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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Gärtner - Kalender.

Nische Schwalbenwurz, kritüllsriz crzssa genannt,verschiedene Ficoidessorten, kleine kriechende Fackel-distel, grosse aufrecht wachsende Fackeldistel, ver-schiedene Ketmiensort-m, verschiedene Sorten vomNabelkraut/ vom Wunderbaum, Papaya, aineri-canische Purgiernus mit demLauskraucblat, Baum-,wollenstaude, Nachtschatten aus ^l'ialudar, Blut-blume, gefüllte indianische Kresse, Myrtocistus,^ /Xl'cyrum) siaudige ttfricanliche Kreuzblume, stau-biger canarijchcr Fingerhut, baumartige Sonnen-wende mit Waldsalbeyblättern, die Rührkrautsor-ten, ufd icaiujche Ringelblume mit Saffranblättern,die Meblbaumsorten, Erdspinnenkrautsorten, blauerasiicanischer doldentragender Hyacinth, Oliven,der vierecki'hte Nuöbanm, die Kreuzdorniorren, ver-schiedene Aloesorken, Durch, lndianiscLzc-. Blumen-rohr, ceylanische Lilie, Turnera, zwey Sorten der,nalabarischcn Nus, die Balsamapfeimaunlein-si)rten ,die Melonendistel, srembde Federwinde, Ta-marindenbaum , Amberstaude, asricaniiche Spier,stände, staudiger Sauerampfer, breitbiatterige, in-dianische Narciölilie, amcricanischcr Nachtschat-ten , Alaternoides mit dem Lorbeerblat, Baumwer-mutb, Feldzwiebeln, Bermudiana mit dem Palm-blat, Plumeria, spanische Kleesorren, Narcislilien,Meerlilien und einige andere.

ugustus.

Was im Auchenzarten vorzunehmen.

.it Anfang dieses Monates müst ihr Zwiebelnsäen, um bald im Frühling die Tafel damitzu den Salaten :c. versehen zu können , ausFurcht aber es niögte ein gar ;u kalter Winter ein-fallen, ist es auch gut, zu gleicher Zeit, etwas vonden 'Mallise; zwiebeln zu säen : denn sie stehen diegröste Kalte aus, wenn alle gemeine Sorten verder-ben; auch sind sie stärcker von Geschmack als die ge-meinen Sorten, und eben dieses ist die Ursache, wa-Mn sie in so allgemeiner Achtung stehen.

Ihr müst auch Spinat säen der den Winter überstelln bleiben soll, um die Küche im Winter undFrühling damit versehen zu können. Diejenige Sor-te so die ^altc am besten ausstehet, ist die mit stach-liger Saam.'ncapsel, welche die meisten Leute umdiese Iahrszcit saen, indem solche viel dauerhafterals die rundblätterichten Sorten ist. Es giebt vonjener zwey bis dreyerley Arten, welche nach derGrösse der Blatter unterschieden sind; die größteund beste Art ist diejenige, welche die Gärtner denKlettenspinat nennen.

Um den fünften oder sechsten dieses Monates,könnetihkden weisen frühen Kopfkohlsaamen säen: denn der-jenige so ehender gesäet worden, schiesset im Frühling

kommen sie nicht so frühe, weil sie den Winter überruhen.

Den zehenden und zwölften dieses Monates solltihr etwas Blumenkohl saen, um solchen früh zu ha-ben , und ihn unter euere Glocken, und an die Mau-ern zu plauzen wo er frey stehen soll; gegen denvi^rzchendcn und sechzchenden aber, könnet ihr zumzweytenmal welchen säen, um solchen in eine Rahmzu pflanzen, damit er den Winter ausdauere: dennes pfleget öffters bey gelindem Wetter zu geschehen,

daß viele derjenigen Pflanzen so zuerst gesaet wor-den, im Frühling , in Saamen schiessen, hat mannun aber keine zweyte Saat gemachet, so leidet manMangel; uberdem so blühet der letzere erst, wennder frühere vergangen ist, und diesemnach, kan dl«Tafel mit der zweyten Saat viel länger versehenwerden.

Um die Mitte dieses Monates sollt ihr etwas ge-meinen Kopsiattich, und etwas bcaunen holländi-schen Lattich saen, der den Winter über in einerwarmen Rabatte unbedecket stehen bleiben soll. AuEnde des Monates könnet ihr etwas Koch - undschlksischen Salat saen, um solchen in warme Ra-batten, so an einer Mauer, Zaun oder Hecke stehen,zu pflanzen, wo er, wann der Winter nicht strengeist, ohne Bedeckung andauern wird Etwas davonkan man auch im Frühling in den Rabatten lassen,da man ihn denn im folgenden Früh!ing^bald, undehender als denjenigen wird brauchen können, denihr aus dielen Rabatten verpflanzet, oder unter eineRahm gesetzet habt. Wo man aber die Pflanzenstehen läßt, sollen sie nicht zunahe beysammen gelas-sen werden , weil sie gerne an einer Mauer, Zaunoder Hecke schwächlich werden.

Bcy feuchtem Wetter kan man Endivien undSelZery zum bleichen versetzen und wohl begiessen,damit sich die Erde um die Wurzeln setze; sollte aberdas Wetter trocken werden, so mus man sie gehö-rig begieMn, bis sie sich bewurzelt haben.

Nun könnt ihr etwas von demjenigen Lattich oderSalat versetzen , so im vorigen Monat gesaet wor-den , uin die Küche im Herbst damit zu versehen.Selbiger soll an einen warmen Ort gepflanzet wer-den, weil ihm sonst der Frost, der öffters bald imOcroder einfällt, schaden könnte. Man mus ihnauch überdem geyürig begiessen, bis er sich bewur-zelt hat.

Zu Ende des Monates, sollt ihr verschiedene Sor-ten solcher Saamen aussäen, welche lange im Bo-den liegen bleiben, und öffters nicht aufgehen, wennman sie im Frühling säet, dergleichen aber sind: derKörbelsaame, der Saame der Angelica, des Lieb-stöckels , der Mcisterwurz, des Löffelkrautes, desFenchels, des Smyrnenkrautes , süsser Sesel, kleinBaldrian , und einige andere, welche allezeit besserbekommen , wenn sie um diese Zahrszeit als wennsie im Frühling gesaet werden.

Die Beeten mit Kohl?c. so im vorigen Monatbesäet worden, sollen sorgfältig gejättet werden,undwenn die Pflanzen sehr dick stehen , soll man etwasdavon ausgehen , und an ein ander Ort versetzen,damit die übrigen um so viel besser Platz zum wach-sen haben.

Schneidet die blühenden Reiser der meisten Sor-ten gewürzhafter Pflanzen ab , als nämlich des La-vendels , Rosmarins, Saturey, Dsopen zc. damitsie noch vor den Winter neue treiben; doch müst ihrsolches nicht bey trockenem Wetter vornehmen: dennvielmals verderben die Pflanzen davon , wenn einelang anhaltende Trockene einfallt.

Ziehet Zwiebeln , Knoblauchs Rockenbollen undSchalotten aus, wenn ihre Blatter zu welcken undabzufallen anfangen, und breitet sie dünne in einenluftigen Ort, daß sie trockenen, ehe ihr sie dahin le-get, wo sie zum Wintergebrauch sollen aufbehaltenwerden.

Bey trockenem Wetter müst ihr um eueren Sel-lery die Erde aufhäuffen, wenn er dazu gros genugist; nehmet euch aber in Acht daß ihr das Herz der

Pflan-