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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Iul

die Schnlttlinge am besten gepflanzet,wenn man einBeet von leichter, fetter Erde machet, worein mandie Schnittlinie pflanzen soll; hernach machet Bo-gen von Reiffen über daSBeet,umdieSchnittlingebey heissem Wetter im Schalken halten zu können,begiesset sie auch gehörig, wenn sie solches nöthig ha-ben , lasset sie aler alle Nachte srey stehen, damit siedes Thaues gemessen, n elc! es ihnen sehr nüjlichseyn wird ; dieses soll aber mit solchen Pflanzensor-len geschehen Iv nicht gar zart sind: denn diese wol-len ein mäßiges Mistbeer haben, wenn sie sich bewur-zeln sollen, sonderlich zarte und saffti e pflanzen,als die Fackeldisteln, Eupborbien :e. alle Sortender Storchenstlnabel hingegen, die Myrten, die Ja-cobskräuter, die Sorten vom Ane nonospermos,die dauerhaften Hundslohlsorten, die Honigblume,der staudige Sauerampfer, der Löw'nslwanz, dieafricanische Salbeystaude, die Jerusalemssalbey-sorten, die Hermannien, die Amberstaude, und an-dere Stauden vom VslgebstrI der guren Hoff-nung , bewurzeln sich viel besser in einem Beet vonfetter Erde, als wenn man sie in ein Mistbeet pflan-zet.

Versetzet diejenigen ausländischen Pflanzen so imFrühling aus dem Saamen erzogen worden, undpflanzet sie in grössere Töpfe, nael d m nämlich sol,cheö ihr verschiedenes Wachsthum erfordert; dieje-nigen aber welche zart sind, grabet in ein Lohbeet ein;doch müjNhr dabey beobachten, daß ihr sie begiesset,und im Schatten haltet, bis sie sich wieder bewur-zelt haben ; nachgehende mus man ihnen nach Be-schaffenheit der warmen Witterung, Luft und Was-ser geben.

Waschet und reiniget dieBlätter und jattenSclws-fen euerer auserlesenen ausländischen Pflanzen vomUnrath und Jnseeten, indem sie von beeden inSge-mem um diese Jahrszeit besetzet sind, sonderlich die-jenigen so in der Lohstube stehen, und wenn man sienicht bald reiniget, leiden die Pflanzen viel davon,und die Inletten breiten sich über die meisten andernPflanzen so starck aus, daß sie nicht leicht zu ver-tilgen sind.

^ Bey Heissem Wetter, sollt ihr eueren zarten aus-ländischen Pflanzen, so viel möglich, frische Luft ge-ben, sonderlich wenn kein starcker Wind wehet; umden Mittag aber, ist es gut die Fenster des Glas-hauses im Schatten zu halten, wenn die Sonne sehrstarck scheinet, sonst wird die Erde in den Töpfen zu-trocken; doch ist dieses von solchen kleinen Glasbau-fern zu verstehen, wo die Fenster nahe an den Pflan-zen sind : denn in grossen luftigen Glashausern, wodie Fenster etwas entfernet sind , ist keine Beschat-tung nöthig.

Rühret die Loh in solchen Beeten um, deren Hitzeabzunehmen ansängt, und milchet etwas frische Lohdarunter, dadurch wird die Hitze wieder verneuertund um eine ziemliche Zeit langer dauern; zu gleicherZeit aber, sollen diejenige Pflanzen, so es nöthig ha-ben, versetzet und in grössere Töpfe gebracht werden,wenn solches ihre Wurzeln erfordern.

Die Ananas werden nun ziemlich reif werden,wenn das Wetter warm ist; wenn man also die fruchtvon den Pflanzen abschneidet, so sollen die Töpfemit den allen Pflanzen in ein warmes Beet cmge-graben werden, damit die Nebenschossen früh genughervortreiben, und solche vor dem Winter abgenom-men werden können ; in dieser Absicht sollen sie öff-ters begossen werden, sonst wachsen sie schlecht.

Wenn die AnanaSpflanzen»die im nächsten JahrFrüchte bringen sollen,, die Topfe mit ihren Wur-

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zeln angefüllet haben, so soll man sie nun in die Tö-pfe versetzen,wvrinnen sie stehen bleiben sollen: wcunman dieses so früh im Jahr vornimmt, fo haben sieZeit, noch vor dem Winter gute Wurzeln zu^trei-ben: denn füllen sie vor dein Frühling die Topfe.nicht mit ihren Wurzeln an, so bringen sie seltengrosse Früchte.

Machet Ableger vom spanischen, arabische,luNdazorischen Jasmin, wie auch von allen zarten Sor-ten der Paßionsblume, welche sich ehcnder ans den?arten Knoten der neuen Schossen , als aus den al-ten vom vorigen Jahr, bewurzeln ; doch ist dabeyzu beobachten, daß ihr die Töpte mit den Einlegernin ein Mistbeet cingrabet, sonst schlagen sie nicht an.

Sammlet alle Sorten ausländischer Saamenwenn sie reiffen , und breitet sie in einem trockenenOrt auf Papier, damit sie hart und trocken werden.Nachgehend? müssen sie in ikren Schoten oder Hül-sen sorgfältig verwahret werden, bis es Zeit ist sieauszusäen

Diejenige jährliche zarte Pflanzen so die freye Luftvertragen, sollen nun aus den Mistbeeten, in einenwohlverwahrten Ort gesetzet werden, wo sie besserSaamen tragen, als wenn man sie bestandig imBeet läßt.

Wenn einige euerer zarten Pflanzen km Glashausstarck von Inletten besetzet sind, oder viel Unrathauf ihren Blattern baben , sollt ihr sie «bwaschen ,und an einen warmen Ort in die freye Lust setzen,wo sie für starcken Winden verwabret sind, welchesden P^anzen sebr vortraglich seyn wird; wenn aberdie Pflanzen starck mit Jnseeten besetzet sind, solltihr sie mit Wasser abwaftben, woriunen Tabackeingeweichet worden , und dadurch werden die Jn-setten gewie ausgerottet wenn man gehörig damitverfallet. Ihr müst auch bey warmen Wetter be-standig einige von den obern Fenstern, alle Tage,offen Hairen : denn um diese Jahrszeit dünsten diemeisten Pflanzen starck aus, wenn nun dieselbigenzu einaeschlosicü gel alten werden , bekommen sie einkränkliches Ansehen, ihre Blätter verändern dieFarbe, und da werden sie bald von Jnseeten besetzetwerden.

PMnzen so nunmehr im Gewächshaus)und im Glashaus bmhen.

Pomeranzenbäume, Limonienbäume, Citronenund Pompeimus, verschiedene Myrtensorten, Amo-mum Pliiui,Zupitersbart, Cistenrößlein mitMeer-portulaeblättern, zwey bis drey Sorten wohlriechen-der Cistenröslein, verschiedene Sorten vom männ-lichen Cistenrörlein, spanischer Jasmin, verschie-dene Storchcnfchnabelsorten, zwey Sorten ständi-ger Scabiosen, gelber indianischer Jasmin, azo-nschcv Jasmin, Jasmin mit Steineichenblätreui,arabischer Jasmin, äthiopische BläßleinSsenna mitJupitersbartblätteri! , aufrechter afncanischerHundskohl mit dem Weidenblat und oranicnsarberBlume, blau und scharlachfarbe Cardinalsblnme,verschiedene Sorten der Sonnengoisblums, zweybis drey Caßiensvtten , indianische Ataeia , Gui-donia mit Ulmenblättern , verschiedene Sorten desFühlkrautes, der Cora!!enbaum,crcn'scher Silker-steinklee, Steinklee dessen man sich zur emldcnen Aderbedienet, zwei) bis dren Haubechelsorten , zwey bisdrey Sorten der Pasionsblume, der Coffeebaum,weisser spanischer Gensier, c.fticanische, baumar-tige Bohnenkaper mit schwefelfarber Blume undrunder Frucht, der rothe und weisse Oleander, ge-füllter Oleander, wohlriechender Oleander, aftica-(K) 2 Nische