oder bis zu Ende des nächsten Monates zu bleiben,da man denn die Rabatten des Lustgartens umgra-ben und von neuem bepflanzen soll, worauf man siemit einem Erdball an ihren Wurzeln aushebeu, undmit anderen Blume» in die Rabatten pflanzen kau»
Nun könnet ihr auch euere auserlesene Aurickelnin frische, fette Erde versehen , solche von abgestan-denen Blattern reinigen und an einen schattigen Ortsetzen, bis sie sich bewurzelt baden Dese irische Erdewird die Pflanzen sehr star ten , uno ihre Blumenim folgenden Frühling um vieles ver bessern.
Auch tonnet ihr nun die Wurzein der bollenwurz-lichen Jrisarten »der Fritiilarien und peruanischenHyacinthen versetzen; iugleichen die Würze!« derLilien, türckischen Bun)e, der Kaiserkronen, Pö-onien und Scbwerteuiii.'N, deren Blätter jezt ver-welcket sin); laßc man sie aber lange in den Boden,treiben >ie neue Fasern, und alsdenn ist es zu spat siezu versetzen, sonderlich oie weissen Li ien,weil sie baldneue Blatter treiben, und wenn man sie nachgeheudsversetzet, im folgenden Jahr selten blühen.
Sammlet alle Sorten von Blumeui'aamen, wennsie reif werden, und breitet sie in die Sonne, damitselbige trocknen; hernach hebt man sie in ihren Hül-sen oder Schotten auf, bis es Zeit ist, sie auszusäen:denn der Saame der meisten Pflanzen tan langerin den S chotten gut erhalten werden, als wenn mattihn ausreibet.
Versetzet die Gartenschlüssel, die andern Schlüs-selblumen , nebst den aus dem Saamen erzogenenÄurickeln/ und haltet selbige so lange im Schatten/begiesset sie auch , bis sie sich bewurzelt haben, dieErde aber mus vest um sie angedrucket werden, sonstarbeiten fie die Würmer aus solcher heraus; um die-sen vorzubauen , machen einige ein Beec aus altenMist und stampfen solchen veste zusammen, hernachlegen sie oben , drey bis vier Zoll dick.guce Erde da-raus, und pflanzen die aus dem Saamen erzogeneAurickeln d.wein. Dieser Mist halt die Würmer ab>und verhindert daß die Pflanzen nicht aus der Erdegewühlet werden.
Schneidet die Stengel derjenigen Pflanzen ab/welche verblühet haben und verwelcket sind, und bin-det alle hochwachsende Pflanzen an, damit sie vonstarcken Winden , welche um diese Zeit offters we-hen,nicht abgebrochen oder umgerissen werden.
Die Topfe mit jährlichen Pflanzen müssen nungehöriger Massen bey trockenen? Wetter begossenwerden, sonst vermehren sie bald ihre Schönheit;diejenige aber unter ihnen so zart sind, können, wenndie Nächte kalt zu werden anfangen, in Verwahrunggebracht werden , damit ihr Saame zeitige; indemselbiger bey schlimmen Wetter selten wohl reiffet,wo sie nicht dagegen verwahret werden.
Zu Ende dieses Monats sollt ihr anfangen, eueriBeeten für die auserlesenen Hyacinthen, Tulpen/und Ranunckeln zurechte zu machen, damit sich dieErde setze, ehe die Wurzeln darein gepflanzet wer-den : denn wenn sich sonst die Erde ungleich sitzet,so giebt es oben in den Beeten Locher, worinnensich das Wasser aufhalt, und da jaulen die daselbststehenden Wurzeln. Wenn man diese Beeten dreySchuh tief machet, und unten auf den Boden et-was faulen Kükmist leget, so treiben die Fasern derMuneln in selbigen, im Frühling hinein, und diesewerden machen, weil sie viel Nahrung aus dem Mistziehen, daß sie sehr starck blühen.
Reiniget alle Theile eueres Blumengartens voniUnkraut: denn lasset ihr solches stehen, läßt selbigesin kurzer Zeit seinen Saamen fallen / und da wirS
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euer Garten mit Unkraut so starck angefüllet wer-den, daß solches in etlichen Jahren nicht auszurotten
ist.
Nun könnet ihr den Saamen der Anemonen/derKüchenschellen, Ranunckeln, des Cassrans, derFrittilarien, Hyacinthen, Tulpen,Narcissen, Sau-drode/ der Schwertlilien, Aurickeln, Lilien, türcki-schen Bunde, Gartenschlüssel :c. in Töpfe oder Kä->fien säen, die mit fetter Erde angefüllet sind, davei)aber beobachten,daß ihr diese SaameU.-weil sie zartund leiwt sind, nicht zu tief unter die Erde bringet/denn sonst würden sie verfaulen, dergleichen aber sinddie Saamen der Ranunckeln,Küchenschellen, Ane-monen, Aurickeln, (^artenschlüsseln und Frittillarien:grössere Saamen aber können auch dicker bedecketwerden. Diese Töpfe oder Kasten kan man so stel-len, daß sie bis zehen oder eilf Uhr dieMorgensonnehaben: denn wenn sie um diese Zei' dem heissen Son-nenschein -u sehr ausgesetzet sind, so gebet der Saa-me nicht so wohl aus; auch müssen sie össters, abergelinde, begossen werden, sonst könnte der Saameaus der Erde herausgeschwemmet werden.
Der Saame verschiedener Sorten von jährlichenBlumen kan nun in warme Rabatten gesaet wer-den und den Winter über da. innen bleiben, damiter im folgenden Sommer bald blühe/ so werden siestärcker werden , auch wird ihr Saame a eze^t bes-ser reisten / dergleichen sind nun die wohlriechendenPlatterbsen, das NabMameukraur, der kleine >ahr-liche Nachtveil/ Lobe!? Mückenfanglycl nis, dieStrohblumen / die Biiamblume , die indianischenSeabiosen und einige andere.
Nun könnet ihr die gefüllte scharlacl'färbe Lychni^,die gefüllten Samm:rößlein,den gefüllten Nachwelt/den s>''oel'lumichten Enzian der?üpcn, die gefülltenWiesensammtrößlein nut zerkerbter v lume, die ge-füllten weissni und rothen El mmtrößlein / den ge-füllten Mückenfang, und den Löwenschwanz aus Ca-nada durch Reiser und Theilung ihrer Wurzel ver-mehren. Doch müssn diese Reiser in schattige Ra-batten gepflanzt werden , odcr man MUS dieselbenbey Heissem Wetter mit Matten g hörig im Schal-ten halten urw beständig begiessett, bis sie sich bewur-zelt babem Mit Anfang des Octoders werden dieseReiser recht gute Pflanzen geben , und da kan mansie entweder in Töpfe / oder in die Rabatten des Blu-mengartens pflanzen, wo sie im folgenden Jahr starckblühen werden.
Psianzen, so nun im Lustgarten blühezu
Einige Gartennelcken, die Nelcke,die gesä minckteFrau genannt, der alte Maunskopf ebensa s eineNelcke, Balsaminen, die Wunderblume, die Ama-ranten , Kugelamaranten, verschiedene Sorten desSternkrautes, verschiedene Sorten de- Golorutbe/scharlackfarbe und blaue Carrinalsblume, Glocken-blume, Rosenpappel , Eolchienm von Chio , Säu-brodsorten, verschiedene Sorten der grossen Winde,Adonisroslein, der Vmusspieael, Nabelsaamen-kraut, africanische und französische Sammtblume/Bisamblumen, indianische Seabiosen, Schwarz-kümmel, crerischer Bauernsenf, die Hundokohl!or-ten, Platterbsen, rangicrtsche Erbsen, beständigeErbsen, verschiedene Sorten der Sonnenblume,dieSorten der Laratera, verschiedene Pappeisorten /Leinkrautsorten, die Flockenblumensorten/die Bläs-leinsketmia,die Habichtkraut!orten, die Stechapfel-sorten, die Tuberosen/ Scharleysorten/Storchen-schuabel, die Lychniesorten > jährlicher Nachtveil/selbes Mottenkraut, gefülltes Nieekraut/ Etroh-(L) 2 biu-