^ Gärtner-
ren Lochern hervorkriechen, so, daß sie leichtlich aus,Motten sind.
Das Unkraut so nun in den meisten Garten wächst,ist die wilde Melde, Nachtschatten, Stechapfel,Kreuzkraut, Taschelkraut, Löwenzahn, Gauchheil:c.wenn man aber diese Pflanzen zwischen den Gewach-sen stehen laßt, werden sie fol.ye vald uberlaussen,und alle nahe bey ihnen wachsende Pflanzen verer-ben machen.
Nun könnt ihr den Lauch aus dem Saamenbeetin diejenigen Orte versetzen, wo sie bleiben sollen;doch must ihr sie so lange beniesten, bis sie sich wie-der bewurzelt haben. Dieses geschiehet vielmals inkleinen Garten , wo in dem nämlichen Boden einefrühe Saat von Bohnen oder Blumenkohl gewach-sen, ehe man den Lauch darein setzet.
Die Beeten mit dem jungen Spargel, so im Mer-zen verpflanzet worden, müssen recht rein vom Un-kraut gehalten werden; weil selbiges, wenn man eswachse» laßt, die Wurzeln bald schwächet, und
manchmaien verderben macht.
Versehet etwas von Endivien,so im vorigen Mo-nat gesaec worden , und machet die Reihen einenSchuh weit voneinander, die Pflanzen selbst aber,sollen in den Reihen acht oder neun Zoll voneinanderstehen.
tvas im Rüchengarten wächst.
Der Blumenkohl in Menge, anderer Kohl, jungeMohren, Bohnen, Erbsen, Artischocken, Spargel,Steckrüben, Gurcken, Melonen, Faseoln, verschie-dene Sor:en Kopfsalat, alle horten junger Salat-krauter , alsKörbel, Kresse, Senf, Rüben,Reuige,Schafmaulchen :e. etwas früher azorischer Fenchelund anderes mehr.
Me Sorten lieblicher Kräuter, als Lavendel, Thy^mian, Winttlsattiiey, Ysopen, Anwerkraut, Ma-stichlraut/Stöchnörraut :c, wie auch Salbey, Ros-marin, Wohlgemuth, Münze, Melissen, Pole»,Petersilie, Sauerampfer, Pimplnellen, Ochsenzun-ge, Borretsch/nebst vielen andern Arzeney-uno Ku-chenkrautern.
IVas im Fruchtgarten vorzunehmen.
Um die Mitte des Monates könnet ihr anfangenSteinobst zu oculiren,und solches desAbends oder beytrübemWetter vornehmen. Die erste Sorte, so oeu-liret werden kaii, ist das Aprieofenmännlein , undhernach könnet ihr solches auch mit den andern Sor-ten vornehmen, und euch hierinnen nach der Zeitrichten, zu welcher sie reisen.
Nun must ihr wieder euere Baume durchsehen,so an Mauern und Spalieren stehen , und alle vor-wärts wachsende, übel stehende oder freche Zweigewegnehmen, die andern aber, fein ordentlich, in glei-cher W?ice an die Mauer oder Spaliere anlegen;doch bedienet euch bey dieser Jahrszeit des^ Messersnicht gar zu fleißig , lasset auch keiue Blatter vonden Zweigen abreissen,weil dadurch die Frucht, beyTag der Sonne, und bey Nacht der Kälte zusehrmögte ausgesetzet werden.
Wo man etwann die Pfersiche und Nectarinenzu nabe hat beysammen stehen lassen, als man dieübersiüßigen weggenommen, da soll man sie jezt weg-nehmen, mit der Vorsicht, daß man zwey oder meh-rere Früchte nicht näher, als vier oder fünfZoll bey-sammen stehen lasse, dieses wird der Frucht sehr vor-ttaglich seyn, und die Bäume ziemlich starcken.
ealenoer.
Sehet sorgfältig nach den Schnecken, und an-derem Ungeziefer, welche euere schöne Früchte anfal-len , und selbige, wenn man ihnen nicht in Zeitenvorbeuget, bey dieser Jahrezeit in kurzem zu Schan-den richten werden.
Bey trockenem Wetter begiessct diejenigen Bäu-me so im vorigen Jahr versetzet worden ; wobey zubeobachten, daß oben auf dem Boden um die Wur-zeln herum etwas Streu liegen bleibe, damit sieSonne und Wind nicht auetrockene; diejenigenSchossen aber, so etwann hervorgekommen sind,könnet ihr entweder an der Mauer oder der Wand,in der Oronung, in welcher sie wachsen sollen, vcstmachen: denn last man sie frey daher wachsen, tön-ten sie von den Winden:c. abgebrochen werden.
Haltet den Boden um euere Baume herum vomUnkraut und allen andern Pflanzen rein: denn läßtman sie wachsen, so ziehen sie die Nahrung aus denBoden, zum grösten Nachtheil der Bäume an sich,und die Früchte,so dergleichen Baume bringen, wer-den lange nicht so gros, und Wohlgeschmack seyn, alsdiejenige so an sollen Bäumen wachsen, um welcheman keine andere Pflanzen stehen läßt, auch sollt ihrdie Erde der Rabatten um die Frii btbaume herummit einer Mistgabel aufstechen, um sie da, wo sie zu-sammen gerretten worden, als man die Baume an-geheftet , oder wenn der Boden sehr starck ist, undsich gerne zusammen setzet oder hart wird , aufzulo-ckern,so kan die (^rde jeden Schauerregen besser ein-nehmen , und zu den Wurzeln der Baume durch-drmgen lassen; doch mus man biebey sebr sorgfaltigverfahren, und mit der Gabel nicht zutief gehen, da-mit die Wurzeln der Baume nicht in Unordnungkommen.
Nun must ihr auch euere Weinstöcke wieder durch-gehen , und oie sreystehenden Reden an der Wandvest machen ; alle Seirenschossen aber, oder andereschwache Reben müssen ganz weggenommen werden,damit die Frucht der Sonne und Lujt >Miessen kön-ne, welches zur Beiorderung ihies Waci sthumSunumgänglich nöthig ist Uutervejscn giebt man hitt-auf in wenig Garten Achc, undlaßt die Reben voilder Wand herabl äügen und sich untereinander ver-wickeln, uno wen» l.-an sie hernach» an ihren gehöri-gen Plaz an ver Wand bringet, ist össters die un-tere Sender Blatter auswärts gekehret, wo-durch die Frucht ^ lange zurückgehalten wird, bissie wieder ihre gehörige Lage bekommen ; und wsman dieses nicht beobachtet, wird die Frucht entwe-der zuspat reif, oder ungestymack,auch macht solchesdas Holz weich und marckicht, so, daß es in folgen-dem Jahr selten Früchte bringet.
Auch mus der Weingarten zu dieser Jahrszeit aufgleiche Weise besorget werden, daß man die Rebenan de» Pfählen in guter Ordnung anlege, damit je-der ver Sonne und Luft fein gleich geniesse; auchmus man den Boden von allen andern Pflanzen undUnkraut rein halten, weil solches den Reben sehrnachtheilig seyn würde, wenn man es wachsen liest.
Früchte die jezt gut, und noch zu habe,;sind.
Verschiedene Sorten Erdbeeren, Johannisbeeren,Stachelbeeren, i^nnscke,Herzogs-und flandrist^eHerztirschen,weisse und schwarze Herzkirschen,Apn-cosenmännlein, unreife Stachelbeeren zu Torten;an den Treibmauern, Pfersiche, Nectarinen undTrauben; im Glashaus aber, Ananas.
Golden-