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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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286
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Die siebende, achte, neunte, zehende, eilfte und

zwölfte C rte wachsen in verschiedenen Theilen vonEuropa wild. Sie werden in verschiedenen Krau-tergärten um der Mannigfaltigkeit willen gehalten,und kommen selten in andere Garten. Doch woman Platz für solche Pflanzen bat die hoch wachsen,da soll man wenigen von jeder Sorte einen Platz ein-räumen. indem sie wegen ihres besondern Ansehens,die Mannigfaltigkeit vermehren, da auch ihre Blu-men einen lieblichen Geruch haben, so füllen sie mitseidigem die Lufft im Garten an.

Die sieben zu nächst folgenden Sorten hat Do-ktor ^ournefort in der L.cvanre entdecket, und denSaamen davon in den königlichen Garten nach Pa-ris gesendet. Alle diese Sorten sind dauerhaft ge-nug in Gngelanb in offener Luft zu wachsen, wennsie änderst "in einem trockenen ungedungten Bodengepflanzet stehen: denn wenn sie in einem nassen Bo-den wachsen, so faulen im Winter ihre Wurzelngerne; ist aber der Boden gedüngt, so wachsen diePflanzen im Herbst so frech daher, daß sie Gefahrlauffen von starcker Kalte Schaden zu leiden.

Hierauf folget unser S. z tzo. Col. i. stehenderAbsay:

Alle diese Pflanzen, :e. was vor ihm und nachihm, in unserer Übersetzung zu lesen, ist ausge-lassen.

VLKLk^.

Dieser Artickel ist, nach Benennung derSor,ten, folgendermassen verändert rvorden:

Die erste hier angeführte Sorte, ist an den Sei«ten der Landstrassen und Fussteige, an den Häujernsehr gemein; ob min aber gleich nicht leichtem Theilin Engeland ist, wo man oiesePflanze nicht häufigfinden sollte , so findet man sie doch selten etneVier-telmeile weit von einem Haus entfernet, woher siedenn der Rr.iurcrmänner Freude genennet wird;( 5implers ^oy) weil, wo man diese Pflanze mach-send findet, es ein sicheres Zeichen ist, daß ein Hausin der -Nahe seye. Sie wird selten in Gärten gezo-gen ; ist aber diejenige Sorte, so vom Collegio me-dieo zur Arzeney verordnet wird, und diejenige, sosie im yeld sammlen, bringen selbige auch auf dieMärckte.

Die fünf folgenden Sorten sind sehr dauerhaft,ob sie gleich nicht urspringlich in diesem Land wach-sen , und dauern den schärfsten unserer Winter, inoffener Luft aus.

Sie können alle :e.

DerAbsacz: Die fünfte Sorte:c. ist ausge-lassen.

G. Z87. Col. 2. l. ,. feye starr neunte, achte.— —- l. zs. Die siebende, seye, die achte.

VMOkNCä.

In der neuen Ausgabe rverden nur 3?. Sor-ten benennet, rveil unsere 12, 14, 19, z/, zyund z<> ausgelassen worden.

Nach dtin Absay: Die sechste, siebende, achte:c.har der Artickel folgende Veränderung gelie-ren:

Die zehende Sorte wächst auf den Alpen undpyrcn.nschei, Gebürgen wild. Es ist eine niederi-ge, kriechende Pflanze, so der ersten Sorte erwasgleich kommet; die Blätter aber sind länger, undglatter. Da die Blumen dieserSorte wenig Schon,

ve

heit haben, so werden die Pflanzen, sonst wohl nichtals in Kräutergärten gezogen.

Die eilfte Sorte ist der zweyten sehr ähnlich, undunterscheidet sich von selbiger dadurch, daß sie breitere Blätter hat, und eine niederigere Pflanze ist.

Die zwölfte Sorte (hier ist unsere »z. ;u veristehen) ist viel kleiner, als die eilfte; da aber ihreBlumenähren lieblich blau sind, und lange sc!Mbleiben, so ist sie eines Platzes im Blumengartenwerth.

Die dreyzehende Sorte (unsere 15) ist eine nie-'derige sraudtge Pflanze, die der neunten etwas ahn"lich siehet; die Blatter aber sind kleiner. DielePflanze hat wenig Schönheit.

Die vierzehende , sechzehende, siebenzehende undachtzchende Sorte (unsere 16, i!<, -o,und :i.)sehen der vierten Sorte ahnlich; ihre Blumenäbrenaber sind nicht so schon. Sie blühen später, und

bleiben viel langer schon.

Die funfHeudc Sorte (unstre 17.) hat zart zer^shnittene Blatter , wodurch sie sich von der letztenunterscheidet , die Blumen aber, sind den Blumender vierten Sorte fehr ahnlich.

Die nennzehende Sorte (unsere ?2.) wachst vielhöher, als eine der vsrigen. Die Blumen wachsenan langen Aehren, deren viele oben aus jedem Sten^gel neben einander wachsen , und von Farbe schönblau sind. Sie blühet im Iulio, und wenn daSWetter kalt ist, dauern die Blumen den gröstenTheil des Augusts hindurch.

Die zwanzigste Sorte (unsere 2z.) ist einePflan/ze von geringer Schönheit, und siehet dem genießnen Ehrenpreis mit Gamanderleinblättern sehr ähn^lich, daher sie denn auch selten in Garten gehaltenwird.

Die ein und zwanzigste, zwey und zwanzigste,drey und zwanzigste und vier und zwanzigste Sorte,(unsere 24, »s, ak und 77.) sind Wasserpflanzen,so an den Seiten der Gräben und stehenden Wassekin vielen Theilen von Engeland wachsen, und als»nicht in Garten gehalten werden.

Die ein und zwanzigste Sorte wird gegen dt?Scorbut in der Arzeney gebrauchend stehet im D^spensatorio unter dem Titel /msZallis syuzticz, vdek

LccabllNLZ.

Die sechs und zwanzigste Sorte, (unsers 25.)hat weisse wollichte Blatter, so am Rand etwasausgezackt sind. Die Blumen wachsen in ftbvnenlangen Achren, und haben eine liebliche blaue Farbe;die Pflanze aber breitet sicy nicht so starck aus, alsviele andere Sorten , und verdienet also in jeden»guten Garten einen Platz. Sie blühet im Julisund Augufto.

Die dreysigste Sorte (unsere z?.) ist eine nie^derige Pflanze, mit zartzerschnittenen Blättern, undhat das Ansehen der funfzehenden Sorte; (un!^rer 17.) Die Pflanze aber ist viel kleiner, und dieBlätter sind noch mehr zerschnitten. Sie blühet nüMay.

Die sieben nnd zwanzigste, acht und zwanzigste,neun und zwanzigste und ein und dreysigste Sorte,(unsere zc>, ;i, z2, 34) hat Herr Tourneforr n'der L.evanre entdecket, und sind jetzt in Engelan^sehr rar. S ie werden in einigen gnten Krautergarten um der Mannigfaltigkeit willen gehalten, si^

aber nicht so schvnals viele der hier benannten