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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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daß dieses Bauholz dauerhafte? und nuzlicher seye,als dasjenige, weiches nicht geschalet worden. Die-semnach wollte ich wünschen, daß wir so weise wa-ren , und ihnen mehr in dergleichen dein gemeinenBesten so vorcheilhasten Dingen folgten , als ihreandern Thorheiten nac! machten, welches seit einigenJahren nur gac zu viel geschehen.

- ^4. Col. 2. !. z?. ist nsck hinzuzusetzen:

Diese regelmäsnge Anordnung der Baume, n-urdeehedem mehr geachtet aiö nunmehr; auch bedienetman sich derselben noch viel in Frankreich, umLuftwaldlein anzulegen.

Der Absaz : Es giebr

verjchicdene Sorten :c. ist ausgelassen, der L.e-ser aber vvird aufl'Qrenrijla verwiesen.

M'ABATTEN.

^Tlcne Absage.

Seitdem in Engeland in der Gärtnerei) einneuer Geschmack eingeführet worden, hat man denfranzösischen Geshmack von Parteeren, gesehntekelten Rabatten und aus Buchs gemachten Zug-werck,billig aus unsernGarten verbannet; diestmiiachhabe ich hievon nur deswegen allhier Meldung ge-than , u,n oen Geschniack dieser Architectcn in derGärtnerei) zu beschreiben, welche keinen Begrif vonder edlen Einfalt einer offenen Grasebene haben,so mit schicklichgepflanzten Bäumen ei»gefasset ist;sondern vielmehr denjenigen Theil des Gartens, dernahe am Haus liegt, in Rabatten von verschiede-ner Form eintheilen, mit Bucks einfassen, und umselbige herum Wege von Kies und Sand machen,wordurch denn der Boden in verschiedene Winckel,Schnecken :c. abgetheilet wird, welches den Augeneines Vernünftigen etwa? unerträgliches ist. Willman alfo Blumen haben, so kan man um die Ebeneherum, der Lange nach, gleich an die herumge-pflanzten Stauden, Rabatten inachen, welche, wennsie mit dauerhaften und auf einander folgenden Blu-men gehört.; bepflanzet sind, ein viel besseres Ansehenhaben , als die steifen, fchneckenförmigen und abge-theilten Rabatten der Franzosen nur immer ma-chen können.

Diese Rabatten kan man sechs oder acht Schuhweit machen, nachdem der Garten und die Ebenegros ist : denn eine kleine Ebene soll keine gar brei-ten Rabatten haben, und eine gro»e soll mcht mitschmalen eingefasset werden , sondern man soll beyAnlegung der Garten allezeit eine gehörige Propor-tion beobachten.

Neue Sorren:

18. uz m nrznus. folic»

L. L. ?. Der Grasblatterige Berghahnenfus.

19. K^uncui.n8 montan«!., folio plimc^mis.L. L. !>. Berghahnenfus mit dem Wegrichblat.

20. !<änu!<cui.us Iinuginolus aii^ustifolinz,Arum^la 1-zciice, m-,jor. c!. i;. Grosser Hahnen-fus, mit klümberichter Wurzel, und schmalen wol-lichten Blattern.

Srarr unserer zwey ersten Absaye, liest man

nun folizendev:

Es giebt eine Menge Sorten dieses Geschlecb'^ivelch>e in iLngcland wachsen ; einige in denten, wo sie den ganzen Boden überlauffen, U'wegen der Weide eil» höchstbeschwerlicl eswerden : denn da einige unter selbigen sehrPflanzen sind , so srist sie das Vieh nicht: denn ^würden ihnen Zunge und Schlund vo- Blasenden; wenn man daher 'olche Weiden abbüten ^so bleibt der ( ahncnsus auf den Feldern sn'ckivc>^unberuhret stehen. Ferner giebt es von diesem ^sl lecht noch andere Sorten, welche sich über 0Oberi'ache stehender Wasser ausbreiten, und ba>im Frühling blühen; wieder andere wachsen in schartigen Waldern; weil aber diese niemaicn in Garte»ge;ogen werden, habe ich es vor unnörhig gehalten»die verschiedenen Sorten l ier anzuführen.

Die erste und zweyte hier angeführte E orte, DAbänderungen wilder A'ten; da sie aber recht gefüllte Blumen tragen, pflanzt man sie in die Rabatten des Blumengartens, wo sie eine recht seinenigfaltigkeit machen und lange blühen. Die^erlteSorte hat aufrechte Stengel, die bey einem S6Mhoch werden; die zweyte aber ist eine kriechen^Pflanze, mit zuruckgeboaenen Stengeln. D><^lezere vermehret sich selbst se? r sta ck durch ihre kn«?chende Schossen , welche an edem Knoten, woauf der Er^en liegen, Wurzeln treiben. Bee^haben gelbe Blumen

Die fünfte Sorte ist auch eine Abänderung desgemeinen bollenwurziichten Hahnenfuses, der in dc^Trisften der meisten Theile von Engeland gar gfmein ist. Er treibt aerade S te, gel, welche achtzehen Zoll hoch werde». Die Blumen sind nur kleiwvon bl.tSgelber Farbe und gefüllt. Oeffters kommetaus der Mitte einer Bluine andere kleinere, so, da?manchmaleii drev Blumen über einander stehen,aus der Mitte kommen, daher denn auch einige dielePßanze, den Hahnensus mit hindern nennen.

Die dritte und vierte Sorte wachsen ursprincslichauf den Alpen, Die dritte bringt im April, kleineweisst, einzelne Blumen, so in grossen Büschelnwachsen ; sie wird aber nur in einiaen guten Kräu^tergarten, um der Mannigfaltigkeit willen gehalten?die vierte stehet hingegen, wegen ihrer gefüllt^'Blumen, in mehrerer Achtung; sie sind schneeweißund wachsen auch in Büsbeln. Diele Psianz^lieben den Scharten, und treiben viel besser in einen!lettigen Boden, als in einem leichten und warmesauch soll man ihre Wurzeln mcht ui offs versetzen-Wenn man sie alle drey Zah^e aushebt, ihrezeln theilet, und gleich wieder e »pflanzn, so ist ^ostt genug. Die beste Zeit hiezu ist im Herbst,Ansang des Oerobers, damit sie sich wieder b^wuseln, elie die Kalte kommet; auch soll man d>^Wurzeln nicht zu klein ze tl eilen, si>nderliä wcn»sie im folgenden Frühlina starck blüben sollen:man diele Wurzeln in eine gegen Morgen lieae»' eRabatte pflanzet, >0, dasi sie nur aüeine diegensonne haben, werden sie viel bcsse treiben, awenn sie warmer stehen. Auch mns man diehatte nicht viel lune.en, denn in einem fetten'^0^wachsen sie selten wohl, daher findet man fiesesin den warmen feiten B^den um Kordon wachsi'^?'in einigen unbebaueten Landgarten aber, wachstrecht srech, und bringt vie! grossem und meh''^Blumen, als in den Garten „m Lc> don , wo n'^nsie mit vielem Flei« ziehet. Diele Pflanze lsiBlumengarten e-ne rechte Zierde, lanae sie b>uhet, welches den Mav lniidurch aeschiebet.Die achtzehende, ncunzehende und zwanzigste