperlinge und Meisen ausrotten, als welcheeuere schöne Birnen, Feigen und Trauben, sobaldsie reiften, anpicken, wenn man sie nicht verwahret.Ferner könnet ihr bin und wieder an euere BaumeGläser mit Honigwasser hangen, um die Wespenauszurotten, welche, wenn sie von diesem Wassersauften wollen , sich selbst ertrancken.
Wenn einige Zweige enerer Bäume an der Mauervorwärts herausstehen, oder von den Winden in Un-ordnung gebracht worden :e. so bevestigct sie in ge-höriger Ordnung an der Mauer, damit die Fruchtzu ihrer Zeitigung der Sonne geniesse; pflücket aberdie Blätter nicht ab, wie einige zu thun pflegen:denn dadurch würde die Frucht zusehr entblöset,hartund selten recht reis werden.
(L) Die