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unten im Hauß ziemlich dumpficht, sv gehen dieDünste zum Theil auch in die Hohe und machen dieZimmer ungesund; weswegen man sich denn in die-sem Stück sorgfältigst vorzusehen hat.
Ist die Lage nicht so glücklich, daß man ein eige-nes beständig fliessendcs Wasser habe, und man kandoch von benachbarten Weyhern oder Teichen ver-sehen werden, so kan man dennoch anmuthige Was-serstücke, sowohl zur Zierde als zum Nutzen, anle-gen, sonderlich wenn man viel Waffers hat: dennwidrigenfalls wäre es besser die Wasserstücken nurklein zu machen, indem doch nichts lacherlichers ist,als Teiche oder Bache anzulegen, die bey trockenerWitterung nicht genug Wassers haben, da manselbiges, so wohl zum Nutzen, als zum Lust hoch,stens benöthiget ist.
An solchen Orten, wo man grossen Mangel anWasser hat, sollen grosse Wasserbehältmjje angele,get werden, worein man das von den Bergen underhabenen Orten herabfliessende Wasser leiten kön-ne, um bey Regenwetter vielWassers zu sammeln,und bey einfallender Trockene genügsamen Vorrathzuhaben. Sind dergleichen Wasserbehältnijje gros,so können selbige so viel Wassers enthalten, als zumGebrauch ins Ha.us und Garten nöthig seyn wird,aber selten werden sie zureichend seyn, zur ZierdeWasser herzugeben, daher soll man auch an solchenOrten nichts dergleichen unternehmen.
Da das Wasser das beste ?.'nsehen hat, wenn esnahe bey Waloern lieget: als soll man bey Leitungder Bache und Anlegung grosser Wasserstuckeu da-hin sehen, daß sie nahe bey einer Plantasche seyen,damit das Wasser und die Baume, so viel möglich,mit einander eine schone Haltung haben, auch wirddie Schönheit eines Platzes um vieles vermehret,wenn man an einigen Orten das Wasser durch of-fene Gebüsche und zwischen den Stammen grosserBaume zu seheil bekommet; Wo sich aber dasWasser endigen soll, kan man solches durch enge beyeinander stehende immergrüne Bäume, so viel mög-lich verbergen, vornen an aber Erlen und Bachwei-den dichte an einander an die Seiten des Wasserspflanzen, damit ihre Zweige darüber herhangen.Wenn auch das Wasjer schmäler gemachet, unddurch diese Baume mit einer feinen Wendung ge-leitet wird, bekommet solches das Ansehen, als obes sich viel weiter erstrecke, und mit einem ent-fernten grösseren Wasser vereinige. Hiebey aber be-stehet die gröste Kunst darinnen, daß alles, so vielmöglich, ein recht naiürliches Ansehen habe: denn jeweniger man bey diestn Ding n die Kunst wahr-nimmt, je mehr gefalle i sie, und je hoher wei den sievon vernünftigen Leuten geachtet.
Der Name ist dieser Pflanze, den Herrn N>ilh.V^arson zu ehren,beygeleget worden,welcher ein Mit-glied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaf-ten, ein sehr gelehrter Botanist, und fleißiger Na-turforscher ist.
Der Character ist:
Hat eine bleibende Scheide (5p nkz) welchebis unten hin in drey Theile g^ theilet ist. DieBlume bestehet aus einem Blätlein, hat einewalzenförmige, oben gebogene Röhre, die sicham Rand ausbreitet, und sechs kleine Einschnit-te har. NArren in der Röhre siyer der eyför-mige, dreyecrichre Scempfel, den drey Laven
umgeben, von welchen jeder ein längliches
Häuptlein trägt. Aus dem Srcmpfel wird da-nach ein dreyeckichres Gehäuse, welchesScheide umfchliest, und drey Fächer hat, 1^mir rundlichrem Saamen angefüllet sind.
Vorjetzo haben wir von dieser Pflanze nur eineSorre in den englischen Gärten.
foliis; enlisni-mibus, iloribus altern^«
Watsonia mit schwerdförmigen Blättern, derenBlumen wechselsweis geordnet sind.
Diese schöne Pflanze wächst urspringlich imgebu'.Z der gurcn Hoffnung, und von daher habeich den Saamen bekommen, welchen mir meinner,der gelehrte D. Hiob Basier M. der K-G-vonZnkzce, mit verschiedenen andern Saamen gesendethat, woraus einige schöne Pflanzen gewachsen, wel-'che noch von keinem Botanisten beschrieben wor»den. Die Blumen dieser Pflanze haben die Formder Blumen des ?oiiznrlie5 des L.innai; doch ha«ben sie nur drey Fäden, da hingegen diese sechse sü^reu. Daher kan unsere Pflanze nicht unter diesesGeschlecht gesetzet werden; wegen der Form ihrerBlume aber, und weil sie nur ein Blätlein hat, istsie vom <Zjzcliu!ux abzusondern,und also habe ich mitdie Freyheit genommen, ein Geschlecht daraus ZUmachen , und olä em den Namen meines gelehrte»Freundes, Herrn 'Warsons, beyzulegen.
Diese Pflanze hat eine Bollenwurzel, die etwaszusammengedruckt ist, und wie die Wurzel des Al/lermannsharnisches aussiehet. Ihr Stengel wirddritthalb Schuh hoch, und hat breite schwerdfönni^ge Blatter, die wechselsweis wachsen , und den Bla^tern des Allermannsharnischcs gleich sehen. Obenam Stengel wachsen die Blumen an jeder Seitewechselsweis. Der Form nach sehen sie wie dieBlumen der gemeinen Tnberose aus, sind aberblas^roth, oder fleischfarb. Wenn die Blume welcket,fangen die Saamengehäuse an aufzulauffen, undbringen vielmals in Engeland Saamenblühet diese Pflanze ordentlich im Merzen oderApril.
Sie vermehret sich durch die Setzlinge derWu^zel, wie der Safran oder der Allermannoharniscvin Menge. Im August, bald nachdem die Sten/gel wclckcn, versetzet man die Wurzeln. Sie mul^sen in Töpfe gepsianzet werden, so mit leichter frl^scher Erde ^angefüllet sind, und diese können bis zuEnde des Septembers in fteyer Luft stehen bleibe»/da sich denn die Blatter zu zeigen anfangen werden,worauf es gut ist sie in Verwahrung zu bringen'denn da diese Wanze urspringlich in einem warmenLand wachset/ so will sie gegen den Frost verwahretseyn; wenigstens bat man sie bisher so traetiret:denn so lange die Wurzeln noch nicht gemein sind?wäre es übel gethan, sie im V inter draus zu lassen,ob sie gleich dauerhaft genug seyn mögen, der Kalteunserer ordentlichen Winter zu wicderstcben, wennsie in eine warme Rabatte und trockenen Bodenpflanzet werden: denn diejenigen Pflanzen, so inne offene lustige Glascasse gesetzet worden, sind be/ser, als die im Glashaus, fortgekommen, und ihreBlumen sind viel größer gewesen und haben langergedauert, obgleich die im Glashaus ein ganzesnat ehender geblühet haben; hingegen sind sie w ge^schwächet worden, daß sie keinen Saamen aebra ' lhaben , dahingegen diejenigen, die man frisi er 9^halten / und denen man viel Lujt gegeben , s^^fehlgeschlagen.