anlegen ; diejenigen Sorten aber, so im nächstentragen sollen , müssen erst zu Ende des folgen,den Monates, oder mir Anfang desIulii abgenom-men werden: denn wenn solches zudald geschiehet,so treiben die untern Augen öffters schwache Reben,welches ihnen sehr nachtheilig ist. Nun könnet ihrauch a!'e schwache kriechende Reben dichte an demOrt, wo sie hervorkommen, abbrechen: denn läßtman sie daran, machen sie unter den Reben grosseUnordnung und die fruchttragende Reben werdendadurch geschwacbet. Wenn dieses gehörig beobach-tet wird, ist es niemaien nölhig die Blätter an denReden wegzunehmen, damit Luft und Sonne zu derFrucht Zugang habe, wie nur gar zu offt von unge-schickten Leuten, sowohl zum Nae! theil der Frucht,als des Redens, ;u geschehen pfleget: denn die Fnich-te sollen allezeit durch etliche Blätter bedecket wer-den, sonst macht sie Sonne und Luft nur hart, undan statt daß ihreZeicigung dadurch befördert werdensollte, wird selbige ver ögert, die Rehen aber habenes no-hig, daß ihre Blätter die Nasse sann derLuft einziehen und wieder von sich geben.
Bey nassem Wetter müst ihr fleißig nach denSchnecken sehen, sonderlich morgens und abends,oder wenn ein warmer Regen gefallen, da sie hinterden Bäumen an den Wanden, aus ihren Schlups-wincteln zum Vorschein kommen, und leichtlich ge-fangen werden können: denn sie sind der besten Früch-te, sonderlich aber der Nectarinen und Apricosen,gröste Feinde
Ware das Wetter trocken, müstibr nicht verges-sen, alle diejenigen Baume mit Wasser -u erfrischen,so erst kürzlich gepflanzet worden, und wenn ihr sol-ches thut, wird es gut seyn alle die Zweige mit Was-ser zu besprengen, welches chnen sehr dienlich seynwird, weil sie dadurch von Staub und Unrath ge-reiniget werden, so sich etwanu a" ibre Blatter ge-setzet' haben ; auch öffnet solches die Dunstlöcber derSchossen , welche bey trockenem Wette>' zum rol-sen Nachtheil der Bäume, fast ganz verschloss n sind,und bey solcher Beschaffenheit Derselben , kcm ihnendas Wasser, wenn nur allein? ihre Wurzel damitbegossen wird, nicht wieder aufhelfen ; eben deswe-gen aber thut an ihnen auch der Regen bessere Wir-kung , als das Begiesscn ; doch soll solches alle-eitbey Abend geschehen, wenn die Tageshitze vorbey ist,damit das Wasser Zeit habe die Wurzeln zu befeuch-ten.
Haltet die Rabatten um die Fruchtbäume herum,vom Unkraut, und allen starckwachsenden pflanzenrein, weil solche die Kraft zum gröstcn Schaden derBaume aus dem Boden ziehen: auch mns diesesum gleicher Ursache willen, in der Baumschule aufdas sorgfältigste geschehen.
Um die Mitte dieses Monates müst ibr euere Wein-reben durchsehen . und alle frey schwebende Rebenkinwegnehmen, diejenige aber,welche Früchte tragen,abkürzen, und an die Pfale anbinden, damit sie derWind nicht abknicke; die Reben aber so im nächstenJahr tragen sollen , müssen an die Psale angeleget,aber nicht ehender als im nächsten Monat oder mitAnfang des Iulii,nm oben angezeigter Ursache wil-len, abgekürzet werden.
Ancb kabt ihr zu beobachten, daß der Boden tmWeingarten vom Unkraut rein gehalten werde, unddaß zwischen den Reihen der Stocke keine PflanzenWachsen von was für Art sie auch seyen: denn nichtskan den Weinhergen schädlicher seyn, als wenn ih-nen solches erlaubet wird.
II I. Theil.
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Zu Ende diese? Monates sofft ihr den Leihen andenjenigen Bäumen so im Frühling gepftopfet wor-den, wegnehmen,und das Band ablösen, sonst we-cken sie gerne dascibst ab , wenn sie vom Bast ge-klemmet werden.
Frucht? so jezt gut, oder noch zu habensind.
Birnen: L'Amozeüe oder Lord Lhcmcs Green,Bergamot de Paque,Bes!v de Chaumontelle, Par-kinsons Würden / und manch malen die Cadillac.
Acpfcl: GolSenrusiet, Stone-pippin, Johannis-äpftl, Wmterrusset, Pomme D'Api, Oaten-pi»,piko Ausstund manchmalender Noupareil, wennsie sorgfältig verwahret worden.
Änlichen: die Maykirfchen, Mayherzogskirfcbcn,und in einem warmen Boden schariaci sarbe Erd-beeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren; an de»Treibmauern aber, Apricosenmännlein, Nuspser-siche, und einige andere frühe Früchte.
'lVas in der pflanzschule vorzunehmen.
In diesem Monat müst ihr den Boden zwischeneuern jungen Bäumen sorgfältig frette» : denn nicl tsist ihnen schädlicher als wenn man das Unkra. t,oderandere Pflan en zwischen ihnen wachsen laßt: dennsie nehmen den Bäumen die Nahrung, uns wennman in diesem Monat tas Unkraur erstarcken läßt,so machet es viele Mühe solches nachgebems aus-zurotten. Auch sollt ihr zwischen den Reihen euererBäume keine Küchenkrauler pflanzen, wie einigeunerfahrne Leute zu thun pflegen: denn diese ent-ziehen den Bäumen alle Nahrung, und machen sieschwach und krancklich.
Um die Mitte diesesMonates müst ihr euerePfropf-reiser durchsehen, und den Leimen an ihnen abnehmen,und diejenige so verbunden sind m'st ihr aufbinden,sonst wird das Pfropfreis am Stamm geklemmt,uns kan vom Wind leichtlich abgebrochen werben.Auch sollt ihr die ^äumc durchsehen, so im vorigenJahr oculiret worden, nnd wenn ihr beobachtet, daßsich die Blatter zusammen drehen, weil sie von In-secten besehet sind, sollt ihr sie wegnehmen, sonst ma-chen sie den aufrechten Schossen verderben.
Wenn die ueulirten oder gepftopfften Bäumefiarck getrieben haben, ist es gut sie mit kurzen Sta-den zu versehen , sonst lausten sie Gefahr durch star-ke Winde abgebrochen zu werden
Euere Saatbeeten müst ihr nun sorgfältig jätten,und bey trockenein Wetter offters bcgiessen ; sonstbleiben die jungen Pflanzen so starck zurück, daß siein dem namlicl en Jahr wenig zunehmen, 5^ie jun-gen Pflanzen der Ccdern , Tannen, Fichten, Cypres-sen, Lorbeeren, Erdbeerbäume, Wacl bolder, C tech-palmen:c müssen nun öffers begossen werden; dcchsoll man ihnen nicht m viel Wassers auf einmal, son-dern lieber offt und wenig geben. Auch bat man zubeobachten, daß man sie in, Sciatiei, halte, dennwenn sie in ihrer Zugend der S onne zu se°r ausge-setzet sind; bringt es ibnen offters grossen Schaden,so wie die trockenen Winde, welche vielmals im Früh-ling wehen , und viele dieser H stanzen, w 'nn sie ihrezarte Stämme angreiffen, zu Grunde richten.
Nun könnet ihr auch die gesül'ee und eii sc-f? e rirginiscbe Waldrebe nehst andern kriechenden gan-zen einlegen: denn von vielen derselben wellen sichdie holzigen Schossen nicht bewurzeln: wenn manaber die zarten jahrigen Zweige in diesem Monat ein-(G) leget,