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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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roth. Sie wachsen auf langen dünnen Stielen,Und auf sie folgen runde, rotiM fleckte Beeren, sovon Geschmack scharf und sauer sind. Die Leute sonahe bey den Sümpfen wohnen, wo sie wachsen,lieben sie gar sehr. Einige machen Tonen daraus,andere aber essen sie mit Milch oder Rahm.

Da diese Sorte urspringlich in Sümpfen wächst,kan sie durch keine Kunst in einem trockenen Bodenfortgepflanzet werden; wo aber natürliche Sümpfefind, kan man die Pflanzen sorfälkig aufheben, et-was von der Erde an den Wurzeilt lassen, und imHerbst in diese Sümpfe versetzen. Haben sie nuneinmal in diesem Ort angele!'lagen, wenden sie sichsehr ausbreiten und däufig vermehren, sonst aber kei-ner Wart mehr mthig haben.

Die zwey ersten Sorten vermehren sich auch sehrstarck durch ibre kriechende Wurzel; wann sie also«inen ihnen anständigen Boden baben, werden sieselbiaen bald überlauffen, wie denn a>u'b die Heiden,Wo sie von Na'ur wachsen, mit den Pflanzen ganzbedecket sind. Die erste S orte wachst mit der Hei,de, indem sich ibre Wurzeln mit einander verminen,Mich wird sie bäuffig in verschiedenen Tkeiien vonEngeland auf sandigen Hiden gefunden; die zweyte^orte aber wachst nur blos in einem sumpsichtenBoden, den sie vermittelst ihrer kriechenden Wurzelbald mir Pflanzen bedecket.

Es giebt verschiedene ander- Sorten dieses Ge-schlechtes , wovon einige urspringlich in SpanienUnd Portugal!, einige m Del.rjckland und Un,gern, und^einiqe in den nördlichen Theilen von-America waciien. wober auch diejenigen großenFrüchte na d Engelans gebracht werden, welchedie Pastetenbecker^in London, den Winter über,t« den Torten brauchen. Da aber alle diese Sor-ten von Natur in S ümpfen und Morasten wachsen,sind sie nicht leicht in die Garten zu ver etze,^ wa y<«sei, auch daselbst nicht, und bringen keine Flüchte,daker denn auch nicht zu hoffen ist, daß wir dieseSorten in Engeland sollten ziehen können.

S. z^6.Lol. 2. l. z,. 'Wesiindien, seye, Spa»nischwestindien.

VKLKIAI'10.

G. ?84- ist Col. I. KM Ende dieses Artickelshinzuzusetzen:

Durch den rechten Gebrauch der durch Kunst her,vorgebrachten Warme , haben die englischen Gärt-ner, seit einigen Iahren ibre Kunst so sebr verbessert,daß sie den Mangel der natürlichen Wärme ziemlichZu ersetzen wissen, ia sie thun es denjenigen gleich,welche etliche Graoe mehr südwärts in EngelandWohnen, indem sie die eSbaren Pflanze» eben so früh!u erkalten, und die Früchte der wärmsten Landeriur baldigen Zeitigung zu brinaen wissen. Da nunaber die Erkenntnis der Veaetation verbessert wor-den , und diejenige , so die Gartenkunst üben, die<heorie besser inne haben, so siebet auch zu hoffen,die Kunst selbst könne dadurch ertvite'-t und verbes,sert werden. Dielemnach ist es lochst notbiq, daßjeder, der aus dem Garten - und Feldbau Nutzenziehen will, sich die Theorie von der Vegetativ» rechtbekannt mache.

IN. Theil.

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5pzm'5K Spanische Kresse.

Der Ckaraccer ist:

eine pflanze mir einer Areuyblmne, soaus vier -L-lacitin bcsteher, die in ei.ien walzen-förnngen vierbiätterigen Z^elch eingeschlossei»su,c>. r'Nitccn in der ^>lume silzet ein Hrempfel,den sc<1)S ^äden un-gebcn, wovon viere lan-ger als b;e veeden andern find. Der Stem-pfel wird hernat-h zu einer runden Schöre, dieoben einen Aamm hat, und pcb an zwey Sei-ren ösinec, auct) runde Saamen enrdälr.

Wir haben nur eine Sorte von dieser Pflanze:^ Ver^.. ttort. Lliff. Wilde, spanische Kreftse, oder, wie einige wollen, wilder spanischer Senf.

Dieses ist eine labrliche Pflanze, die selten übereinen Schuh hoch wird. Gcgm oben theile! sichder Stengel in verschiedene Zw.ige, wovon sich je-der in eine lockere Blumenähre endiget, woraufrunde aufgeioffeue Schotten folgen, die oben einenblätterigen Rand oder Kamm baden. Die Schoteöffnet sich mit zweyen Hulden» und bat zwei) Zellen,worinnen rundijchte Eaamen enthalten sind, Sie de^nSenfsaamen ahnlich sehen.

Sie wachst urspringlich in Spanien und Portu-gal!, uud wird von den Liebhabern der Botanie,um der Mannigfaltigkeit willen, in Garten gebal-ten; weil sie aber nicht schön ist, noch einigen Nu-tzen bat, wird sie selten gebaret. Last man denSaamen dieser Wanzen ausfallen, so geken disP'anzen auf und wachsen sebr wohl; o>er wennman ihn iin Herbst aussäet,/» schlagen sie besser an,als die so im Frühling gesaet worden^ denn wenntrockene? Wetter einsäet, so liegt der ^a.une, so nnFrühling geiaet worden , vielmals, bis in den fol-genden Herbst im Boden , ebe sich die pflanzen zei-gen ; da hingegen diejenigen, so im Herbst gesaetworden, insgemein, bald hernaeb, oder auch früheim Frükling aufgeben, und al'o gewisse? reifen Saa-men bringe:; Diese Bilanzen soll wen nicht verse-hen, und also mus der Saame dahin gesaet werden,wo sie blewen sollen.

Nack dem zweiten Äbsay: Diese Pflanzen )c.

ist foigezcher eiilzuscdair»n:

Die Blatter diestr Pflanzen sind sehr breit, son-derlich wenn sie in einen» guten Boden stehen, undgefallen, daher sie denn den Palmeublattern etwasgleich sehen; doch sind sie viel dunner. Ans jedemKnoten der Wurzel kommt insgemein ein Bl men-siengel, der bey drey Scbub hoch in, und oben eineeinen Scduh lange BU'menäbre hat. Die Blu-men der erstm S orte sin^ grün, un? baben a!s^wenig Ansehen, aber die von der zweyten welchedunckelrocb oder pinpurfarb sind, werden insgemeinvon denjenigen, welche sie im Luftgarten ziehen, vor-gezogen.

Unsere sechste und achte Sorte sind ausgelas-sen, daker ist unsere siebende zur secksten, unse-re neunte zur siedenden, unsere zekende zur ach-ten u. s. w. geworden, und sind also in der neueiBAusgabe derSorren neunzehen.

Der Absan: Die siebende Sorte: G. ?8f.Col i.l. Z6.von unren, ist folZendermajftn ver-ändert :

Ccce Die