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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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243
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^lantaschen braucht, die man zur kust anleget, soman auf selbige, beym Versetzen, nicht so viel^cht zu geben, daß dadurch einige von denjenigen,Welche jkhen bleiben sollen, etwas leiden sollten.Wenn man diese Plantaschen dünne machet, kan>yan die Pflanzen anfangs zwey Schul) weit von^nander stehen lassen, da sie denn Plaz genug haben?loch zwey oder drey Jahre langer zu wachsen, undinnerhalb dieser Zeit, wird man leichtlich beurthei-ln tonnen, welches die besten Baume werdenkvgte«. Diese kan man sodenn stehen lassen, umaus thmn hochstämmige Bäume zu ziehen; doch istk< gut wenn man sich mehr derselben mercket, alskan nachgehende stehen lassen ka!l; weil einige der-selben umschlagen mögten. Gleichwie es nun abernicht rathsam wäre, diese Baume auf einmal gariu dünne zu machen : so wird es auch nicht unrechtbethan seyn, wenn man beym zweytenmal doppelt>o viel Bäum? stehen last, als man will wachsen'assen. Wenn man sie diesemnach in den Reihenvier Schuh weit von einander stehen last, werden siePlaz genug haben, drey oder vier Jahr länger zuYachsen, und wenn die Pflanzen diese Zeit überkohl zugenommen, werden sie ihre Wurzeln überden Boden ausgebreitet haben, und also ist es gutküezeit den andern Baum in den Reihen auSzUheben.Hiemit aber wi!I ich eben nicht sagen» daß man beydein Versetzen gar zu genau verfahren solle, tondernUlan kan die besten Pchmzen, wel ke stehen bleibenAlen, auswählen, sie mögen nun in dieser oder jenerNeihe stehen, oder auch nicht gerade sich in derVZcite befinden, welche hier angegeben worden.Mes was ich hier angebe, sind nur Generaireae-'n,Kelche man so genau beobachten soll, als es die Pflan-ten lelbst erlauben, und also hat sich ein jeder, beyUnternehmung eines solchen Werckes, nach demWachsthum der Baume zu richten.

Wenn die Pflanzen so weit aus einander stehen,daß sie bey acht Schuh von einander entferner sind,A es nicht nothig mehrere derselben wegzunehmen.Aber innerhalb zweyer oder dreyer Jahre, kan mandiejenigen, welche nicht stehen b eiben sollen, beHau-en, um Unterholz daraus zu machen; diejenigen aberKelche bleiben sollen, werden unterdessen so zuge-kommen haben, daß sie einander selbn zur Bede-ckung dienen : denn darauf hat man vornehm ichju seheft, wenn man diese Baume dünne machet;k allen solchen Plätzen also, dk dem Wind vielAusgesetzet sind, soll man die Baume mit grosserVorsicht und nach und nach dünne machen : dennbekommt die Luft auf einmal zu viel Zugang indie Plantasche, so giebt sie den Bäumen ei-nen Stos, wodurch ihr Wachsthum sehr zurück-gehalten wird. In einem bedeckten Ort aber, Karkan nicht so viel Vorsicht, als an andern Orteniu gebrauchen, und die Pflanzen sind auch nicht sodieler Gefahr ausgesetzet.

Die Weite in welcher ich die Baume stehen las-sen wollte, welche um Bauholz daraus zu ziehenuehen bleiben sollen, könnte von fünf und zwanzig^is dreysig Schufen seyn, und diese wird nicht zu»lein seyn. wo die Baume wohl wachsen : denn mdiesem Fall werden sich ihre Wwsel so ausbreiten,daß sie in drei ßig bis fünf und dreyßig Jahren ein-ander erreichen ; auch ist die«? Weite nicht zu HroS,daß dadurch das aufrechte Wachstum der Baumeverhindert werden sollte. Meine Absicht ist bey die-ser Wette dahin geribeet, daß die Baume des Bo-dens vollkommen gemessen so len. Daher wollte ich^ch rathen, wenn man auf» höchste ein oder zwey«

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mal Unterholz gemachet hat, die Stocke auszu^t-ten, damit der Booen ganz rein werde, und dasBauholz besser wachsen tonne, als worauf manvornehmlich zu sehen hat. Aileine die meiste,! sehenmehr auf den unmirrel are 1 Prosit vom Unterholz,als künjtig gutes Bauholz zu erhalten, un' richtenvielmals dadurch beedes zu Grunde. Last man aberdas Unterholz noch stehen, wen» ü!> Ha^.neso weit ausgebreitet haben, daß sie einander errei.'i'en,so ist selbiges nicht viel werth, und wem? man dieStöcke da last, nehmen sie dein Bauholz vieleNahrung, und verhindern also ihr Wa -ischum.

Der B^en, worinnendie Eichen am besten wa ch-sen, ist ein tiefer fetter Letten, worinnen die Bni-me sehr hoch werden, und da? Hvlz >. er Baume, 10in einem solchen Land wachsen, ist insgemein biea-samer, als dasjenige» so in einem seichtem und trock-neren B^deii wachst, welches viel dichter und harterist. In Enegeland giebt es zwar wenig >vl!>esErdreich, worinnen die Eichen nichr wachsen sollen,wenn man sie nur gchöng wartet und besor et ; dochtreibt dieser ?^aum nicht iu jedem B'-' en alcich aut.Ünterde en könnte er zum Nutzen der Nauon, inden grossen öden Plätzen v^ schieoener Theile vonEngeland gewaen werben, uns die Ei^enthums-herren solcher Landstriche, die so nn^e-a'-et da lie-gen , wurden dadurch ihre Einnahme nicht wenigvermehren. Und sollte man in Engcl..,w noch et-liche ^ahre fortfahren, das Bauholz so wenia ;nschonen, als seit einiger Zeit geschehen» dabey abereben so wenig daran ge^encken neuen Verrath zuziehen, so würde dieses Land, welches so lange we-gen seiner Seemacht in so grossen, Ansehen gestanden,sich gezwuugen sehen , in andern Ländern Bauholzzu suchen, oder es würde sich selbues mit einer sol-chen Seemacht begnügen müssen, als der schlechteNest einiget Gegenden, wo man wohl Kans5-ch..ltetthat, erlauben will: denn was die g.ojst i Wälderanbelanget, au? welchen man die Äonen so langeunterhalten hat, so wird in wenia Jahren in selbi-gen das Bauholz aus ehen. Wie kan es ab-'r auchänderst sevn, wcna diejenige, welchen die ^esor 'imgdavon überlassen ist, in Ausrottung des Bauholzesihren Vortheil suchen?

Ebe ich von dieser ? ache wegaebe, nehme ich mirdie Freyheit, noch eines andern Schade sMeldungzu thun, der in Ansehung des Publici so vielenNachtheil bringet, daß es allerdings nöthig seynwill, denselben wohl zu beherzigen, c^s bestehetselbiaeraber darinnen, daß man die Eichen im Früh-jahr und zu derjenigen Zeit fa et, wenn der Sasstfließet. Dieses geschicyei um der Rinde willen»welche sich zu dieser Zeit leichtlich abschälen läst, undwie ich glaube, so ist auch deswegen ein Gcsez da,vermöge welches man das Bauholz um diese Zeitfallen mus. Meine dieses Bauholz ist nicht halbso dauerhaft» als dasjenige so im Winter gefalletworden; daher denn auch diejenigen Schiffe, soaus dielen im Frühjahr gefällten Bäumen gebauetworden, innerhalb sieben bis acbtJahren mehr zusam-mengegangen sind, als andere, welche aus solchenHolz, so man im Winter gefället hat, gebauetworden, innerhalb zwan ig fahren nicht gethan ha-ben. Dieses haben unse>e Nachbaren die Frmno-sen erfahren, und daher auch ganz weißlich die Ver»vrdnuna gemachet, die Rinde von den noch stehen-den Bäumen zur gehörigen Zeit abzusthä'en, dieBäume selbst aber lassen sie bis den nächsten Win-ter und manchmalen auch noch bis in den :we»tenstehen, ehe sie solche fällen, sodenn aber zeigt es sichPpp » daß